Corona-Krise hemmt Medienwirtschaft

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Die Medienbranche leidet unter den Auswirkungen der Corona-Krise, am stärksten betroffen sind bisher Buchhandlungen und Kinos, bilanzieren die aktuellen Berichte zur deutschen Medienwirtschaft im ersten Quartal 2020. Weitere wichtige Entwicklungen: Finanzinvestor KKR hat den Springer-Konzern von der Börse genommen. Und auch bei ProSiebenSat.1 haben Investoren den niedrigen Aktienkurs für großflächige Kapitalbeteiligungen genutzt.

Die Corona-Krise wird alle Medienbranchen betreffen, am stärksten gelitten haben bisher Buchhandlungen und Kinos. Die Zeitungsverlage und Fernsehsender beklagen sinkende Werbeerlöse. Auf dem Buchmarkt stagnieren die E-Bücher bei einem Umsatzanteil von fünf Prozent. Beim „Bewegtbild“ untergraben Streamingplattformen das Geschäftsmodell der Fernsehsender, beim Hörfunk deutet sich eine ähnliche Entwicklung an. Vom Musikumsatz entfallen schon 55 Prozent auf Streaming.

Beim Springer-Konzern hat der Finanzinvestor KKR knapp die Hälfte des Aktienkapitals zusammengekauft und den Konzern von der Börse genommen. Bei ProSiebenSat.1 haben ebenfalls Investoren – darunter der Berlusconi-Clan – den niedrigen Aktienkurs für großflächige Kapitalbeteiligungen genutzt. Zudem hat man sich dort eine veritable Führungskrise geleistet. Bertelsmann hat die Komplettübernahme der Buchgruppe Penguin Random House genehmigt bekommen. Bauer hat sein Geschäft in Neuseeland von heute auf morgen liquidiert.

Zwischen Januar und März 2020 wurden 45 Übernahmen, Beteiligungen und Gründungen von Gemeinschaftsunternehmen bekannt, bei denen deutsche Medienunternehmen als Akteure auftraten. Neben kleineren Deals gab es etliche bedeutende. Herausragend waren der Ausverkauf von Zeitungen (Mitteldeutsche Zeitung und Hamburger Morgenpost) durch DuMont, die Übernahme der The Meet Group durch P7S1, die Fusion von CinemaxX und Cinestar sowie die Übernahmewelle bei den Lesezirkeln.

Zu den ausführlichen Quartalsberichten

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