Internationales

Kein Land der Zeitungsleser

Im Zuge der aktuellen Entwicklungen in der Medienbranche, die von Zeitungsschließungen, Fusionen und zunehmender Mantelproduktion für mehrere Titel sowie neuen journalistischen Formen im Internet geprägt ist, wird in Deutschland wieder über Möglichkeiten der Presseförderung diskutiert. Auch ver.di ist Frank Bsirske zufolge offen „für alternative Finanzierungsmodelle zum Erhalt der Presse- und Meinungsfreiheit“. Allerdings nicht ohne die Verlage in die Pflicht zu nehmen, selbst in journalistische Qualität zu investieren und auch Bezahlmodelle im Internet – sinnvoll verzahnt mit Print – voranzutreiben, sagte der ver.di-Vorsitzende gegenüber dapd. In anderen…
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Vom Versuch, nicht weiß zu schreiben

Welche Wirklichkeit präsentieren Auslandsreporter? Die Autorin Charlotte Wiedemann hält in ihrem neuen Buch inne und versucht, das schnelle Medienkarussell kurz zu stoppen, um es unter die Lupe zu nehmen.
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Mediendienst Integration

Die Kopftuch tragende Muslima als Sinnbild der türkischen Frauen in Deutschland – Klischees wie diese prägen die Berichterstattung über Migration und Integration, die oft diskriminierend und emotional aufgeladen ist. Wer den neuen „Mediendienst Integration“ zu Rate zieht, erfährt, dass nur 28 Prozent aller Türkinnen in der Bundesrepublik ein Kopftuch tragen, das für diese Bevölkerungsgruppe so „repräsentativ ist wie eine Lederhose in einem Bericht über Deutsche“.
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Folter als Arbeitsmethode

Spanien wurde im Oktober vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg verurteilt, den Direktor der Baskischen Tageszeitung Euskaldunon Egunkaria zu entschädigen. Nach seiner Verhaftung und der Schließung der Zeitung 2003 war Spanien auch der Folteranzeige von Martxelo Otamendi nicht nachgegangen. Das Land habe die Menschenrechtskonvention verletzt, wonach „niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen“ werden dürfe, heißt es im Urteil. Otamendi zeigte sich „zufrieden“, Gerechtigkeit gefunden zu haben. Doch Bitterkeit bleibt: „Es ist billig in Spanien zu foltern“, sagte der Direktor der neuen Zeitung…
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Zaghafter Wandel in Chile

Die Medienlandschaft des südamerikanischen Landes ist zu großen Teilen im Besitz vermögender Familien und ihrer Wirtschaftsimperien. Doch neue Onlineportale und ein landesweiter Radiosender halten dagegen.
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Bei der Berufsausübung getötet

Mehr als 100 Journalistinnen und Journalisten sind von Anfang bis Ende Oktober dieses Jahres in Ausübung ihres Berufes getötet worden. Um diese schockierende Zahl rankte sich ein internationales Gipfeltreffen zum Thema Sicherheit für Journalisten in Nürnberg. Das Exekutivkomitee der Internationalen Journalisten-Föderation (IJF) hatte dazu auch Vertreter/-innen weiterer Organisationen eingeladen.
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Kameramänner in Gaza getötet

„Reporter ohne Grenzen (ROG) ist entsetzt über den Tod zweier Kameramänner im Gazastreifen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Organisation. Das Fahrzeug der Journalisten, die für den zur Hamas gehörenden Fernsehsender Al-Aksa-TV arbeiteten, sei in Gaza-Stadt gezielt von der israelischen Luftwaffe beschossen worden.
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EU-Parlament: Schluss mit Buy-out-Verträgen

Das Europäische Parlament fordert, dass Maßnahmen ergriffen werden, um die rechtliche Position von Urhebern und ausübenden Künstlern zu garantieren, sie „fair“ und „angemessen“ zu vergüten und die Praxis der Buy-out-Verträge zu beenden. Diese Forderungen finden sich in einem Beschluss zum „Grünbuch über den Online-Vertrieb audiovisueller Werke“ vom 11. September. Ein Grünbuch ist in der EU Grundlage, Begründung und erster Schritt zur Einleitung gesetzgeberischer Maßnahmen.
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Risse im Schwarz-Weiß-Bild

