Medienpolitik

Trüber Ausblick

Die Verwertungsgesellschaft Wort hat im Jahr 2005 wieder ein „Rekordergebnis“ erzielt. Dennoch mochte auf den Versammlungen der VG Wort am 20. und 21. Mai in Berlin keine rechte Freudenstimmung aufkommen. Grund ist der so genannte Zweite Korb der Urheberrechtsreform, der – würde er, so Gesetz – die Einnahmen aller Verwertungsgesellschaften und damit ihre Ausschüttungen an Journalisten, Autoren, Fotografen und andere Kreative versiegen lassen wird.
mehr »

Initiative Urheberrecht begrüßt Kritik des Bundesrates

Die Initiative Urheberrecht hat erfreut zur Kenntnis genommen, dass der Bundesrat in seiner Sitzung vom 19. Mai dem Gesetzentwurf für den „2. Korb“ der Urheberrechtsreform in zentralen Punkten widersprochen hat. Neben einer bildungs- und wissenschaftsfreundlicheren Ausgestaltung des Urheberrechts verlangte er vor allem, die Begrenzung der Gerätevergütungen auf fünf Prozent des Gerätepreises zu überprüfen und das Recht auf unbekannte Nutzungsarten urheberfreundlicher zu gestalten.
mehr »

Autorisierung und Rechthaben

Anfang Juni unterlag der Bayerische Rundfunk (BR) in seinem Widerspruch gegen eine Einstweilige Verfügung des Spiegel-Verlags vor dem Hamburger Landgericht. Klaus Wiegrefe, Leiter des Spiegel-Ressorts Zeitgeschichte, hatte vom Sender verlangt, in einem Hörfunk-Manuskript über den Reichstagsbrand einen Satz streichen zu lassen.
mehr »

Regieguide ist jetzt auch online

BERLIN / AACHEN. Der „Regieguide“, das „Who is Who“ der Film- und Fernsehmacher ist seit der Berlinale online.
mehr »

Synchronproduzenten gründeten Verband

BERLIN. 20 deutsche Synchronproduzenten für Film und Fernsehen haben in Berlin einen Verband gegründet.
mehr »

Filminstitut vor dem Aus?

Noch ist die gemeinnützige GmbH „IWF Wissen und Medien“ Mitglied der „Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz“ (WGL) und wird, wie alle Leibniz-Institute, gemeinsam von Bund und Ländern finanziert. Um in den Genuss dieser Förderung zu gelangen, die auf Artikel 91b des Grundgesetzes zurückgeht, muss deren Arbeit gesamtstaatlichen wissenschaftspolitischen Interessen entsprechen und auch überregional von Bedeutung sein. Ende letzten Jahres hat nun der Leibniz-Senat Bund und Ländern empfohlen, das Göttinger Institut nicht weiter zu fördern.
mehr »

Micky Mouse und warum UKW verhindert wurde

Es ist noch nicht einmal vier Jahre her, da konnten die Urheber in Deutschland unter der Parole „Kreativität ist etwas wert“ eine wesentliche Verbesserung ihrer Rechtsstellung erreichen. Doch trotz des Punktsieges war über ihre Rolle in den neuen Medien längst entschieden: Die Kreativen, die Schöpfer von künstlerischen, journalistischen und wissenschaftlichen Werken sind von Medienindustrie und IT-Konzernen zu kostengünstigen Legehennen gemacht worden, deren Produkte nun auf dem weltumspannenden Online-Markt verhökert werden.   Einfluss und Vorteil haben sie kaum. Nur wer ein goldenes Ei legt, wird etwas umhätschelt. Das Primat der globalisierten Ökonomie, in der die…
mehr »

Neuer RBB-Vorstand

BERLIN. Die bisherigen Senderverbände Berlin und Potsdam im RBB haben auf der gemeinsamen Mitgliederversammlung am 26. April 2006 einen neuen ver.di-Senderverbandsvorstand gewählt.
mehr »

Deutsche Radiobranche im Aufschwung

Insgesamt 335 Radioprogramme, davon 268 private und 67 öffentlich-rechtliche, werden von fast 80 Prozent der deutschen Bevölkerung fast 4 Stunden täglich genutzt.
mehr »

Worte wie Hohn

Als „Affront“ bezeichnete die Redaktion der Berliner Zeitung die Berufung von Josef Depenbrock zum neuen Chefredakteur. Ihre Reaktion folgte prompt: Vormittags verkündete Geschäftsführer Peter Skulimma den neuesten Schachzug der Chefetage, im Anschluss zog sich die Redaktion zur internen Beratung zurück und beschloss daraufhin an diesem Tag keine Zeitung zu produzieren.
mehr »

Radio auf vielen Wegen

Symbolträchtiger hätte der deutsche Branchentreff nicht stattfinden können: Während das alte Domizil des Radio Day in Köln für den neuen Fernseh-Mieter RTL bezugsfertig umgebaut wird, musste sich der kleine Bruder Hörfunk diesmal mit der Halle 2.2 begnügen. Nach außen drangen trotzdem Erfolgsmeldungen, drinnen ging´s besonders beim Fachkongress eher um Zukunftssorgen.
mehr »

Schleichende Entwertung

Die IMK will den Kreis der ausstellungsberechtigten Verbände und den Kreis der möglichen Inhaber des bundeseinheitlichen Presseausweises ausweiten. Medienverbände befürchten eine Entwertung des Dokuments als professionelles Arbeitsmittel.
mehr »

Hysterie anstatt Recherche

„Organisiertes Schweigen“ zu den Hintergründen der WM-Finanzen – ein Gespräch mit Jens Weinreich, Sportchef der Berliner Zeitung.
mehr »

Rechtepoker

Formel 1 und Boxen gelten dem Fernsehen aufgrund der hohen Rechtekosten längst als Luxusprodukt. Dies trifft erst recht auf der Deutschen Lieblingssportart zu, den Fußball. Am runden Leder lassen sich besonders gut die fatalen Auswirkungen einer zunehmenden Kommerzialisierung des Sports auf die TV-Berichterstattung ablesen. Um das Verhältnis vonFußball und TV kreiste unlängst eine Tagung des Marler Grimme-Instituts.
mehr »

Für alle von Gewinn

Wie bekommt man einen Imagewechsel hin und gewinnt an Quote? Man nehme eine unaktuelle Papstserie, kündige diese mit einem Jesus-lästerlichen Plakat an und warte ab.
mehr »

Pressefreiheit

Im Bundestag liegen derzeit zwei Entwürfe von Bündnis 90 / Grüne und FDP zur Stärkung der Pressefreiheit in Deutschland und dafür notwendige Veränderungen im Strafrecht auf dem Tisch. Anlass für diese Vorschläge sind sich häufende Eingriffe der Ermittlungsbehörden in die Hoheit von Redaktionen und Journalisten.
mehr »