Tariferhöhungen im RBB vereinbart

Im RRB wurde bei den Gehalts- und Honorar-Tarifverhandlungen ein Abschluss erzielt. Es gibt zwei Gehaltserhöhungen für die Festen, mehr Honorar für die Freien und auch die Vergütungen der Auszubildenden werden angehoben. Der RBB ist damit die fünfte ARD-Rundfunkanstalt, die in der laufenden Tarifrunde zu einem Ergebnis gekommen ist. Beim Bayerischen Rundfunk und beim Saarländischen Rundfunk dauern die Tarifauseinandersetzungen noch an.

Das Tarifergebnis im RBB sieht eine Erhöhung der Gehälter zum 1. Oktober 2017 um 2,2 Prozent und zum 1. Oktober 2018 um 2,35 Prozent vor. Zusätzlich gilt für den ersten Schritt, das jeder mindestens 75 Euro mehr bekommt. Die bereits vor zwei Jahren vereinbarte Erhöhung um 0,4 Prozent findet ebenfalls zum 1. Oktober 2017 statt. Für die verstrichene Zeit gibt es im November eine Einmalzahlung von 337 Euro. Das Familiengeld wird entsprechend dynamisiert.

Für die Freien gibt es die gleichen Erhöhungen auf die typischerweise gezahlten Honorare. Der RBB hat zudem erklärt, dass die Erhöhungen im Programmetat berücksichtigt werden und es damit zu keiner Reduzierung des Auftragsvolumens kommt. Als soziale Komponente für die festen Freien wird der RBB 440.000 Euro pro Jahr (0,7% der gesamten Honorarsumme) für strukturelle Maßnahmen wie Krankengeld ab dem 1. Tag und Familiengeld bereitstellen.

In den Sommermonaten wurden zuvor Abschlüsse beim MDR und beim WDR erzielt. Sie konnten vor allem durch das Engagement der Beschäftigten erreicht werden, die mit Aktionen und Streiks ihren Forderungen Nachdruck verliehen hatten. NDR und SWR konnten die diesjährige Tarifrunde als erste erfolgreich abschließen. Im Bayerischen Rundfunk (BR) wird am 18. Oktober weiterverhandelt. Im Saarländischen Rundfunk (SR) wurde noch kein neuer Termin nach dem Abbruch der Verhandlungen am 20. September vereinbart.


Aktualisierung am 10.10. 2017

Die Tarifparteien beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) haben sich Ende vergangener Woche auch auf eine bessere Absicherung von freien Mitarbeiter_innen im sogenannten Nicht Programmgestaltenden Bereich (NPG) geeinigt. Die Freien-Vertretung „rbbpro – Respekt und Rechte für Freie“ wertete den Bestandsschutz-Tarifvertrag für die im technischen Bereich des RBB tätigen freien Mitarbeiter_innen als „wichtigen Erfolg“. „Dieser Tarifvertrag wird die soziale Sicherheit hunderter nicht programmgestaltender Freier  wesentlich verbessern und setzt neue Maßstäbe für einen fairen Umgang mit allen Freien«, heißt es in einer Erklärung. Laut „rbbpro“ soll der Bestandsschutz-Tarifvertrag zum 1. Januar 2018 in Kraft treten und dürfte den Einsatz von Freien im RBB grundsätzlich verändern.

 

nach oben

weiterlesen

Ein Fonds für die Pressefreiheit

Eine Zeitung druckt einen kritischen Artikel, dann flattert eine Abmahnung ins Haus: Expert*innen warnen davor, dass die Versuche, mit rechtlichen Mitteln gegen journalistische Berichte vorzugehen, der Pressefreiheit nachhaltigen Schaden zufügen können. Welche Erfahrungen es mit Einschüchterungsversuchen aufgrund kritischer Berichte gibt und was die Medienbranche dem entgegensetzen kann – darum ging es beim jüngsten Medien-Meeting der dju in ver.di
mehr »

Ausgezeichneter Nachwuchs beim Radio

Für ihre qualitativ hochwertigen Volontariats-Programme wurden im Rahmen des digital durchgeführten 4. Radio-Netzwerk-Tages 28 private Radiostationen aus ganz Deutschland mit dem Radiosiegel ausgezeichnet. Unter den diesjährigen Preisträgern befinden sich fünf Hörfunkveranstalter aus Baden-Württemberg. Für DIE NEUE 107.7 ist es bereits die siebte Auszeichnung durch das Radiosiegel in Folge.
mehr »

Kultur aus der Contentbox

Knapp 30 Millionen Euro will der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) im nächsten Jahr einsparen. Das entspricht rund fünf Prozent des Gesamtetats. Besonders der Kulturbereich ist von den Kürzungen betroffen. Allein der Jahresetat des Kulturradios soll ab 2021 um zehn Prozent schrumpfen. Auch die Programmstruktur wird sich ändern. Wie meist bei solchen Rotstiftaktionen dürfte es vor allem die freien Mitarbeiter*innen treffen.
mehr »

Digitale Reform im Kulturradio

Der Hessische Rundfunk (hr) hat sein Radio-Programm von „hr2 kultur“ umgestaltet. Die Reform ist jedoch weniger umfangreich als von einigen Feuilletons befürchtet. Altbewährte Magazinformate sind erhalten geblieben und das digitale Angebot wurde erweitert. Neu ist der Entstehungsprozess des Programms: Die verkleinerte Redaktion fragt die Beiträge nun an einem Desk in der zentralen crossmedialen „Kultur-Unit“ an.
mehr »