Medienpolitik

„Kontinuität und Aufbruch“

Der Favorit machte das Rennen. Erik Bettermann heißt der neue Intendant der Deutschen Welle (DW). Der bisherige Bundesbevollmächtigte des Landes Bremen wurde am 10. Mai vom Rundfunkrat der Welle zum Nachfolger von Dieter Weirich (CDU) gewählt. Der 57jährige Sozialdemokrat setzte sich im dritten Wahlgang mit zehn zu sieben Stimmen gegen Sabine Rollberg, Arte-Beauftragte der WDR-Fernsehdirektion, durch. Im ersten Wahlgang hatte Rollberg sogar vor Bettermann gelegen. Jürgen Büssow, ehemaliger medienpolitischer Sprecher der SPD und heute Regierungspräsident in Düsseldorf, war gegen seinen Parteifreund chancenlos. Der neue Intendant tritt sein Amt am 1. Oktober an.
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Kritiker und Medienforscher im Spaßtaumel

Thomas Gottschalk leidet darunter, dass jeder seiner Handy-Anrufe auf dem Flughafen von Mitreisenden mit Spannung mitverfolgt wird, es könnte ja Madonna dran sein: Über die Befindlichkeiten der Fernsehmacher war bei den "34. Mainzer Tagen der Fernsehkritik" so einiges zu erfahren. Und wer bis dahin die Bedeutung des Wortes selbstreferentielles Fernsehen nicht hautnah zu spüren bekam - bitteschön!
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Hinkende Vergleiche und Werbung in eigener Sache

Jedes Jahr im Juni ist Köln Schauplatz des "Medienforums NRW". Wie auf den "Münchner Medientagen" oder anderen, meist kleineren Fachveranstaltungen geht es dabei nicht nur um fachlichen Austausch, sondern auch um Werbung in eigener Sache: Mit hinkenden Vergleichen und viel Selbstbeweihräucherung buhlen die deutschen Großstädte um die Ansiedlung von TV-Unternehmen.
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Sport ist Trumpf

Das musste man als Eishockey-Freund gesehen haben: Tausende feierten in der Kölnarena noch lange nach dem Schlusspfiff die deutsche Mannschaft, obwohl sie gerade gegen Finnland aus dem Turnier ausgeschieden war. In allen drei Stadien der Eishockey-WM gab es eine Euphorie, wie sie diese Sportart hierzulande noch nie erlebt hat. Leider bekam man außerhalb der Arenen kaum etwas davon mit. Denn im Gegensatz zu früheren Jahren, als sportliche Spektakel dank der Übertragung im Fernsehen die gesamte Nation elektrisierten, war die Öffentlichkeit nun weit- gehend ausgeschlossen: Das Eishockey-Ereignis fand auf Premiere World statt.
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Gratiszeitungen werden Normalität

Die Gratiszeitungen werden sich auch in Deutschland weiter ausbreiten. Der Konkurrenzkampf zwischen den verschiedenen Zeitungstypen konzentriert sich insbesondere auf den Anzeigenmarkt. Die Zeitungsverleger schreien laut, um ihr Gewinnmonopol gegen den Marktzutritt Fremder zu verteidigen.
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„Und fertig ist die Macht“


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ver.di-Eckpunkte für Tarifverhandlungen mit der ProSiebenSat.1 Media AG

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der DJV haben am 25. April in Unterföhring bei München der ProSiebenSat.1 Media AG gemeinsame Eckpunkte für einen künftigen Konzern-Tarifvertrag vorgelegt.
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„Die Enkel fochten’s besser aus…“

Zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe von M - Menschen Machen Medien ist die Tarifauseinandersetzung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk weitgehend gelaufen. Bis auf den SFB und die Deutsche Welle haben alle Sender die umstrittene Verknüpfung von Gehaltstarifrunde und Einschnitten in die Altersversorgung aufgegeben.
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Urheberrecht gilt auch für neue Medien

Nach über dreijährigem harten Ringen ist die Schlacht der Lobbyisten um das europäische Urheberrecht entschieden. Die "Richtlinie zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft" passierte das Europäische Parlament in zweiter Lesung. Am 9. April wurde sie vom europäischen Ministerrat in Kraft gesetzt.
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Urhebervertragsrecht

Unternehmen oder Unternehmer melden sich gern als "die Wirtschaft" zu Wort und geben so ihren Forderungen oder Vorschlägen den Anschein, vom gesamtwirtschaftlichen Interesse getragen zu sein. Das ist quasi Gewohnheitsrecht geworden. Deshalb fällt die Arroganz dieser Vertreter des Kapitals, das bekanntlich ohne Arbeit nichts erwirtschaftet, kaum mehr auf.
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E-Pressespiegel aus 50 Printtiteln

Ab 7 Uhr morgens können die Kunden der PMG Artikel am Erscheinungstag aus dem Presse-Monitor(R)-System im HTML- oder XML-Format herunterladen und ihren Mitarbeitern beispielsweise über das firmeneigene Intranet zur Verfügung stellen.
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Autoren werden ausgebootet

Der 2. April 2001 wird in die deutsche Mediengeschichte eingehen. Das Datum steht für den Start der Versendung von elektronischen Pressespiegeln. Ein Einschnitt, der nicht nur den Niedergang des Papier-Zeitalters in diesem Bereich einleitet, sondern gleichfalls den von Autorenrechten manifestieren soll. Denn hier wollen die Großverlage alleine kassieren - ohne die Urheber an den Erlösen zu beteiligen.
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Musterprozess gegen US-Medienhäuser geht in die entscheidende Runde

Gespannt warten zehntausende US-Freelancer derzeit auf Neuigkeiten aus Washington, aus dem Supreme Court. Hier wird seit dem 28. März darüber verhandelt, ob Verlage die Texte freier Autoren in digitalen Medien wie Datenbanken, Internet oder CD-ROMs veröffentlichen dürfen, ohne dafür zusätzliches Honorar zu zahlen.
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Über den „Klatschklimawechsel und „Fünf-Mark-Nutten“

Warum Bundeskanzler Gerhard Schröder der Darling vieler Chefredakteure ist - und es mit der Unterhaltung aufwärts geht FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher mühte sich sichtlich ab. Der versierte Rhetor geriet beinahe ins Stammeln, als er zu begründen hatte, weshalb "maßgebliche Chefredakteure Deutschlands" - von "Spiegel"-Aust bis "Focus"-Markwort - Bundeskanzler Gerhard Schröder in diesem Jahr den "Deutschen Medienpreis" zuerkannt haben. Bei allen rhetorischen Verrenkungen blieb Laudator Schirrmacher eine plausible Antwort am Ende schuldig. Und der Geehrte wurde pampig: Nie zuvor habe er eine Laudatio gehört, wunderte sich Schröder, "mit neun Zehnteln ohne ein Wort über den zu…
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Was ist das „Netzwerk Recherche“?

Das von 35 Journalisten am ersten Aprilwochenende in Simmerath-Erkensruhr (Eifel) gegründete "Netzwerk Recherche" will "die journalistische Recherche in der Medien-Praxis stärken, auf ihre Bedeutung aufmerksam machen und die intensive Recherche vor allem in der journalistischen Ausbildung fördern".
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Das Ende einer unendlichen Geschichte

Seit 1. April sind beim NDR, SWR und WDR gleich lautende neue Regelungen für die Urheber und Leistungschutzberechtigten im jeweiligen Tarifvertrag für auf Produktionsdauer Beschäftigte und im Tarifvertrag über die Urheberrechte arbeitnehmerähnlicher Personen in Kraft.
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