Medienpolitik

Frischlinge und alte Hasen am Bodensee

Mitte Januar trafen sich mehr als 40 ver.di-Mitglieder der Fachgruppe Rundfunk/AV-Medien am Bodensee, allesamt Vertreterinnen und Vertreter aus den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in der Hermann-Albrecht-Klinik auf der Mettnau in Radolfzell.
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Mainzer Tage der Fernsehkritik – ein unkritisches Forum

Mit der gewerkschaftlichen Vertreterin in der Landesmedienanstalt Hessen, Marita Eilrich, sprach Gitta Düperthal über die Entwicklung der Medienkritik.
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Das neue Urhebervertragsrecht: Sieg oder Niederlage?

Das neue Urhebervertragsrecht ist durch den Bundestag. Schon vor der Beschlussfassung wurde der ursprüngliche Entwurf so gerupft, dass wohl auch die renitenten auf ihre "Medienstandorte" bedachten roten Landesfürsten nicht mehr bocken werden; mittlerweile hat denn auch der Rechtsausschuss des Bundesrats das Gesetz passieren lassen. Die Hoffnung, dass ein dreieinhalb Jahrzehnte altes Versprechen eingelöst und die "vertragliche Stellung von Urhebern und ausübenden Künstlern" verbessert wird, scheint endlich begründet. Es ist also Zeit für eine erste Bewertung und damit Platz für vielfältige Meinungsäußerungen, die bekanntlich unsere Verfassung alle in gleicher Weise schützt.…
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Strukturhilfe für bedrohte ARD-Sender

Klaus-Peter Hellmich, Vorsitzender der Fachgruppe der Rundfunkleute in ver.di, übergab Ende Januar dem ARD-Vorsitzenden Fritz Pleitgen in Bremen bei einer Aktion von etwa 150 Beschäftigten aus allen ARD-Sendern einen "Offenen Brief". Anlass der Aktion war eines der regelmäßigen Arbeitstreffen aller ARD-Intendanten.
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Mehr TV-Frauen à la Bella Block und mehr Chefinnen in den Medien

"Verändern Frauen den Journalismus?" Dieser Frage ist inzwischen in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen nachgegangen worden. Auch eine neuere Studie zu Frauen in Führungspositionen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat versucht, Licht ins Dunkel der schwer nachzuweisenden Vermutungen zu bringen. Das Ergebnis: die Entwicklung hat die Frage überholt.
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Neue Helbert-Postille mit „Sex plus Gewalt plus Lüge“

Noch reißerischer. Härter. Viel aggressiver als die "Bild" soll sie sein, die Wochenzeitung "X-News" von Ex-Coupé-Verleger Klaus Helbert. Am 21. Februar kam die erste Nummer raus - 72 Seiten stark im Format der "Bild am Sonntag". Startauflage: Stolze 1,2 Millionen Exemplare.
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Was regelt das neue Gesetz?

Durch das "Gesetz zur Stärkung der vertraglichen Stellung von Urhebern und ausübenden Künstlern" werden eine Reihe von Paragrafen in das Urheberrechtsgesetz (UrhG) neu eingefügt oder geändert. Quasi als Programmsatz für das gesamte Gesetz heißt es in § 11 nun: Das Urheberrecht "dient zugleich der Sicherung einer angemessenen Vergütung für die Nutzung des Werkes."
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Heldinnen in Not geratener Männlichkeit

Die Biografien von Männern und Frauen verlaufen heute nicht mehr nur nach traditionellen Mustern - das scheint auch im Mainstream-Kino feststellbar.
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Bildbox für Millionen

