BVR: Gespräche mit Netflix gescheitert

Foto: Pixabay

Der Bundesverband Regie (BVR) hat die Verhandlungen über Vergütungsregeln für Regisseur*innen mit dem Streamingdienst Netflix für gescheitert erklärt. Mehrere Verhandlungstermine hätten zu keinem Ergebnis geführt, teilte der Verband mit. Die Angebote von Netflix seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der BVR hat Netflix nun aufgefordert, am gesetzlich vorgesehenen Schlichtungsverfahren mitzuwirken.

Vor zwei Jahren hatte es bereits Verhandlungen zur Gemeinsamen Vergütungsregel (GVR) zwischen Netflix, ver.di und dem Schauspielverband BFFS gegeben, die mit einer bahnbrechenden Vereinbarung zugunsten der Kreativen bei Serienproduktionen endeten. Es war das erste Mal, dass eine GVR mit einem Streaming-Anbieter abgeschlossen wurden.

Zu Beginn dieses Jahres wurde eine weitere GVR vereinbart, und zwar für alle von Netflix vollfinanzierten deutschen Filmproduktionen.

Nach Bekanntgabe der Verhandlungen zwischen Netflix, ver.di und dem BFFS im Jahr 2020 hatte der Bundesverband Regie den Streaminganbieter aufgefordert, auch für die von ihm vertretenen Regisseur*innen Vergütungsregeln zu vereinbaren. Doch diese Gespräche führten nun zu keiner Einigung. „Die Angebote von Netflix an die Regisseurinnen und Regisseure des BVR blieben hinter den Erwartungen und den Vorstellungen von Angemessenheit für die gewünschten Leistungen und umfassenden Rechteeinräumungen zurück“, heißt es in einer Mitteilung des BVR.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Medienmacher*innen bündeln Fachwisssen

Die Neuen deutschen Medienmacher*innen NdM haben das gesammelte Fachwissen aus ihrer mittlerweile 18-jährigen Arbeit auf einer neuen Plattform für den Redaktionsalltag gebündelt. Interessierte finden dort Infos und Tools zum Umgang mit Hass im Netz und Desinformation, zur Verantwortung von Medien und Zivilgesellschaft, Schutzmaßnahmen für Medienschaffende bis hin zu Empfehlungen für mehr Diversität in Redaktionen.
mehr »

Demo für eine starke Welle

Unter dem Motto: „Deutsche Welle stärken! Für Dialog und Medienfreiheit – weltweit!“ demonstrierte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zusammen mit einem gewerkschaftlichen Aktionsbündnis heute in Berlin. Grund sind die drohenden Entlassungen von Beschäftigten der Deutschen Welle.
mehr »

Studie zeigt Kontinuität rechter Gewalt

Im Jahr 2025 wurden vom Europäischen Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) insgesamt mindestens 34 Fälle physischer Angriffe auf Journalist*innen verifiziert. Nach einem Höchststand von 98 Fällen im Jahr 2024 liegt die Zahl für 2025 erstmals wieder unter dem Niveau von vor der im Jahr 2020 begonnenen Corona-Pandemie.
mehr »

Haltestelle verpasst

Der digitale Omnibus der EU droht Grundrechte zu verwässern. Er enthalte eine Reihe technischer Änderungen an digitalen Rechtsvorschriften, die ausgewählt worden seien, um „Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen und Bürgern gleichermaßen Soforthilfe zu bieten und die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern,“ schrieb die EU- Kommission im Dezember vergangenen Jahres.
mehr »