Tarife und Honorare

Filmschaffende fordern 4-Tage-Woche

Die zweite Tarifverhandlungsrunde für die rund 25.000 Filmschaffenden fand am 15. November in Berlin statt. Begleitet wurden die Gespräche zwischen ver.di und der Schauspielgewerkschaft BFFS mit dem Arbeitgeberverband Produzentenallianz von Protesten der Schauspieler*innen- und Filmschaffenden. ver.di fordert eine Vier-Tage-Woche mit maximal elf Stunden Arbeitszeit je Arbeitstag und einen Zeitausgleich bzw. Zuschläge für Wochenendarbeit oder Arbeit in Nachtzeiten.
mehr »

Details zum Deal in Hollywood

118 Tage lang haben Mitglieder der US-Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA gestreikt. Am 8. November gab es einen Deal mit den großen Hollywood-Studios. Aus der 18-seitigen Zusammenfassung der Gewerkschaft zur Vereinbarung zitierte die „Los Angeles Times“ am 13. November. Die Zusammenfassung enthalte demnach Vereinbarungen zu Restgagen, Casting und Vorsprechen, Renten- und Gesundheitsleistungen, Leistungserfassung, Löhnen und Gehältern, Gleichberechtigung und Eingliederung, Verhinderung sexueller Belästigung und dem Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI).
mehr »

ÖRR: Starke Tarifforderungen

Über 4500 Angestellte, Freie und junge Medienschaffende in Volontariat oder Ausbildung haben sich an der großen ver.di-Umfrage im öffentlich-rechtlichen Rundfunk beteiligt. Aus den Ergebnissen leitet die Gewerkschaft ihre Forderungen ab: 10,5 Prozent mehr Geld, eine stärkere Anhebung für junge Medienschaffende und zusätzliche Verbesserungen in den Sendern für Freie. Sie gelten für alle Rundfunksender und werden in den Verhandlungen vorgebracht, die im Januar 2024 im BR, NDR, SWR und WDR beginnen.
mehr »

Kempten fördert Kreative fair

Ein reichliches Jahr liegt es jetzt vor, das ver.di-Modell zu Basishonoraren für Kreative. Eine Partnerin im Bemühen um existenzsicherndes Arbeiten für Kreative im Kulturbereich und Autor*innen hat ver.di in der Stadt Kempten im Allgäu gefunden. Dort ist faire Kulturförderung ein beschlossenes Ziel, für das es zusätzliche Mittel gibt. In einen breiten kommunalen Kulturentwicklungsprozess sind auch die Soloselbstständigen selbst einbezogen. 
mehr »

FR-Beschäftigte fordern Tarifvertrag

Seit Monaten kämpfen die Beschäftigten der Frankfurter Rundschau (FR) für faire Gehälter, bessere Arbeitsbedingungen und einen Tarifvertrag. Im August hat Geschäftsführer Max Rempel die Tarifverhandlungen – mit Rückendeckung der Münchner Gesellschafter Dirk Ippen und Daniel Schöningh – einseitig abgebrochen, verbunden mit einer kleinen Gehaltserhöhung für einen Teil der Belegschaft. Auf einen Offenen Brief, der die unhaltbaren Bedingungen anprangert, haben die Verleger bis heute inhaltlich nicht reagiert. Nun gab es Proteste.
mehr »

Erfolg für Freie im Deutschlandradio

Wiederholungshonorare zählen zur Vergütung und müssen auch beim Urlaubsgeld berücksichtigt werden, entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) heute in Erfurt. In zwei parallelen Entscheidungen hat das BAG nun zugunsten der Tarifansprüche von Freien im Deutschlandradio entschieden. Bei der Berechnung des Urlaubsgeldes für arbeitnehmerähnliche freie Mitarbeiter*innen sind demnach alle Honorare, ausdrücklich auch Wiederholungshonorare, einzubeziehen.
mehr »

Mehr Freie in die Personalräte

Dem Rundfunkbeitrag droht eine Nullrunde, die wegen der hohen Inflation eine Budgetkürzung bedeutet. Man müsse sich „gemeinsam den Herausforderungen stellen“, so WDR-Intendant Tom Buhrow bei der Eröffnung des diesjährigen ARD-Freienkongresses in Köln. Freie prägen das Programm der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, doch wenn es ums Geld geht, sind sie die Manövriermasse. Das wollten die über 200 Teilnehmenden aus ARD, ZDF und Deutschlandradio nicht länger hinnehmen. Sie fordern mehr Mitbestimmung.
mehr »

Tarifverhandlungen der Filmbranche

Die Tarifverhandlungen für die rund 25.000 Filmschaffenden haben am 12. Oktober zwischen ver.di, der Schauspielgewerkschaft BFFS und dem Arbeitgeberverband Produzentenallianz begonnen. Die Gewerkschaften fordern ein neues Arbeitszeitmodell mit einer Vier-Tage-Woche, kürzerer Tagesarbeitszeit und freien Wochenenden. Außerdem geht es um die verbindliche branchenweite betriebliche Altersvorsorge sowie die Eindämmung des Einsatzes von generativer KI, ähnlich wie in den Verhandlungen der US-amerikanischen Film-Gewerkschaften.
mehr »