MARL. Eine "Bildbox für Millionen" hat das Adolf Grimme Institut aufgelegt - eine CD-ROM zur deutschen Fernseh- und Mediengeschichte in Bild, Text und Ton. In 17 Themenräumen wurden neben etlichen Videosequenzen 350 Fotos, 124 Biografien, Interviews, vertiefende Texte, Tabellen, Senderprofile und Tondokumente aufbereitet. Eine chronologische Zeitleiste dokumentiert mit 600 Einträgen mediengeschichtliche Daten, Fakten, Entscheidungen. Preis der CD-ROM: 15 E Kontakt: Adolf Grimme Institut, Eduard-Weitsch-Weg 25, 45768 Marl, Telefon 0 23 65 / 91 89-0. Nähere Informationen und Bestellmöglichkeit: www.grimme-institut.de.
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Anteil der Frauen an Führungspositionen

    Insgesamt Männer Prozent Frauen Prozent 1984 / 1985 166 165 99,4% 1 0,6% 1990 / 1991 188 184 97,8% 4 2,2% 1992 / 1993 198 185 93,2% 13 6,8% 1994 / 1995 167 153 91,6% 14 8,4% 1996 / 1997 171 150 87,7% 21 12,3% 1999 ca. 170 ca. 144 ca. 84,7% 26 ca. 15,3% 2001 ca. 170 ca. 139 ca. 81,7% 31 ca. 18,3%   Quelle: Internationale Handbücher für Hörfunk und Fernsehen, Zimpel, eigene Recherchen, eigene Berechnung
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Reform nach und nach gekappt


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Hochgekochter Alarmismus

"Wieviel an Freiheit darf geopfert werden, um die Freiheit zu verteidigen?", fragte der Wiener Philosophieprofessor Konrad Paul Liessmann, einer der wenigen Kritiker bei den Mainzer Tagen der Fernsehkritik, die sich Biss bewahrt haben. Liessmann schlug den Fernsehmachern vor, in den Spiegel zu schauen. "Das Böse" sei nämlich keinesfalls nur im islamischen Kulturkreis zu vermuten, wie im Fernsehen seit dem 11. September vielfach kolportiert. "Das Böse ist immer und überall", mahnte Liessmann fröhlich respektlos. Dass die Fernsehmacher sich allerdings bloß einmal in ihrer näheren Umgebung umschauen müssten, um zu sehen, welche Folgen permanent unkritisch übernommene Bush-Zitate von…
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Staatsvertrag mit Fallstricken

Seit Ende Januar regiert in Berlin eine rot-dunkelrote Koalition aus SPD und PDS. Wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen gab es auch in der Medienpolitik erstaunlich wenige Dissonanzen zwischen den beiden Partnern. Ein großer Wurf sind die medienpolitischen Absichtserklärungen angesichts leerer Kassen allerdings nicht.
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Presserat wählte neuen Sprecher

Der Deutsche Presserat hat Kay E. Sattelmair am 20. Februar 2002 in Bonn zu seinem neuen Sprecher gewählt. Er löst damit turnusgemäß nach einem Jahr den amtierenden Sprecher des Gremiums, Manfred Protze (ver.di, Fachbereich Medien, dju), ab. Kay E. Sattelmair ist Verlagsgeschäftsführer der Welt-Gruppe im Axel Springer Verlag und gehört als Vertreter des BDZV dem Deutschen Presserat seit 1995 an. Zur stellvertretenden Sprecherin wählte der Presserat Dr. Ilka Desgranges (DJV), Redaktionsleiterin der Saarbrücker Zeitung. Zum neuen Vorsitzenden des Trägervereins des Deutschen Presserats wurde Benno H. Pöppelmann, Justitiar des DJV, gewählt.
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Furcht, aber kein Mitleid

Der Vorhang ist noch nicht gefallen. Der letzte Akt noch nicht vorbei. Schon jetzt aber kann man sagen, dass die Akteure des Trauerspiels "Wie finden wir einen Intendanten" ihre Rollen nicht bewältigt haben. Bereits die Anlage des Dramas macht einen glücklichen Ausgang unwahrscheinlich.
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Presserat-Rüge für den „Stern“

Magazin ließ es an gebotener "Sorgfalt bei der Prüfung des Wahrheitsgehalts" fehlen
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