Neue Projektzeit: HDS bundesweit aktiv

Karikatur: Johanna Benz

Nach zwei erfolgreichen Jahren startete das Haus der Selbstständigen (HDS) zum Jahresbeginn in eine neue, nun vierjährige Projektlaufzeit. Zentrales Ziel der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) geförderten Einrichtung bleibt die Stärkung von Interessenvertretungen Solo-Selbstständiger.

Nach dem Aufbau eines umfangreichen Angebots für Solo-Selbstständige und ihre Interessenvertretungen mit Fokus auf die ostdeutschen Bundesländer, wird das HDS nun bundesweit aktiv: Anlauf- und Begegnungsstätten wird es außer in Leipzig in Berlin, Hamburg und NRW geben. Neue Projektpartner kommen hinzu. Das sind die Universität Göttingen (Institut für Arbeitsrecht), die Agentur für soziale Innovationen Social Impact, Arbeit und Leben NRW, ArbeitGestalten (Berlin) sowie die Leipziger Kommunikationsagentur zwonull media. Die INPUT Consulting GmbH als Projektträgerin und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bleiben weiterhin zentrale Partner des HDS.

„Mit dieser Bündelung verschiedener Kompetenzen können wir die Angebote des HDS für Solo-Selbstständige und ihre Interessengemeinschaften weiter ausbauen“, erklärte Dr. Anne Röwer vom HDS. Sie verwies auf die schwierige Datenlage zu Solo-Selbstständigkeit, wie unter anderem eine vom HDS in Auftrag gegebene Studie zur Situation Solo-Selbstständiger in Leipzig ergab. „Es wird in den kommenden vier Jahren also auch darum gehen, verwertbare Daten aus diversen Quellen zusammenzuführen und auszuwerten, aber auch Anforderungen zur Verbesserung der Datenlage zu spezifizieren“, so Röwer.

Für Solo-Selbstständige birgt auch der digitale Wandel eine Reihe von neuen An- und Herausforderungen, die das HDS sowohl wissenschaftlich als auch mit Unterstützungsangeboten begleiten will. In Anlehnung an den DGB-Index Gute Arbeit soll für Solo-Selbstständige ein Index zur Erfassung der Arbeitsbedingungen und -qualität entwickelt, erhoben und daraus Handlungsbedarfe abgeleitet werden.

In enger Zusammenarbeit mit seinen Projektpartnern entwickelt das sechsköpfige HDS-Team am Standort Leipzig Angebote in den zentralen Arbeitsfeldern Wissensentwicklung und Wissenstransfer, Beratung und Schlichtung sowie innovative Qualifizierungskonzepte. In den nächsten Monaten wird das HDS sich an seinen vier Standorten weiter als zentraler Kontaktpunkt und Anlaufstelle profilieren und mit Informations-, Beratungs- und Vernetzungsangeboten aufwarten. All dies mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen von Solo-Selbstständigen zu verbessern. Und zwar unabhängig davon, ob diese im analogen oder digitalen Raum tätig sind.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Kino-Streiks zur Berlinale wirken 

Die Streiks während der Internationalen Filmfestspielen Berlin (Berlinale) haben Bewegung in die Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem Kinobetreiber CineStar gebracht. „Die Verhandlungen heute fanden in einer spürbar konstruktiveren Atmosphäre statt als beim letzten Mal“, so ver.di-Verhandlungsführer Andreas Köhn bei der soeben beendeten zweiten Tarifverhandlungsrunde in Berlin.
mehr »

ver.di will Anhebung der Niedriglöhne im Kino

Kein Lohn unter 16 Euro, so lautet die zentrale Forderung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in der aktuellen Tarifauseinandersetzung der Kinobranche. Ziel ist es, für die rund 2.500 Kinobeschäftigten sozial gerechte und existenzsichernde Einkommen zu erreichen, deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn.
mehr »

The Good, The Bad, The Journ@list 

Unter dem Titel „The Good, The Bad, The Journ@list – zwischen Creator Economy, News Fatigue und berufsethischen Standards” findet am 31. Januar 2026 der 38. Journalismustag der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di in Berlin mit rund 200 teilenehmenden Medienschaffenden aus allen Mediengattungen im ver.di-Haus statt.
mehr »

Krawallschleudern in die Schranken weisen 

In der Kontroverse um Äußerungen des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther fordert ver.di, presseethische Standards zu verteidigen und Digitalplattformen in die Medienregulierung einzubeziehen.  
mehr »