Weiße Flecken auf der Weltkarte

Philipp Hedemann wurde bei Recherchen zu einem Alphabetisierungsprojekt am Wenchi-Krater in Äthiopien vom achtjährigen Kalbesa per Tablet gefilmt. Hedemann ist einer von 49 bei Weltreporter.net zusammengeschlossenen Journalisten. Das größte Netzwerk freier deutschsprachiger Auslandskorrespondenten berichtet aus mehr als 160 Ländern.
Foto: Philipp Hedemann

Zur Krise der Auslandsberichterstattung in deutschen Zeitungen        

Die Medienkonzentration wächst, weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit. Zentralredaktionen beliefern Dutzende von Zeitungen mit identischem überregionalen Content. Die Auslandsberichterstattung wird ausgedünnt, Korrespondenten werden aus festen Verträgen entlassen. Die Welt wird kleiner, zumindest in der deutschen Regionalpresse. In Zeiten der Globalisierung eine paradoxe Entwicklung.

Zum Beispiel DuMont. Die sechs Blätter der Kölner Mediengruppe, darunter der Kölner Stadtanzeiger und die Berliner Zeitung, bekommen seit dem 1. Oktober vergangenen Jahres alle überregionalen Inhalte vom Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) aus dem Madsack-Verlag in Hannover geliefert. Ein klarer Fall von Pressekonzentration. Durch diesen Deal wurden unter anderem die DuMont-Auslandskorrespondent*innen überflüssig: Ihnen waren schon Monate zuvor die Pauschalistenverträge gekündigt worden.

Das RND versorgt mittlerweile mehr als 50 deutsche Tageszeitungen mit einer Gesamt-Auflage von mehr als 2,3 Millionen Exemplaren. Damit erreicht es werktäglich rund sechs Millionen Leser*innen. Für die meisten ehemaligen DuMont-Auslandskorrespondent*innen hatte Madsack keine Verwendung mehr. „Bedauerlich“, findet auch Gordon Repinski, Leiter des Hauptstadtbüros vom Redaktionsnetzwerk Deutschland; aber aus wirtschaftlichen Gründen ein leider unumgänglicher Schritt. „Einen Ungarn-Korrespondenten hätte ich zum Beispiel auch gern“, sagt er kürzlich auf einer Tagung der Bundespressekonferenz, „aber das geht nur, wenn wir wieder doppelt so viele Leser haben wie jetzt im Moment“. Nach Lage der Dinge eher ein frommer Wunsch. Schließlich verliere die Zeitungsbranche Jahr für Jahr drei bis fünf Prozent an Auflage. Und bei den Anzeigen teilweise sogar zweistellig.

Einigen der betroffenen Korrespondent*innen wurde eine Weiterbeschäftigung angeboten. Selbstredend zu wesentlich schlechteren Konditionen. Unter den Betroffenen kursiere eine Liste der vorgesehenen Texthonorare, berichtete Gemma Pörzgen unlängst in „Übermedien“. Demnach solle ein Text bis 4000 Zeichen mit 100 Euro bezahlt werden, eine Seite-3-Geschichte oder eine Doppelseite am Sonntag mit 400 Euro. Zeilengeld statt Pauschale? Dumpingmethoden, findet Cornelia Berger, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Journalistinnen-und Journalisten-Union. Dies habe fatale Folgen auch für die publizierten Inhalte: „Wer mit einem einzelnen Honorar abgespeist wird, recherchiert nicht mehr lange die Hintergründe, das kann sich niemand leisten.“

„Völlig indiskutabel“ findet auch Pauline Tillmann die Zeilenhonorare von Regionalzeitungen. Allenfalls bei Mehrfachverwertung könnten Auslandsreporter*innen so ihre Unkosten einspielen. Die Journalistin arbeitete selbst vier Jahre lang als freie Korrespondentin in St. Petersburg. 2015 gründete sie das Startup „Deine Korrespondentin“, ein Netzwerk von Auslandsreporterinnen, die Reportagen über „starke Frauen weltweit“ anbieten. Anders als manche Print-Kolleg*innen mag sie nicht in das allgemeine Lamento einstimmen.

Angesichts der zunehmenden Streichung fester Stellen sieht sie sogar tendenziell eher gute Zeiten für freie Auslandsberichterstatter*innen. Wer qualifiziert und in „seiner“ Region gut vernetzt sei, könne sich „die Redaktionen im Prinzip aussuchen“. Dabei sei es allerdings hilfreich, öffentlich-rechtliche Sender und das eine oder andere besser zahlende Magazin eines großen Verlags im Portfolio zu haben. Zwecks Verbesserung der eigenen Marktposition investiert „Deine Korrespondentin“ verstärkt in multimediale Fortbildung: Radioproduktionen, kurze Videos, Mobile Reporting.