Der Flug der Kugel klingt beinahe wie Vogelgezwitscher, das allerdings viel zu schnell vorbeirauscht. Dann der untrügliche trockene Knall des Abschusses, der durch den Schall erst nach Sekundenbruchteilen zu hören ist. Ein Scharfschütze ist mit einem russischen Dragonov-Gewehr am Werk und nützt das Licht der Abenddämmerung. Danach folgen mehrere Kalaschnikowschüsse. An eine Weiterfahrt durch Bab Spa, einem von den Rebellen gehaltenen Stadtteil von Homs, ist nicht mehr zu denken. „Mit den Scharfschützen ist es besser geworden“, erklärt uns Schazine, eine junge Armenierin, die im Büro des Gouverneurs arbeitet. „Früher gab es etwa fünf Tote oder Verwundete, heute sind es nur…
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Der Weg einer Dose Ravioli

Die Nordischen Filmtage Lübeck gelten als das wichtigste Schaufenster für nordeuropäische und baltische Filme außerhalb Skandinaviens. Die 54. Auflage fand vom 31. Oktober bis zum 4. November 2012 statt. Acht Preise wurden in den Kategorien Spielfilm, Dokumentarfilm, Kinder- und Jugend- sowie Kurzfilm verliehen. Um den Dokumentarfilmpreis der Lübecker Gewerkschaften konkurrierten in diesem Jahr 15 Filme. Die vom DGB gestiftete Auszeichnung ist mit 2.500 Euro dotiert.
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Stimme des Widerstands

Vor einem Jahr, am 6. Dezember 2011 wurde die Journalistin Luz Marina Paz ermordet. Es war der 18. Journalistenmord in Honduras in nur knapp zwei Jahren. Als Reaktion auf Paz’ Tod bildete sich die Gruppe „Journalistinnen für den Frieden und die Meinungsfreiheit“. Die Journalistinnen zogen wenige Tage später wütend vor den Präsidentenpalast. Sie dringen seither auf die Aufklärung der Morde an ihren Kolleginnen und Kollegen.
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Landesweite Aktionen

Dass es bei Tarifverhandlungen quietscht und kracht, ist nicht neu. Dass sich Verhandlungen über fast vier Jahre hinziehen und dazwischen auch schon mal zu einer landesweiten Demonstration führen, kann jedoch als eher ungewöhnlich bezeichnet werden. So geschehen in Österreich bei den Journalistinnen und Journalisten, die seit Jahren in intensivem Kampf um den rechtlichen Rahmen ihrer Tätigkeit stehen.
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Massenentlassungen bei El País

Der spanische Prisa-Konzern hat am 11. November per E-Mail die ersten Kündigungen an 52 Kollegen der Zeitung El País in Madrid gesandt. Ein dreitägiger Streik der Redaktion vom 6. bis 8. November konnte Prisa nicht zur Rücknahme der Kündigungen bewegen. Der Betriebsrat der Zeitung spricht von gravierenden Fehlern, die von der Konzernleitung begangen wurden. Nun müssen die Journalisten mit dem Verlust des Arbeitsplatzes dafür zahlen.
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Der Traum vom großen Bild

Es war der kürzeste Weg zum Erfolg. Etwa so erklärt der britische Fotograf Don McCullin in einem Gespräch mit dem ZEIT-Reporter Peter Sager seine Entscheidung, mit der Kamera in den Krieg zu ziehen: „Ich wollte auf die große Bühne, als Fotograf international bekannt werden.“ Dabei war McCullin durch seine Porträts und Sozial-Reportagen, die im Observer erschienen, in England schon ein anerkannter Fotoreporter. Aber das reichte dem Mann aus Finsbury Park nicht, einem heruntergekommenen Viertel im Norden Londons. Hier war er in ziemlicher Armut groß geworden und hatte die übliche Getto-Karriere durchlaufen, war Mitglied einer Straßenbande und häufig in Schlägereien…
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Presse-Verfolgung ohnegleichen

 Die Türkei stellt traurige Rekorde auf: 10.000 politische Häftlinge waren zeitweise im Hungerstreik. Er überlagerte das Interesse an dem großen Journalisten-Prozess, der Mitte November, in Silivri bei Istanbul, fortgesetzt wurde (M7/2012). Das in New York ansässige Internationale Komitee zum Schutz von Journalisten (Committee to protect Journalists, CPJ) resümiert: „In den 27 Jahren, in denen das CPJ über Journalisten in Gefängnissen berichtet, hat nur die Türkei selbst das Ausmaß der jüngsten Presse-Verfolgung übertroffen. 1996 inhaftierten die türkischen Behörden 78 Journalisten“. Derzeit sind es nach Erkenntnissen des CPJ „nur“ 76. Damit liege die Türkei vor…
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Leserbrief: Im Kriegseinsatz nichts verloren


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