Medienbranche in Bewegung

Berliner Verlagsgebäude
Foto: Axel Springer Verlag

Einen dynamischen Medienmarkt im Wandel beschreiben die Berichte zur Entwicklung der deutschen Medienwirtschaft für das dritte Quartal 2019: Bei Axel Springer hat Finanzinvestor KKR fast die Hälfte des Kapitals gekauft. Bei ProSiebenSat.1 wird über die Pläne des neuen italienischen Großaktionärs Mediaset spekuliert. Und in der Hauptstadt hat DuMont mit dem Verkauf des Berliner Verlags seinen Ausstieg aus dem Zeitungsgeschäft begonnen.

Bertelsmann freut sich derweil über steigende Umsätze und auch die Buchbranche kann leichte Zuwächse verzeichnen. Bei den audiovisuellen Medien hält wie schon in den vergangenen Monaten der Vormarsch des Streamings an und auf dem Kabelmarkt ist nach der Übernahme von Unitymedia durch Vodafone ein Monopolist und neuer mächtiger Medienkonzern entstanden.

Insgesamt wurden zwischen Juli und September 2019 41 Übernahmen, Beteiligungen und Gründungen von Gemeinschaftsunternehmen bekannt, bei denen deutsche Medienunternehmen als Akteure auftraten. Neben kleineren Deals gab es etliche bedeutende. Herausragend sind der Erwerb von 42,5 Prozent Springer-Aktien durch KKR und die Übernahme von Unitymedia durch Vodafone. Zu nennen sind auch der Verkauf des Portals NetDoktor von Holtzbrinck an Burda und die Gründung einer Gemeinschaftsredaktion durch drei westfälische Zeitungsverlage.

Wenig Grund zur Freude gibt es für Zeitungen und Zeitschriften, die weiterhin unter Auflagenschwund leiden. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt für journalistische Berufe hat sich hingegen leicht verbessert.

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