Die Welt in den Regionalzeitungen schrumpft, vor allem aus ökonomischen Gründen. Nutznießer dieser Entwicklung ist speziell die dpa, die Deutsche Presse-Agentur. Der Bedarf an Auslandsberichterstattung habe zugenommen, registriert Chefredakteur Sven Gösmann (siehe Interview unten). Das habe natürlich mit der Ausdünnung der Präsenz anderer Medien zu tun. In den meisten Regionen gebe es neben der dpa nur noch ARD, ZDF sowie einige überregionale Printtitel.

161 Büros hat die dpa, davon rund 100 im Ausland. An die 80 festangestellte fremdsprachige Redakteur*innen kümmern sich um die Auslandsberichterstattung. Unterstützt werden sie von einer Reihe Pauschalist*innen sowie von sogenannten Stringern, die gelegentlich von verschiedenen Orten in dem meist großen Berichtsgebiet zuarbeiten. Dabei soll nicht nur die Chronistenpflicht erfüllt, sondern auch Hintergrund geliefert werden.

Stücke jenseits der tagesaktuellen Berichterstattung haben es erfahrungsgemäß schwerer als der übliche Mix aus Krieg und Krise. Der Tagesspiegel, das Hauptstadtblatt mit überregionalem Anspruch, sieht sich als eine der wenigen Zeitungen, die sich dem allgemeinen Trend zur Kürzung der Auslandsberichterstattung widersetzt. „Ich beobachte diesen Druck bei vielen Regionalzeitungen“, sagt Christoph von Marschall, laut Impressum „Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion“ und selbst langjähriger USA-Korrespondent des Blattes. Für den Tagesspiegel gelte das „eigentlich nicht“. Dies sei Ergebnis einer Prioritätensetzung der Chefredaktion.

„Für bestimmte Dinge muss das Geld da sein, auch unter Kostendruck, und dazu gehört die Auslandsberichterstattung, dazu gehört auch der Korrespondentenposten in Washington.“ Ein Posten, den der Tagesspiegel erst im vergangenen Jahr wieder eingerichtet hat. Es ist allerdings das einzige Büro mit einer Einzelkorrespondentin. Die meisten Auslandsmitarbeiter sind Sammelkorrespondenten, bedienen also diverse Titel. Über die Jahre habe sich hier eine „neue Mischung“ etabliert „zwischen festen Korrespondenten, Sammelkorrespondenten, individueller Reisetätigkeit oder von außen angebotener organisierter Reiseberichterstattung“.

Eine neue Entwicklung, so konstatiert Marschall, seien auch internationale Rechercheteams, die – wie im Fall der Panama Papers – Themen aufgreifen, mit denen einzelne Redaktionen überfordert wären – auch ökonomisch. 2015 noch hatte der Tagesspiegel der Mehrzahl seiner freien Korrespondent*innen die Monatspauschalen gekündigt, was in der Szene für einigen Aufruhr sorgte. Das habe seinerzeit „budgetäre Gründe“ gehabt und sei mittlerweile weitgehend korrigiert, beteuert Marschall. Eine ökonomische Grundsicherheit sei schließlich wichtig für die Korrespondenten. Wer auf Honorarbasis arbeite, müsse natürlich immer überlegen, wo seine Absatzchancen am größten seien. Was wiederum Einfluss auf die Themenwahl habe. „Es gibt ja Themen, die politisch relevant sind, aber nicht unbedingt immer gleich als die attraktivsten oder klickratenträchtigsten gelten.“

Aber auch der Tagesspiegel verfügt beispielsweise über keinen festen Korrespondenten in Moskau. Hier setzt man auf die Expertise einiger erfahrener Redakteur*innen mit Russland-Erfahrung. Gerade weil die Welt in der Regionalpresse immer kleiner wird, kommt auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine umso größere Verantwortung zu. ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm bezeichnete unlängst in Berlin das Korrespondentennetz der ARD als ein „Riesenpfund“. Obwohl das auch nicht mehr so leistungsfähig sein könne, macht er geltend: „Wenn man vielleicht für einen ganzen Kontinent nur noch ein Büro hätte, das wäre wirklich dramatisch.“

ARD-Korrespontentin Xenia Böttcher in Mexiko berichtet für den Weltspiegel über aktuelle Entwicklungen in Venezuela.
Foto: screenshot www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel

