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Fußball-EM: Krawall-Bilder ausgeblendet

Keine Bilder von Hooligan-Krawallen oder Flitzern erwünscht: Bei der Fußball-EM will die UEFA den TV-Zuschauern eine heile Welt vorgaukeln. ARD und ZDF protestieren – mit gebremstem Schaum. Spät, sehr spät reagieren ARD und ZDF auf die ganz offensichtliche Zensur der Bildberichterstattung der UEFA bei der hierzulande von zig Millionen verfolgten Fußball-Europa-Meisterschaft, Verzeihung: der „UEFA-Euro 2016“. So lautet die offizielle Bezeichnung des Spektakels, und so soll das populäre Event von den Sportreportern auch präsentiert werden – dazu hat der mächtige Europäische Fußballverband die Sender verdonnert.
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Medientage am Wannsee: #Krassmedial

„Fluch und Segen liegen nahe beieinander“ konstatierte der Bremer Medienwissenschaftler Leif Kramp zur „Medienarbeit heute und morgen“ – Thema der 6. ver.di-Medientage am Wochenende in Berlin am Wannsee. Es ging um „krassmediale“ Veränderungen in Berufsbildern und Anforderungen und damit verbunden neue Arbeitsweisen und Geschäftsmodelle. Junge Journalist_innen fühlten sich oftmals wie die „Eier legende Wollmilchsau“, wenn von ihnen immer mehr und neue Kompetenzen in Produktion und Marketing erwartet würden, so Leif Kramp. Es gebe einen „wachsenden Bedarf an digital erfahrenen, profilierten, experimentierfreudigen Kommunikationsprofis - mit Durchhaltevermögen.“
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Tarifabschluss für Beschäftigte in Privatradios

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) haben für die mehr als 500 Beschäftigten in Privatradios ein Tarifergebnis erzielt. Nach vier Verhandlungsrunden mit dem Tarifverband Privater Rundfunk (TPR) konnte man sich auf eine Gehaltserhöhung von 3 Prozent einigen und die vom TPR geforderten Verschlechterungen bei den Tarifgehältern der neueingestellten Mitarbeiter_innen abwehren.
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Geheimdienstkontrolle? Fehlanzeige!

Von Christiane Schulzki-Haddouti | Die anstehende Geheimdienstreform wird die bestehenden Praktiken des Bundesnachrichtendiensts (BND) legalisieren. Wie die bislang illegale Überwachungspraxis aber rechtsstaatlich kontrolliert werden soll, bleibt schleierhaft. Im Entwurf des „Gesetzes zur Ausland-Ausland-Fernmeldeaufklärung des Bundesnachrichtendienstes“ werden dessen Befugnisse für den Zugriff auf Internet- und Telekommunikationsverbindungen erweitert. Außerdem soll er gemeinsam mit ausländischen Nachrichtendiensten gemeinsame Datenbanken unterhalten dürfen.
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Zeit der Experimente

Noch vor wenigen Jahren spuckten nicht wenige Journalisten Gift und Galle, wenn sie nur das Wörtchen „Blog” hörten. Ganz anders heute: Livevideos über Periscope haben sich im Fernsehjournalismus bereits als Zuschauer-Feedbackkanal etabliert. Und wenn Feinstaub-Sensoren Messwerte an die Redaktion übermitteln, ist bereits von „Sensorjournalismus”, alternativ auch von „Roboterjournalismus” oder „programmiertem Journalismus”, die Rede.
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Grenzen für das audiovisuelle Netz

Mit „Smart TVs” haben immer­­­­ mehr Menschen neben ihren Computern, Smartphones und Tablets ein weiteres Tor ins Internet zu Hause, über die sie Inhalte jeglicher Art direkt auf dem Fernseher abrufen können. Darüber hinaus sind die Hersteller von Fernsehgeräten mit ihren Benutzeroberflächen längst selbst zu Plattform- oder gar Inhalte-Anbietern geworden. Ob Datenschutz, Urheberrechte, Jugendschutz, Haftungsfragen oder die Sicherung von Vielfalt: Alles ist tangiert. Das ist die Folie für die europäische Regulierung der audiovisuellen Medienlandschaft.
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Verteilungsplan hinfällig

Der Bundesgerichtshof hat in Sachen Verlegerbeteiligung bei der VG Wort entschieden – mit ernsten Konsequenzen vor allem für die Verlage. Sie dürfen nicht mit pauschalen Ausschüttungen an den Einnahmen der Verwertungsgesellschaft beteiligt werden. Damit sind die Satzung und der Verteilungsplan der VG Wort „unwirksam”, schlussfolgert die VG Wort. Das gilt übrigens auch für andere Verwertungsgesellschaften wie VG Bild-Kunst, GEMA und VG Musikedition.
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Man findet, was man sucht

Massenleaks stellen Journalist_innen vor besondere Herausforderungen: Wie sollen sie ihre Geschichten in dem Datenwust von Millionen Dateien finden? Und welchen Anforderungen muss ihre Datenanalyse genügen, zumal die Ansprüche des Publikums an eine professionelle Informationsaufarbeitung steigen? Eine Erschließung der Daten über eine Suchfunktion, wie sie die Süddeutsche Zeitung vorgenommen hat, gehört mittlerweile zu den Basics. Die automatische Auswertung darf hier allerdings nicht stehen bleiben, mahnen Datenprofis. Denn sonst prägen unvermeidlich die Absichten und Fähigkeiten der Rechercheure die Ergebnisse zu stark.
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Nichts ist wirklich planbar

