Medienwirtschaft

Quo vadis, Berliner Verlag?

Noch am Vorabend der Vertragsunterzeichnung hatten Belegschaft, Betriebsrat und Gewerkschaften leidenschaftlich vor dem Verkauf des Berliner Verlags an das britisch-amerikanische Konsortium gewarnt. Verdi-Vizechef Frank Werneke verwahrte sich dabei gegen den Vorwurf angeblicher „Ausländerfeindlichkeit“. Zwar sei das Engagement von – auch internationalen – Finanzinvestoren kein Novum in der deutschen Wirtschaft, wohl aber in der Zeitungsbranche.
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Verkaufsgespräche für Frankfurter Rundschau

HAMBUG / FRANKFURT. Die SPD-Medienholding DDVG hat mit Gesprächen über den Verkauf der Tageszeitung Frankfurter Rundschau (FR) begonnen. Ziel sei es, die Mehrheit an der FR im Laufe des kommenden Jahres zu verkaufen, sagte SPD-Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier Anfang November in Hamburg.
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Schweriner Zeitungsverlag droht mit 100 Entlassungen

SCHWERIN. 100 der gut 340 Mitarbeiter des Schweriner Zeitungsverlages, der zu den größten Arbeitgebern in der Stadt zählt, sollen entlassen werden. Alternativen gibt es für die 50 Mitarbeiter in der Druckerei und die 50 in der Redaktion ­keine, zumindest nicht in Schwerin.
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Aus für Beschäftigte von TV Today

HAMBURG. TV-Today soll künftig auch von TV Spielfilm redaktionell betreut werden, verkündete Burda Ende Oktober. Von den 40 Beschäftigten der TV Today-Redaktion in Hamburg sollen zehn bleiben dürfen.
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Im Zeichen des Rotstifts

Bei Gruner + Jahr wird weiter an der Sparschraube gedreht. Bereits vor einigen Monaten wurden die Schlussredaktionen von Gala und Frau im Spiegel aufgelöst, im August erhielten sechs Beschäftigte von Brigitte Young Miss ihre Kündigungen, sechs befris­tete Verträge wurden nicht verlängert.
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Weitere Lokalausgaben der taz geschlossen

HAMBURG. Nachdem der Verlag der Tageszeitung die Lokalteile Köln und Ruhr eingestellt hat und dort nun nur noch die Nordrhein-Westfalen-Beilage der taz erscheint, droht den Lokalredaktionen samt Verlag im Norden das gleiche Schicksal.
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taz schließt Verlagsstandort

Die taz will ihren "Verlagsstandort Hamburg" stilllegen, so die Information der Geschäftsführung.
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100 Prozent Springer

Die Axel Springer AG wird neuer Mehrheitseigner der ProSiebenSat.1-Gruppe. Sie stockt ihre Beteiligung von derzeit rund 12 Prozent auf 100 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien und auf 25 Prozent der nicht stimmberechtigten Vorzugsaktien auf. Der Erwerb der Anteile von der Investorengruppe um Medienmilliardär Heim Saban für 2,5 Milliarden Euro steht unter dem Vorbehalt der kartell- und medienaufsichtsrechtlichen Freigabe.
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Auf Leserfang

Seit gut einem Jahr versuchen die drei Verlage Holtzbrinck, Axel Springer und Neven DuMont mit so genannten Tabloids neue und verlorengegangene Käuferschichten (zurück) zu erobern. Insgesamt sechs Titel gibt es auf dem Markt, jüngstes Produkt ist "20 Cent Saar" aus dem Hause Holtzbrinck.
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Personalkürzungen bei Bertelsmann-Buchclub

Geschäftsleitung und Betriebsrat der defizitären deutschen Bertelsmann-Buchclubs haben sich auf Personaleinsparungen zur Kostensenkung geeinigt. Der Club müsse sich von 70 der insgesamt 1.500 Mitarbeiter trennen, teilte das Unternehmen Ende April mit. Auf betriebsbedingte Kündigungen solle möglichst verzichtet werden. Ausgenommen seien Mitarbeiter, die den seit 1999 abgeschlossenen Standortsicherungsvereinbarungen nicht beigetreten waren. Ein Sozialplan sehe "umfassende Kompensationen" vor.
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Steiniger Pfad zum „Traumjob“

In der Berufswahl stehen Jobs beim Fernsehen für viele junge Menschen hoch im Kurs. Um den Einstieg in ein Arbeitsfeld zu finden, dem immer noch ein Hauch des Exklusiven anhängt, sind Praktika, Volontariate und Umschulungen auch bei kleinen Lokal-TV-Sendern heiß begehrt. Deren schwierige finanzielle Situation und eine oft geringe unternehmerische Qualifikation der Betreiber führen jedoch häufig zu Ausbeutung pur - wie ein Erfahrungsbericht vom Brandenburger Oberhavel-TV (OHV-TV) zeigt.
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Gewerkschaftliche Monatshefte eingestellt

BERLIN/HAMBUG. Nach 55 Jahrgängen hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die von ihm herausgegebenen Gewerkschaftlichen Monatshefte eingestellt. In der jetzt erschienenen letzten Ausgabe 11 - 12 / 2004 begründet der DGB-Vorsitzende Michael Sommer diese Entscheidung mit dem dramatischen Einbruch der Auflage in den vergangenen Jahren.
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Das Ende der überregionalen DDR-Tageszeitungen

Für die neuen überregionalen Tageszeitungen der DDR bedeutete die deutsche Einheit den Anfang vom Ende. Die ehemaligen Sprachrohre von Massenorganisationen und Blockparteien wurden zwar in der Regel von Westverlagen übernommen - um jedoch wenig später eingestellt zu werden.
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Burdas Abschied

Mit Spannung verfolgten Mitarbeiter, ver.di, Betriebsräte und Wettbewerber, wer die Schweriner Volkszeitung von Burda kauft. Die möglichen Interessenten: Holtzbrinck, Springer und der Schleswig-Holsteiner Zeitungsverlag. 340 Beschäftigte bekommen jetzt einen neuen Brötchengeber: den Zuschlag erhielt der Schleswig-Holsteiner Zeitungsverlag, kurz SH:Z. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart, gemunkelt wird in der Branche von 65 Millionen Euro.
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Geölte Bahnen

Der Soziologe Hersch Fischler veröffentlichte 2004 gemeinsam mit Frank Böckelmann das Buch "Bertelsmann. Hinter der Fassade des Medienimperiums" im Eichborn-Verlag. 1998 hatte er enthüllt, dass das Unternehmen während der Zeit des Nationalsozialismus nicht wie behauptet Widerstand leistete. Auslöser für seine damaligen Recherchen war, dass es einem Sternredakteur 1992 untersagt wurde, neue Dokumente zum Reichstagsbrand zu publizieren, welche die Spiegel-Enthüllung der Alleintäterschaft Marinus van der Lubbes erschütterten. Bertelsmann ist an beiden Publikationen über Gruner + Jahr beteiligt.
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Expansionsdrang in Gütersloh

In Polen, Tschechien und Ungarn haben westeuropäische Medienkonzerne rund 80 Prozent der Presse aufgekauft. Mit der EU-Osterweiterung richtet sich der Blick nun auf zwei große neue Nachbarn: die Ukraine und Weißrussland. Die Bertelsmann-Stiftung legte kürzlich ein Strategiepapier vor, das unter dem Titel "In Richtung einer kohärenten EU-Strategie für Weißrussland" einen Regimewechsel in Lukaschenkos Weißrussland anstrebt.
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