Deutsche Bildagenturen mit 200 Mio. Euro Umsatz

Der Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive (BVPA) hat erstmals eine eigene Wirtschaftsstudie über den deutschen Bildermarkt des Jahres 2005 erstellt, an der 44 Verbands­agenturen teilnahmen. In einer Pressemitteilung informierte er über das umfangreiche Zahlenwerk, welches vollständig nur den Beteiligten vorliegt. Danach haben die befragten Agenturen 32,9 Mio. Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2005 erwirtschaftet.

Die Hälfte der Agenturen erzielte je ein Ergebnis von mehr als 400.000 Euro. Im Durchschnitt betrug der Umsatz pro Agentur 860.000 Euro. Unter Berück­sichtigung der Umsatz- und Unternehmensgrößengewichtung wird für die geschätzten 590 Bildagenturen in Deutschland 2005 ein Gesamthonorarumsatz von rund 200 Mio. Euro angenommen.
Die Honorarsummen wurden zu 88 % mit digitalen und 12 % mit physischen Bildern erzielt. Insgesamt wurden die Honorarumsätze zu 85 % in Deutschland und zu 15 % im Ausland erwirtschaftet. Die Honorare verteilten sich nach dem Nutzungs-Medium zu 35 % auf Zeitschriften, 23 % Werbung, 15 % Buchverlage, 14 % Zeitungen, 6% Film / Fernsehen, 1 % digitale Medien sowie 6 % Sonstige. Das Umsatzwachstum lag 2005 gegenüber 2004 insgesamt durchschnittlich bei 9 %. Insgesamt vertreten die Agenturen ca. 7.500 Fotografen, davon 40 % aus dem Ausland.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Bürgermedienplattform vor dem Aus

Die Bürgermedienplattform NRWision an der Technischen Universität (TU) Dortmund steht vor einer ungewissen Zukunft. Die nordrhein-westfälische Medienanstalt stellt Ende 2026 die finanzielle Förderung ein – nach dann fast 18 Jahren. Die Verantwortlichen versuchen, für eine Fortführung andere Geldgeber zu finden.
mehr »

Thüringen unterstützt Privatradios

Für kommerzielle Hörfunksender wird es immer schwieriger, sich über Werbung zu refinanzieren. Hier sinken die Erlöse. Hinzu kommt: Google, Amazon, Meta und inzwischen auch TikTok schöpfen immer mehr vom gesamten hiesigen Werbekuchen ab. Das spüren in Thüringen auch die beiden großen landesweiten konkurrierenden Privatradios.
mehr »

Neue Aufgaben im Community-Management

In der plattformdominierten Öffentlichkeit sind neue Berufsfelder entstanden – wie das Community-Management, das zwischen Redaktion und Publikum vermitteln soll. Obwohl diese Aufgabe in journalistische Ausbildungspläne integriert ist, prägen mangelnde Wertschätzung und prekäre Arbeitsbedingungen die Praxis in den Medien.
mehr »

Pressefreiheit ist keine Weltmeisterschaft

Deutschland ist in der weltweiten Rangliste der Pressefreiheit einige Plätze abgestiegen und rangiert 2026 nur noch auf Platz 14. „Na und?“, werden einige jetzt sagen, „Das ist doch immer noch nicht schlecht!“ Doch, das ist es.
mehr »