Drei freie Tage für Redakteure zusätzlich

Der Slogan "Gute Leute, gute Arbeit, gutes Geld" gilt für die Redakteur*innen an Tageszeitungen nach wie vor. Im November geht es in die nächste Verhandlungsrunde. Foto: Joe E. Roettgers

Die Tarifkommission der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat dem erneuerten Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag für Tageszeitungen zugestimmt. Danach erhalten Redakteurinnen und Redakteure drei zusätzliche freie Tage bis März 2022. Für Freie wurde erneut ein Ausgleichshonorar in Höhe eines durchschnittlichen Monatshonorars aus 2019 vereinbart. Spätestens im November sollen die Tarifverhandlungen über Tariferhöhungen starten.

Für die dju in ver.di sei dieser Tarifabschluss zunächst nur einen Zwischenschritt, um sich dann mit einem klaren Zeitplan auf die nächste Tarifrunde vorbereiten zu können, heißt es in einer Tarifinformation. Seit Mai 2019 habe es keine Tariferhöhungen mehr gegeben. Daraus ergebe sich bereits jetzt eine im Vergleich zu anderen Branchen nur etwa halb so hohe Tarifentwicklung innerhalb der letzten Jahre und ein andauernder Reallohnverlust. „Zur Erinnerung: Bereits den letzten Tarifabschluss im Jahr 2018 hatte die dju in ver.di als viel zu niedrig kritisiert, und auf diesen folgte seitdem keine Einkommensverbesserung mehr. Eine Einmalzahlung vom März 2020 hatte keine dauerhaft spürbaren Auswirkungen auf die Einkommensentwicklung. Doch die Preise steigen weiter – in den Jahren 2019, 2020 bis zum Juni 2021 um 5 Prozent – auch wenn es seit zwei Jahren keine Tariferhöhungen gegeben hat“, argumentiert ver.di. Die Laufzeiten des Gehalts- und des Honorartarifvertrages enden am 31. Dezember 2021.

nach oben

weiterlesen

dpa: Tarife steigen um bis zu 6 Prozent

Für die etwa 800 Beschäftigten der Deutschen Presse-Agentur (dpa), der Tochterunternehmen im Berliner Newsroom und der dpa-Landesbüros steigen nach dem erzielten Tarifabschluss die Gehälter ab Januar um einen gestuften Festbetrag zwischen 100 und 85 Euro, danach ab Januar 2023 für alle gleichmäßig linear um 2,1 Prozent. Zusätzlich wurden hohe Einmalzahlungen vereinbart.
mehr »

Alle Honorare zählen fürs Urlaubsentgelt

Besonders für Autorinnen und Autoren, aber auch für Mitwirkende, die bei Deutschlandradio Anspruch auf Urlaubsvergütung haben, erstritten die Gewerkschaften ver.di und DJV im Wege einer Verbandsklage vor dem Arbeitsgericht Köln ein wichtiges Urteil. Nach Ansicht des Gerichtes müssen bei der Bemessung der Urlaubsvergütung nicht nur die Honorare für die Erstfassung einer Sendung oder eines Beitrages berücksichtigt werden, sondern auch die sogenannten Wiederholungshonorare.
mehr »

Einigung: Tarif für alle beim Medienboard

Für die fast 50 Beschäftigten beim Medienboard Berlin-Brandenburg, der Filmförderung für die Länder Berlin und Brandenburg, konnte ver.di ein  transparentes tarifliches Entgeltsystem durchsetzen. Dabei ist es gelungen, die Tätigkeiten beim Medienboard der Entgelttabelle des Tarifvertrags für die Beschäftigten der Länder (TV-L) zuzuordnen sowie mit den Arbeitgebern Schritte bis zur Sicherung von 100 Prozent des Niveaus des TV-L zu vereinbaren.
mehr »

CinemaxX: ver.di für auskömmliche Löhne

Die erste Tarifverhandlung für die rund 1200 Beschäftigten des Kinokonzerns CinemaxX ist am 14. Dezember ergebnislos verlaufen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert einen Einstiegslohn von 12,50 Euro, der in zwei Erhöhungsschritten bis Juli 2022 erreicht werden soll. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Mindestlohnsteigerungen entsprach dagegen das von der Arbeitgeberseite vorgelegte Angebot faktisch einer Nullrunde, kritisiert die Gewerkschaft.
mehr »