Hollywood steht still

Der Streik der Drehbuchautor*innen und Schauspieler*innen in Hollywood legt seit Monaten die US-Film- und Fernsehbranche lahm. Die rund 160.000 gewerkschaftlich organisierten Darsteller*innen der Screen Actors Guild – American Federation of Radio and Television Artists (SAG-AFTRA) und die mehr als 11.000 Drehbuchautor*innen der Writers Guild of America (WGA) kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen, eine faire Vergütung und darum, wie in Zukunft mit der Anwendung von künstlicher Intelligenz (KI) umgegangen wird. Sie möchten verhindern, dass Algorithmen mit ihren Werken ohne ihre Zustimmung trainiert werden. Auch die Arbeitsweise der Streamingdienste bietet Grund für Kritik, denn sie…
mehr »

Honorare fit für die Zukunft

Die Welt wird immer digitaler – auch im Rundfunk. Da ist ein Honorarrahmen von 1978 natürlich hoffnungslos veraltet. Im Lauf der Zeit wurde der WDR-Honorarrahmen zwar immer mal wieder ein wenig aufgemöbelt, etwa mit einer dritten Säule für das Internet oder einem Tarifvertrag für Producer*innen. Doch letztendlich passt ein Honorarrahmen aus einer linearen Welt, in der es noch kein Internet gab, heute vorne und hinten nicht mehr.
mehr »

In der Praxis angekommen

KI-Sprachmodelle produzieren mittlerweile Hunderttausende von Artikeln, die jede Woche in verschiedenen Medien auf der ganzen Welt veröffentlicht werden, vor allem über Wetter, Sport oder Börsenkurse. Bilder mit Symbolen oder Collagen werden von KI erstellt. Es sind Bereiche, für die zahlreiche gut strukturierte Daten vorliegen. Eine KI kann daraus einfache Textbausteine oder Bilder generieren. Dennoch ist der Einsatz von KI im journalistischen Bereich bislang ungeregelt. Einige Medienhäuser erarbeiten nun Selbstverpflichtungen zum Umgang mit KI in den Redaktionen. In Deutschland sind es nur wenige.
mehr »

Tarifabschluss beim  RBB steht

Die Gewerkschaften ver.di und DJV und der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) unter seiner neuen Intendantin Ulrike Demmer haben am 20. September im Tarifstreit eine Einigung erzielt. Basis ist das RBB-Angebot vom Mai. Die Gewerkschaftsmitglieder hatten bereits im Juni mehrheitlich für die Annahme gestimmt. Wesentlicher Eckpunkt ist die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Höhe von 3.000 Euro im Oktober.
mehr »

Solidarität in Hollywood

US-Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Steven Spielberg („Schindlers Liste“) und seine Frau, die Schauspielerin Kate Capshaw unterstützen ihre Kolleg*innen im laufenden Streik in Hollywood mit einer Millionenspende. Mit seiner „Großzügigkeit“ habe das Paar vielen Mitarbeiter*innen in der Film- und Fernsehindustrie während des Streiks geholfen, teilten die gemeinnützige Organisation „Entertainment Community Fund“ und eine Stiftung der Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA am vergangenen Montag mit.
mehr »

FR sträubt sich gegen Tarifvertrag

Auch in der zweiten Verhandlungsrunde hat der Arbeitgeber den Gewerkschaften ver.di und djv-Hessen kein Angebot für einen Tarifvertrag für die Redakteur*innen der Frankfurter Rundschau (FR) vorgelegt. Geschäftsführer Max Rempel teilte der Tarifkommission mit, dass er keine Basis für einen Tarifvertrag sehe. Stattdessen würden die Gehälter für einen Teil der Beschäftigten der FR Redaktion GmbH einseitig angepasst. Ver.di drängt weiterhin auf eine tarifliche Lösung.
mehr »

Beschäftigte fordern: zurück in den Tarif  

Mit Nachdruck fordern die Beschäftigten der „Frankfurter Rundschau“ (FR) die Rückkehr der Tageszeitung in den Tarif. In einem Offenen Brief an die Geschäftsleitung des Ippen Verlages sorgt sich der Aktivenausschuss der FR um die Zukunft des traditionsreichen Blattes. Entscheidend dafür seien die aktuellen Tarifverhandlungen. In der ersten Runde im Juli haben ver.di und der DJV-Hessen für die Anerkennung des Flächentarifvertrags für Redakteur*innen an Tageszeitungen plädiert. Jedoch hat der Arbeitgeber noch kein Angebot vorgelegt. Das erwarten die Gewerkschaften nun am 22. August.
mehr »

Qualifizierte Ausbildung für Nachwuchs beim Film  

Die Filmbranche ist sich einig: Dem Nachwuchsmangel in der Filmproduktion muss man auch mit einer qualifizierten Ausbildung begegnen. Nur gibt es kaum Ausbildungsberufe am Set. In den im Juni 2023 veröffentlichten „Sechs Eckpunkten gegen den Fachkräftemangel“ schlägt Martin Blankemeyer, Vorstand der Münchner Filmwerkstatt, eine nachhaltige Strategie vor. Und wie ver.di fordert er eine Wiederaufnahme der Weiterbildungsförderung durch die Filmförderungsanstalt (FFA).
mehr »