Eigentlich ein überzeugendes Argument für eine bedarfsgerechte Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Es wirkt paradox. In einer Zeit, in der die Menschheit zusammenrückt, in der die Globalisierung zunimmt, nehmen die weißen Flecken in der Auslandsberichterstattung deutscher Verlage zu. Droht den Leser*innen die Schrebergartenperspektive? dpa-Chefredakteur Sven Gösmann sieht in diesem „Rückzug ins Innere“ ein gesellschaftliches Phänomen, das auch den wachsenden Nationalismus und Rechtspopulismus erkläre. Ein Grund mehr für ihn, an einer fundierten Auslandsberichterstattung festzuhalten.

Pauline Tillmann von „Deine Korrespondentin“ geht noch einen Schritt weiter. Regionalblättern, „die ihre Seiten mit dpa-Material zupflastern“, anstatt Korrespondent*innen anständig zu bezahlen, stellt sie eine düstere Prognose: „Wenn die sich nicht darum kümmern, andere, jüngere, weiblichere Leserschaften zu erreichen, dann haben sie bald keine Daseinsberechtigung mehr“.


dpa-Berichte: Mehr als der Bodycount

M sprach mit Sven Gösmann, Chefredakteur der Deutschen Presse-Agentur dpa

M |Welche Rolle spielt die Auslandsberichterstattung im Geschäft der dpa?

Sven Gösmann | Angesichts der Lage deutscher Medien, die zum Teil aus Kostengründen ihre Auslandsberichterstattung zurückgefahren haben, ist die Rolle der dpa in diesem Bereich gewachsen. Wir sind ja – das ist der Grundgedanke unserer Agentur – eine Gemeinschaftsredaktion aller Medien, genossenschaftlich organisiert. Wir sind in vielen Städten der Welt meistens sehr allein mit den Kollegen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Und wenn’s gut läuft, sitzt jemand von der FAZ oder dem Spiegel noch in dieser Stadt, und das war’s dann aber auch. Und noch vielleicht ein, zwei mit einem Bauchladen. Das war natürlich schon einmal anders.

dpa-Chefredakteur Sven Gösmann
Foto: Christian Charisius/dpa

Die Berichterstattung über manche Regionen ist oft auch konjunkturabhängig, oder?

Wir haben ein paar Entwicklungen gesehen: Moskau ist wiederentdeckt worden. Da hatten eine ganze Reihe von deutschen Medien vor einigen Jahren ihre Büros und ihre Zelte abgebrochen. Das wird langsam wieder aufgestockt. Moskau war zwar immer ein entscheidender Player, seine weltpolitische Rolle hat aber zuletzt wieder zugenommen. Andere Weltregionen tun sich naturgemäß schwerer, überhaupt in den deutschen Medien vorzukommen – ich nenne Afrika.

Wie viel Spielraum haben Sie für Geschichten abseits der Chronistenpflicht? Welche Möglichkeiten für die Kür, für das Abweichen vom Wegesrand?

Wir versuchen, unsere Korrespondenten – soweit es möglich ist – als reisende Korrespondenten anzulegen, damit sie eben nicht nur in Buenos Aires oder Mexiko-Stadt oder Peking sitzen, sondern das Land kennen und darüber berichten können. Leider sind die Abspielflächen dafür geringer geworden in den meisten Medien. Die Auslandsberichterstattung in den Tageszeitungen ist doch sehr aktuell orientiert. Das zeitlosere Stück, das den Hintergrund über die Situation in Armenien liefert oder das Stück aus der Ukraine, wenn gerade kein kriegerischer Konflikt droht, hat es naturgemäß schwer im Abdruck, hat es auch schwerer in der Online-Nutzung.

Das Redaktionsnetzwerk von Madsack schluckte im Herbst die Hauptstadtredaktion von DuMont, was auch zu Lasten der Auslandskorrespondent*innen ging. Wie sehen Sie solche Zusammenschlüsse? Stehen die nicht in Konkurrenz zur dpa? Was die machen, ähnelt doch sehr Ihrer Arbeit…

Das war auch mal unsere Befürchtung, dass diese Zentralredaktionen Agenturfunktion übernehmen würde. Aber sie übernehmen vor allen Dingen Produktionsfunktionen. Das heißt, sie bauen Zeitungsseiten für viele Häuser und nicht mehr wie früher jede für sich. Die Inhalte kommen aber immer auch noch und zum Teil sogar in steigendem Maße von der Agentur. Das freut uns natürlich, weil es uns eben auch zeigt, dass wir mit unseren qualitativen Ansätzen und mit unseren anderen Planungsansätzen richtigliegen. Wir liefern morgens mehr für digitale Angebote und für die Tageszeitungen längere Stücke, die nicht mehr ganz so berichterstattend, sondern eher mal analysierend sind. Diese Stücke werden relativ regelmäßig und in hoher Frequenz genommen, aus dem Ausland ganz besonders. Denn diese Netzwerke verfügen in der Regel über einen Korrespondenten in Brüssel, in Washington und in Moskau.

