Medienwirtschaft

Für mehr Rendite

Die Entlassungswelle in den Zeitungsverlagen rollt weiter. 65 Arbeitsplätze sollen bei der Rheinischen Post in Düsseldorf abgebaut werden, etwa 130 bei der Handelsblatt-Gruppe an den Standorten Düsseldorf und Frankfurt / Main. Mitarbeiter und Betriebs­räte wurden von den Ankündigungen überrascht, in außerordentlichen Betriebsversammlungen äußerten sie Zorn und Empörung, direkter im Ton beim Regionalblatt, etwas distinguierter bei den Wirtschafts­jour­nalisten.
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Bettelbrief an Flickr-Benutzer

Die Foto-Community Flickr hat nach eigenen Angaben über drei Millionen registrierte Benutzer. Die meisten sind Amateurfotografen. Die Flickr-Benutzer wollen Gemeinschaft und weniger die Vermarktung. Die öffentlichen Fotos sind bei Flickr frei verfügbar, unterliegen aber einem Copyright. Das professionelle Lifestyle-Magazin Max hat in der Flickr-Gruppe „germany“ eine Diskussion unter der Überschrift „Kostenlose Fotos für MAX“ ausgelöst.
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Berufsrolle im Wandel

M | Der so genannte Bürgerjournalismus boomt. Blogs und „Leser-Reporter“ treten in Konkurrenz zu den Profis. Wie schätzen Sie diesen Trend ein?
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FR mit neuem Besitzer

Die Kölner Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg (MDS) hat von der SPD-Medienholding, der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft mbH, Hamburg (DDVG), 50 Prozent der Anteile und eine Stimme an der Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH erworben. Der Kaufpreis soll mindestens 35 Millionen Euro betragen. Damit ist MDS neue Mehrheitseignerin und Stimmführerin der Frankfurter Rundschau. Die DDVG hält noch 40 Prozent der Anteile, die Karl-Gerold-Stiftung 10 Prozent. Das Bundeskartellamt gab im August grünes Licht für das Geschäft.
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Claims neu abgesteckt

Auf dem Zeitungsmarkt des Ruhrgebiets ist nichts mehr wie es einmal war. Aus den ehemals konkurrierenden Verlagshäusern sind still und heimlich Geschäftspartner geworden – mit Folgen für den publizistischen Wettbewerb und die Pressevielfalt im bevölkerungsreichen Ruhrgebiet.
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Göttinger Wochenzeitung gibt noch nicht auf

Die Göttinger Wochenzeitung, Deutschlands einzige genossenschaftlich organisierte Lokalzeitung, kämpft um ihr wirtschaftliches Überleben. Vorstand und Geschäftsführung der Verlagsgenossenschaft Göttinger Wochenzeitung eG haben am 10. Juli beim Amtsgericht Göttingen Insolvenz angemeldet. Das Erscheinen der Zeitung wurde bis auf Weiteres eingestellt.
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Arbeitsplatzabbau bei Springer

Die Axel Springer AG will bis 2009 im Verwaltungsbereich des Medienkonzerns 421 Arbeitsplätze abbauen oder auslagern. Nach Unternehmensangaben sollen 266 Stellen vollständig wegfallen. Ausgelagert werden sollen weitere 155 Arbeitsplätze in Systemtechnik, Buchhaltung und sonstigen Diensten.
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Billige Reporter


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Mit eigenem Stil und Zweck

In England war es bereits 2005 das Wort des Jahres, hierzulande haben sich in diesem Frühjahr die Fans in einem Verband zusammen gefunden: Podcasting ist der jüngste Medientrend. Von Massenmedium kann noch keine Rede sein, aber der erste Podcastday 2006 war ein voller Erfolg.
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Sonntag Aktuell dezimiert

Das endgültige Aus für die Sonntag Aktuell, die bis dato zweitgrößte deutsche Sonntagszeitung, ist abgewendet. Jedoch: Auflagenstarke Partner brechen weg, drei der vier Regionalausgaben stehen weiterhin auf der Kippe. Überdies hat sich die Informationspolitik des stimmgewaltigsten Partnerverlags als fragwürdig entpuppt. Die Stuttgarter Presseunion GmbH bleibt in Erklärungsnot.
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Multimediale Ballerei

Fußball ist längst nicht mehr die von Sepp Herberger als „schönste Nebensache der Welt“ romantisierte Disziplin. Fußball ist Big Business. Für die kommende WM kassiert der Weltverband FIFA allein aus Europa gut 500 Millionen Euro der weltweit 1,1 Milliarden Euro Rechteeinnahmen. Bei der WM 2010 in Südafrika dürften diese Beträge sich abermals verdoppeln. Auch in der Fußball-Bundesliga liefern sich Sender, Klubs und Vermarkter regelmäßig einen heftigen Millionenpoker um die mittlerweile immer stärker fragmentierten Rechte.
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Weit und breit kein Wegweiser

Die gesamte Medienlandschaft befindet sich im Umbruch. Ausländische Investoren drängen in den Kabel- und Fernsehmarkt und übernehmen Tageszeitungen. Fernsehen und Computer sind dabei, miteinander zu verschmelzen. Mit einem Digital-Decoder kann man Hunderte von Sendern empfangen. Otto Normalverbraucher hat längst den Überblick verloren. Sein technisches Verständnis endet in der Regel beim 16:9-Flachbildfernseher. Er hat zwar mitbekommen, dass sein neues Gerät „HD-ready“ sein sollte, aber was das heißt, weiß er nicht; mit Abkürzungen wie DVB-T kann er in der Regel ohnehin nichts anfangen.
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UfA-Palast vor Abriss

Der traditionsreiche UfA-Palast Hamburg stellt zum 31. Mai den Spielbetrieb ein und wird zum 30. Juni gänzlich geschlossen. Danach geht das Multiplexkino am Gänsemarkt in der Innenstadt von Hamburg an die Immobilieneigentümerin, die Investmentfirma „The Carlyle-Group“, zurück.
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Schrumpfmodell

Nach monatelangem Streit um das Überleben der taz-Lokalteile Hamburg und Bremen ist jetzt ein Kompromiss gefunden worden: Die Lokalseiten wurden eingedampft, aber nicht völlig weggespart.
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Flurbereinigung

Der hohe Besuch hatte sich höflich angekündigt: Mit der Schließung dreier Lokalredaktionen der Ruhr Nachrichten (Bottrop / Gladbeck / Gelsenkirchen) beginne für die Buersche Zeitung (BZ) eine „neue Zeitrechnung“, über die man reden müsse. Als Verleger Kurt Bauer, Besitzer des gleichnamigen Zeitungshauses in Marl, dann am 30. März in der Gelsenkirchener Hagenstraße erschien, waren die Beschäftigten sprachlos. Sie erhielten pünktlich zum Quartalsende ihre Kündigung.
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Kein Hexeneinmaleins

Das 25jährige Jubiläum der Tutzinger Medientage bot Anlass für berechtigte und einträchtige Würdigung, so durch den Intendanten des bayerischen Rundfunks Thomas Gruber und den Präsidenten der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) Wolf-Dieter Ring. Weniger einträchtig ging es bei den Diskussionen zum Thema „Das große Monopoly – Medienmarkt Deutschland“ zu.
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