Bis zur Geburt ihres ersten Kindes verlief ihr Leben ohne große Komplikationen. Dann kam ihre Tochter mit einem seltenen Gendefekt auf die Welt und die freie Journalistin Mareice Kaiser erkannte: Nichts im Leben ist wirklich planbar. Wie sie trotz des Schicksalsschlags in ein glückliches und erfülltes Familienleben fand und Beruf und Fa­milie mit der Pflege eines behinderten Kindes verbindet, erzählt die Journalistin im Interview. M gibt das in dem Buch „Kinder + Karriere = Konflikt? – Denkanstöße für eine deutsche Debatte” von Tina Groll veröffentlichte Gespräch in einer gekürzten Fassung wider.
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Fasziniert und angewidert

Journalisten sind scheußlich!”, ruft der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald J. Trump und zeigt mit dem Zeigfinger auf die Medien. „Ich würde sagen, 75 Prozent der Journalisten sind nicht ehrlich. Mindestens! Es gibt auch ein paar nette, o.k. Aber die meisten sind es nicht!” Die Trump-Anhänger klatschen und schauen grimmig zur „press pen” rüber – was auf Deutsch übersetzt so viel wie „Medien-Gehege” heisst. Eine passende Bezeichnung für die Gitterumzäunung im hinteren Drittel des vollgepackten Saales. Darin eingepfercht sind die Journalisten, die gekommen sind, um über eine weitere Wahlkampfrede des republikanischen Anwärters fürs Weiße Haus zu…
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Arbeitgeber in Blockadehaltung

Ohne Fortschritte endeten am 24. Mai die dritte Verhandlungsrunde für die Beschäftigten in der Druckindustrie und die Auftakt-Tarifrunde für die Zeitschriften­redaktionen. ver.di kritisiert die Blockadehaltung der Arbeitgeber. In der Druckindustrie beharrte der Bundesverband Druck und Medien auf seinem unzureichenden Angebot. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger stellte gar Vorbedingungen und verzögert damit die Verhandlungen. Auch in den Tarifbereichen Re­dakteur_innen an Tageszeitungen und Angestellte in den bayerischen Zeitungsverlagen laufen die Tarifverhandlungen weiter. In Bayern gingen Drucker, Redakteure und Verlagsangestellte gemeinsam auf die Straße. Die…
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Stolze Traditionslinie

Am 20. Mai, genau 150 Jahre, nachdem in Leipzig 1866 Abgesandte der deutschen Buchdruckergehilfen ihren Verband gegründet hatten, wurde in der ver.di-Bundesverwaltung die Schau „Vom Deutschen Buchdrucker­verband zur Einheitsgewerkschaft – ver.di. Solidarität. Emanzipation. Tarifkampf” eröffnet.
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Erste Tarif-Regelung ihrer Art

Eine Tarifpremiere wurde im Mai in Stuttgart besiegelt: Die Gewerkschaften ver.di und der DJV unterzeichneten mit dem Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger einen Tarifvertrag. Der sichert Tarifbindung für die Beschäftigten der kürzlich gegründeten gemeinsamen Redaktionsgesellschaft von „Stuttgarter Zeitung” und „Stuttgarter Nachrichten”. Die tarifliche Regelung ist bundesweit die erste ihrer Art. „Es gibt Alternativen zur Tarifflucht”, bewertet Siegfried Heim, ver.di-Landesfachbereichsleiter Medien, Kunst und Industrie, das jetzt unterzeichnete Papier zur Einbeziehung von Redaktionsgesellschaften in das Tarifvertragsgefüge von Tageszeitungsverlagen. Mehr auf M Online
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Frankfurter Rundschau: Übernommen, aber schlechter bezahlt

Die Frankfurter Rundschau GmbH hat angekündigt, bisher rund 55 in einer Werkvertragsfirma beschäftigte Redakteurinnen und Redakteure in eine neue Tochtergesellschaft „FR Redaktion GmbH” zu übernehmen. Dies wird von ver.di mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Es sei zwar zu begrüßen, dass alle Beschäftigten des bisherigen Dienstleisters „Pressedienst Frankfurt” (PDF) übernommen werden sollen.
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Erfolgreiches Engagement Zeit-Online

Als überzeugender Erfolg gewerkschaftlichen Engagements wertete ver.di den Mitte April bei Zeit-Online für 120 Beschäftigte erkämpften Tarifvertrag. In monatelangen Auseinandersetzungen wurde die Forderung nach tariflicher Absicherung durchgesetzt. Das Tarifergebnis bildet zu 90 Prozent die Flächen-Tarifverträge für Zeitschriftenverlage ab, berücksichtigt aber auch die spezifischen Bedingungen der Online-Redaktion des Zeit-Verlages. Die Laufzeit des Haustarifvertrages geht bis Ende 2019. Noch bis Anfang Juni wurden einige Details des Vertrages diskutiert, bevor er unterschriftsreif war.
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Mehr Geld für Beschäftigte in Bayern

Für die Beschäftigten der bayerischen Zeitschriftenverlage wurde ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen. Danach erhalten sie rückwirkend zum 1. März 2016 zwei Prozent mehr Entgelt, mindestens aber 60 Euro mehr. Auch die Ausbildungsvergütungen wurden um zwei Prozent angehoben. Die Entgelte und Ausbildungsvergütungen erhöhen sich um weitere zunächst 1,2 Prozent zum 1. März 2017. Der Tarifvertrag kann zum 28. Februar 2018 erstmals gekündigt werden (Laufzeit 25 Monate). www.medien-kunst-industrie-bayern.verdi.de
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