Tarife und Honorare

Spontan abgesagt

Die vierte Tarifrunde für die 14.000 Redakteurinnen und Redakteure platzte am 23. Februar in Köln bevor sie überhaupt beginnen konnte. Die Vertreter des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger fühlten sich durch eine Protestaktion von über 60 Kolleginnen und Kollegen von DJV und dju in ver.di, die ein Spalier vor dem Verhandlungsraum gebildet hatten, am Fortkommen gehindert.
mehr »

Geringschätzung

„Nie waren die Leistungsanforderungen an deutsche Journalisten höher. Nie mussten sie mehr Informationen sichten, verarbeiten und für ihr Publikum aufbereiten als heute. Nie war mehr Geistesgegenwart gefordert, das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden, die komplexen Prozesse in Politik, Wirtschaft, Kultur richtig zu verstehen, um sie den Lesern, Hörern, Zuschauern nutzbringend vermitteln zu können.
mehr »

Tarifverträge bei dpa verlängert

Nach schwierigen Verhandlungen haben sich die Tarifparteien bei dpa in der vierten Runde am 9. Februar auf einen „abschlussfähigen Vorschlag“ geeinigt.
mehr »

Tarifergebnis für Buchhandel und -verlage

In Berlin/Brandenburg wurde am 2. März ein Tarifabschluss für Buchhandel und -verlage erzielt. Vereinbart wurden 200 € Einmalzahlung mit Gehalt 05/2011.
mehr »

Abschluss für Zeitschriften in Bayern

Mit einem schnellen Abschluss endete am 22. Februar die 2. Verhandlungsrunde zwischen ver.di und dem Verband der bayerischen Zeitschriftenverleger: Alle Beschäftigten bekommen rückwirkend zum 1. Februar 2011 eine Einkommenserhöhung von 2,5%. Dies gilt auch für die Azubis.
mehr »

„Gimme five“

Mit Aktionen in allen Rundfunkanstalten hat ver.di am 15. Februar in den Anstalten der ARD, bei der Deutschen Welle und im ZDF den Startschuss für die Tarifkampagne 2011 gegeben.
mehr »

Bildermarkt und Bildhonorare 2011

Zum Jahresbeginn sind die beiden BVPA-Publikationen: „Der Bildermarkt 2011“ und die „Bildhonorare 2011“ erschienen – kompakt und in einem markanten Lila. Das Handbuch der Bildagenturen, grundlegend überarbeitet. Zahlreiche neue Beiträge informieren über das aktuelle Marktgeschehen und wagen einen Blick in die Zukunft. Auch die Bildhonorare wurden aktualisiert und dem Markt angepasst. Nachfolgend einige der neuen Themen im Bildermarkt 2011: Das Videobusiness im Wandel der Jahre Die Bilder, die Agenturen und ihre Fotografen Bildersturm – Intelligente Bildrecherche im Überangebot visueller Möglichkeiten Metadaten bei Bildagenturen Langzeitarchivierung von…
mehr »

Gegen Leiharbeit in den Redaktionen

Der dju-Bundesvorstand beschäftigte sich in seiner Letzten Sitzung vor der Bundeskonferenz der Berufsgruppe Ende Februar mit dem zunehmenden Missbrauch von Leiharbeit in Deutschland und der damit wachsenden Zahl prekärer Beschäftigungsverhältnisse auch in der Medienbranche.
mehr »

Anpassung nach unten

Die Nachrichtenagentur dapd zahlt rückwirkend zum 1. Februar an freie Journalisten geringere Honorarsätze, die deutlich unter dem bisherigen Niveau liegen. Danach werden nur noch fünf bis 18 Euro brutto pro Standardmeldung oder 77 Euro pro Acht-Stunden-Tag gezahlt. Bei mehr als acht Stunden sind es 128 Euro.
mehr »

Wieder Terrain gewinnen

„Tarifverträge sollen Mindestbedingungen schaffen. Es fallen jedoch immer weniger Arbeitsverhältnisse in den Medienunternehmen unter Flächen- und Haustarifverträge. Nur dort, wo unsere Kolleginnen und Kollegen sich mit aller Entschlossenheit organisieren, werden wir die Arbeitgeber zum Abschluss von Verträgen zwingen.“ Es könne nicht mehr mit der automatischen Verlängerung gerechnet werden, die Tarifarbeit sei „vom Kopf auf die Füße gestellt“ und eine „größere Herausforderung als in der Vergangenheit“.
mehr »

Tarifeinigung bei CinemaxX

In der dritten Verhandlungsrunde zwischen CinemaxX und ver.di über die Digitalisierung der Kinoprojektion und die Einführung von Kombikassen wurde eine Einigung erzielt.
mehr »

Flucht aus Flächentarif

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hat auch bei ihren letzten tarifgebundenen Regionalzeitungen, Saarbrücker Zeitung und Trierischer Volksfreund, die Bindung an die Flächentarife beendet.
mehr »

Gemeinsam aufstehen

Unter dem Motto „Tarif.Aktiv“ kam Mitte Januar in Berlin erstmals die Arbeitsgruppe der Tarifkommission Zeitungen zusammen, die sich mit der Information und Mobilisierung für die laufende Gehalts- und Manteltarifrunde beschäftigt.
mehr »

Rückwärts in die Zukunft?

In den Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteuren in Tageszeitungen geht es zwischen dem Verlegerverband BDZV einerseits sowie DJV und der dju in ver.di andererseits mal wieder um die Zukunft. Wie in jeder ordentlichen Tarifrunde sollte es eigentlich um Tariferhöhungen und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen gehen. Doch die Verleger beschreiben mit ihren nun in aller Deutlichkeit genannten Tarifforderungen einen Niedergang des Journalismus, statt eines Angebots für notwendige Verbesserungen. Ein Verlegervertreter hat dies zynisch mit „Rückbau“ bezeichnet. Der stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführer der dju, Frank Werneke, erklärte…
mehr »

Standbein halbrechts

Die Situation freier Journalisten ist auch in Thüringen oft prekär. Für manche könnte deshalb das Jobangebot des Arnstädter Stadtechos durchaus attraktiv sein – trotz Dumpinglohn. Der Haken: Das Anzeigenblatt ist heftig umstritten.
mehr »

Vom Roten Teppich zu Hartz IV

Vom Roten Teppich zu Hartz IV. Für viele der 20.000 Film- und Fernsehschaffenden in Deutschland ist dies seit Jahren bittere Realität. Mit dem umstrittenen Änderungsgesetz zum Bezug von Arbeitslosengeld 1, das am 1. August 2009 in Kraft trat, wollte die Große Koalition ihnen unter die Arme greifen. Ob das Gesetz die Lage der Betroffenen verbessert, soll jährlich überprüft werden. Nach drei Jahren wird dann evaluiert. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Kritiker Recht behalten. Das Gesetz geht wohl an den spezifischen Bedingungen der Branche vorbei. Um dies mit eigenem Datenmaterial zu unterlegen, hat der Bundesverband Film von ver.di eine Umfrage gestartet. Bis zum 31.…
mehr »