Die Bauchläden und Pools wackeln. Manch freie Korrespondent*innen müssen wohl aufgeben. Belebt das Ihr eigenes Geschäft, weil die Kundschaft stärker auf Sie zurückgreift?

Das mag so sein. Wir nehmen diese Belebung wahr, und erfüllen aber damit eine Funktion, die wir seit 1949 haben. Der gesamte Medienmarkt ist im Umbruch, und man kann sehr schnell urteilen darüber, wenn jemand seine Auslandskorrespondenten neu ordnet. Aber es gehört auch zu den Aufgaben aller Medienhäuser in Deutschland, in Österreich, in der Schweiz, immer wieder zu überprüfen, ob die Ausrichtung der jeweiligen Produktion und der Inhaltegewinnung noch richtig ist. Wenn man eine starke Agentur im Ausland hat, ist natürlich die Frage, ob man eine Parallelstruktur bezahlt, die einem sicherlich ab und zu mal Exzellenz liefert, den anderen Blick. Ob das am Ende der Zeitung aber auf dem Markt hilft oder dem Online-Auftritt, kann man auch bezweifeln.

Das klingt so, als würden Sie die Arbeit freier Korrespondent*innen für durchaus verzichtbar halten…

Ich habe manchmal natürlich auch einen kritischen Blick auf Auslandskorrespondenten und-korrespondentinnen. Sie hatten es lange relativ einfach. Und ich glaube, so mancher hat die Einführung des Internets ein bisschen verschlafen. Anders als früher haben die Heimatredaktionen – wenn der Korrespondent in New York aufsteht – die New York Times schon gelesen, weil sie früher angefangen haben und du ihnen nicht mehr mit Inhalten aus der New York Times kommen kannst. Die Rolle der Auslandskorrespondenten hat sich verschoben. Kollegen kämpfen da natürlich um ihre wirtschaftliche Grundlage, müssen sich aber auch verändern und zum Teil anpassen.

Trotz Globalisierung gewinnt man in der Berichterstattung gelegentlich den Eindruck, es finde eher ein Rückzug statt in den eigenen „Schrebergarten“. Eine allzu zugespitzte These?

Die These ist nicht ganz falsch, die gilt ja für die Gesamtgesellschaft. Dieser Rückzug ins Innere, ins vermeintlich Sichere in einer globalisierten Welt ist ein gesellschaftliches Phänomen. Das erklärt auch Nationalismus und Rechtspopulismus. Aufgeklärte Gesellschaften sollten sich immer eine fundierte Auslandsberichterstattung leisten, das ist unsere Überzeugung bei dpa. Deshalb subventionieren wir natürlich auch intern diesen Bereich. Weil wir in anderen Feldern das Geld erwirtschaften, das wir in eine qualifizierte und breite Auslandsberichterstattung stecken können. Das muss jedes Medienhaus aber nach seinen Präferenzen für sich entscheiden. Eine deutsche Regionalzeitung hat ihre Stärken natürlich im Regionalen und Lokalen, und ein Regionalzeitungsnetzwerk auch. Und wenn die Kollegen das ausspielen, weil sie wissen, dass das die Leute interessiert, ist das sowohl publizistisch als auch wirtschaftlich richtig.

Die Hauptverantwortung für den Blick in die Welt tragen also die dpa und andere überregionale Qualitätsmedien?

Das gilt für die Nachrichtenagentur, aber auch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der sich ja auch noch ein relativ großes Netz leistet, das aber auch dünner geworden ist in den vergangenen Jahren. Man braucht Sendeplätze wie den „Weltspiegel“, das „Auslandsjournal“ ebenso wie eine qualifizierte Auslandsberichterstattung in Nachrichtensendungen. Sendungen, die eben mehr machen als den Bodycount in einer Hungerkrise, die auch mal fragen: Warum gibt’s diese Hungerkrise? Das ist die gesellschaftliche Aufgabe, die Medien wie die dpa und die Öffentlich-Rechtlichen, die es sich leisten können, erfüllen müssen.

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