Digitalkonzerne sind die Gewinner

Quartalsberichte Medien

Bildgrafik: Petra Dressler

Die Pandemie beherrscht auch im neuen Jahr vielfach das Geschehen in der Medienwirtschaft. Am stärksten betroffen sind Sparten, die zeitweise schließen mussten. Dazu zählen Kinos und Buchhandlungen. Auch werbeabhängige Branchen wie Anzeigenblätter, Radio und Fernsehen hatten Umsatzverluste. Andere – Streaming, Onlinewerbung, Musik, Videospiele – konnten von der Situation profitieren. Auch die internationalen Digitalkonzerne gehören zu den Gewinnern, resümiert Gert Hautsch in seinem aktuellen Bericht über das 1.Quartal 2021 in der deutschen Medienbranche.

Bei Bertelsmann stehen tiefgreifende Veränderungen an; gut möglich, dass der Großverlag Gruner+Jahr in die RTL-Gruppe verschoben wird. Unabhängig davon werden sich G+J ebenso wie RTL vom französischen Markt zurückziehen. Die Pandemie hingegen hat den Geschäften von Bertelsmann kaum geschadet, das gleiche gilt für Burda. Und auch ProSiebenSat.1 kam besser durch das vergangene Jahr als befürchtet. Über die Lage bei Axel Springer ist nichts bekannt, denn der Konzern veröffentlicht keine Zahlen mehr. Springers Hauptaktionär KKR weitet derweil seine Aktivitäten auf dem deutschen Medienmarkt weiter aus.

Zwischen Januar und März 2021 sind mindestens 60 Fälle von Übernahmen, Beteiligungen und Gemeinschaftsfirmen mit deutschen Medienunternehmen bekannt geworden. Einige Deals stechen hervor: die Komplettübernahme von RTL II durch Bertelsmann, der Verkauf von SpotX durch die RTL Group, die Übernahme der Buchhandelskette Lehmanns durch Thalia oder der Kauf zweier Radioketten in Irland und Finnland durch Bauer.

 

 

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