Leserbrief: Übers Grab hinaus

„Das Ende der Kuschelpolitik“

in M 01 – 02 / 2007

Der soziale Unfrieden beim Axel-Springer-Verlag zeigt, dass Mathias Döpfner es mit den Werten des Gründers anscheinend doch nicht so genau nimmt, wie er es gerne verkündet.

Schließlich steht im Hausflur eine für alle ersichtliche Büste des geistigen Übervaters mit den Worten: „Ich weiß, daß zum Erfolg der Mitwirkende, der Mitdenkende und Mitfühlende nötig ist, dem ich nie aufhöre zu danken – übers Grab hinaus“. Ein Firmenfairplay, das die Erfolgsstory erst ermöglicht hat, die Berater von außen nun beenden wollen, um sich selbst eine goldene Nase zu verdienen!

 
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Absolution für Döpfner und Betteln beim Staat

Es sei „unstreitig, dass die Diskussion über angebliche Haltungen und Standpunkte des Präsidenten dem Verband nicht gut getan hätten“, ließ der BDZV im Anschluss an seine Präsidiumssitzung am 24. November verlauten. Die Formulierungen in dessen privater Textnachricht seien „selbstverständlich inakzeptabel“, heißt es lapidar. Dies alles sei aber kein Grund, „die sehr erfolgreiche Arbeit des Präsidiums in den vergangenen Jahren in Frage zu stellen“.
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Wichtiges ist ohne Lupe zu finden

Das lange Warten auf den Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien hat sich gelohnt: Suchte man vor vier Jahren wichtige Regelungen für die Medien im Koalitionsvertrag von Union und SPD noch mit der Lupe, finden sich im Regierungsvertrag von SPD, Grünen und FDP gleich viele wichtige Passagen, von denen Medienschaffende direkt und indirekt profitieren werden.
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Anders berichten über Gewalt gegen Frauen

Wenn oranges Licht ganze Fensterreihen erhellt, hat das einen Grund: Unter dem Motto „Orange the World“ startet am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, eine Kampagne gegen die massiven Menschenrechtsverletzungen an Frauen. Auch wir Journalist*innen sollten dazu beitragen, dass sie stärker ins Scheinwerferlicht rücken – durch mehr und vor allem andere Berichterstattung!
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Das Liebesleben gehört uns, nicht Springer

Geht es den Arbeitgeber etwas an, wenn Mitarbeitende eine Beziehung miteinander haben? Sollten sie verpflichtet werden, eine Liaison offenzulegen – wenigstens dann, wenn es sich um Personen auf unterschiedlichen Hierarchiestufen handelt, was zu Interessenskonflikten führen könnte? Nein. Der Arbeitgeber hat weder ein Recht auf Mitteilung noch gibt es eine Pflicht zur Offenlegung. Allein das Ansinnen wäre immense Grenzüberschreitung.
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