Endlich ein Tariferfolg bei Computer Bild

Am 24. Juli wurde in der Hamburg-HafenCity der Erfolg gefeiert.
Foto: Florian Büh

Nach einer insgesamt einjährigen Tarifauseinandersetzung mit mehreren Warnstreiks haben die Gewerkschaften Mitte Juli in Hamburg einen Haustarifvertrag für die Beschäftigten von Computer Bild vereinbaren können. Er sichert von nun an die Steigerung der Effektivgehälter von Journalist*innen und Verlagsangestellten. Der erstmals ausgehandelte Vertrag tritt rückwirkend zum 1. Juli in Kraft.

ver.di und der DJV hätten nun einen Abschluss erreicht, der „allen Redakteuren und Angestellten zu gerechteren Löhnen verhilft“, heißt es auf der für den Tarifkampf gestalteten Beschäftigtenwebseite. Dort wird an die Dauer und Härte der Tarifauseinandersetzung erinnert, die in einem vier Tage dauernden Warnstreik gipfelte.

Die Vereinbarung sieht nun vor, dass die Beschäftigten an den von den Gewerkschaften auf Bundesebene ausgehandelten tariflichen Gehaltserhöhungen für Redakteur*innen und Verlagsangestellte an Zeitschriften teilnehmen. Das bedeutet, dass die in den Flächentarifverträgen für November 2019 vereinbarte Steigerung von zwei Prozent auch für sie wirksam wird.

Mit dem erstmals abgeschlossenen Haustarifvertrag hätten die Beschäftigten des Axel-Springer-Tochterunternehmens „endlich Anspruch auf eine berechenbare Gehaltsentwicklung, etliche unter ihnen haben schon seit Jahren keine Gehaltserhöhung erhalten. Damit ist jetzt Schluss“, erklärte Stefan Endter vom Deutschen Journalisten-Verband. Für ver.di-Fachbereichsleiter Martin Dieckmann beruht der Erfolg „vor allem auf zweierlei: Etwa Dreiviertel aller Beschäftigten sind mittlerweile gewerkschaftlich organisiert – und sie haben sich auf beeindruckende Weise für ihre Forderungen eingesetzt“.

Die Computer Bild Digital GmbH ist ein Tochterunternehmen der Axel Springer SE und das erste von vielen tariflosen Springer-Unternehmen, für das jetzt ein Tarifvertrag vereinbart werden konnte.

 

 

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