Medienwirtschaft

„Frauenmacht“: DW und RBB liegen vorn

Die Deutsche Welle und der RBB sind bei „Pro Quote Medien“ in der ersten Studie zur Gleichstellung im Rundfunk auf der Sonnenseite gelandet: Beide Sender erreichen einen „Frauenmachtanteil“ von über 50 Prozent. Als Schlusslichter wurden der Saarländische Rundfunk und das Deutschlandradio mit rund 25 Prozent ausgemacht. Zwar blieb die Definition von Frauenmacht zur Vorstellung der Studie im Berliner Haus des Deutschlandradios am 22. November nicht unumstritten. Fest steht aber, dass in Spitzenpositionen der Sender weiter mehrheitlich Männer das Sagen haben.
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Erneuter Stellenabbau bei Reuters geplant

Im deutschen Büro der globalen Nachrichtenagentur Reuters sollen aus strategischen Gründen zehn von 80 Stellen im Textbereich gestrichen werden. Vor wenigen Tagen hatte bereits der Deutschlandfunk berichtet, dass es laut einer E-Mail des Reuters-Europa-Chefs an Mitarbeiter_innen zu Jobverlusten in einigen europäischen Niederlassungen kommen solle. In den letzten sechs Jahren sind bei Reuters Deutschland bereits 20 Prozent der Stellen weggefallen. ver.di fordert den Verzicht auf den angekündigten Abbau und will die Geschäftsführung gemeinsam mit dem Betriebsrat zu Gesprächen auffordern.
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Virtual Reality erobert Doku-Format

Kommt der Dokumentarfilm der Zukunft in VR und 360 Grad mittels Datenbrille zu uns? Gerade scheinen immersive Virtual Reality-Produktionen im Dokubereich Konjunktur zu haben. “Home after War” ist ein besonders gelungenes Beispiel für das Genre. In der VR-Doku wandert der Nutzer selbstständig durch das stille Haus einer aus dem Krieg zurückgekehrten irakischen Familie und lernt so ihre Geschichte kennen. Der Film war für den gestern in Babelsberg verliehenen „VR Now Award“ für Virtual Reality, Mixed Reality und 360 Grad-Video nominiert.
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Verdientes Aus für Fußball Bild?

Fußball geht immer. Das dachten sich wohl die Springer-Manager, als sie vor knapp zwei Jahren die werktägliche Fußball Bild auf den Markt warfen. Doch das Kalkül ging daneben. Selbst eingefleischte Fans des runden Leders zeigten dem Blatt die rote Karte. Jetzt wird das Projekt abgepfiffen. Fußball Bild sei „nach unseren hohen wirtschaftlichen Maßstäben unter unseren Erwartungen geblieben“, heißt es in einer dürren Verlagsmitteilung. Wohl eher die höfliche Umschreibung für einen Totalflop. Die letzte Ausgabe erscheint Ende Dezember nach dem Abschluss der Bundesliga-Hinrunde.
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Duisburger Filmwoche: Im Umbruch

Ein deutscher Aggregatzustand: Mitten unter Pegida- Demonstrant_innen bewegt sich die Kamera. Manche schauen offensiv ins Objektiv, andere brüllen „Lügenpresse“ und „Haut ab!“. Der Kamerablick wirkt ratlos. Eine der nächsten Szenen dann: der Blick in eine MDR-Redaktion. Umgang der Medien, Umgang mit den Medien – das war auf der Duisburger Filmwoche ein zwar nicht explizites aber unübersehbares Thema in mehreren Filmen. Umbrüche liegen in der Luft und erfordern „Handeln“, so das Motto der 42. Duisburger Filmewoche vom 06. bis 10. November.
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Zentralredaktionen als Vielfaltskiller

„Parlamentsjournalismus im technischen und ökonomischen Medienwandel“ war der Titel einer Debatte im Rahmen der Konferenz „Formate des Politischen“ am 8. November im Atrium der Bundespressekonferenz (BPK). Im Fokus der Diskussion stand schnell die wachsende Rolle der Zentralredaktionen und ihre Folgen für die publizistische Vielfalt in Deutschland. Eingeladen hatten der Deutschlandfunk, die Bundeszentrale für politische Bildung und die BPK.
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DOK-Leipzig: Aufbruch in neue Normalität?

Das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm fiel 2018 wegen seiner Vielfältigkeit, wegen eines kontroversen Preisträgerfilms, aber vor allem wegen seines hohen Anteils an Filmemacherinnen auf. Gerade in Zeiten, in denen die leisen, Hoffnung bringenden Zeichen vom rücksichtslosen, oft genug männlich dominierten Gepolter der Zerstörung und Rückwärtsgewandtheit übertönt werden, sind die Signale, die in diesem Jahr von der DOK ausgehen, wertvoller denn je. – Und davon gab es viele!
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Lokalzeitungen: Gut, aber wenig kontrovers

Die Lokalteile der Zeitungen sind thematisch vielfältiger und unabhängiger geworden. Sie bringen aber auch weiterhin „nicht allzu viele kontroverse Artikel“ und wenig Hintergrundberichterstattung. Mitunter sehr umfangreich, steche doch qualitativ kein Blatt besonders hervor. Das sind zentrale Ergebnisse einer Studie „Die Leistungen des Lokaljournalismus“, die auf breiter empirischer Basis die zur Zeit aktuellste Bestandsaufnahme zur Qualität von Lokalzeitungen und ihren Online-Auftritten liefert.
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News aus dem „Neuigkeiten-Zimmer“

„Wie digital sind Deutschlands Medien?“, fragte der Berliner Mediensalon von DJV Berlin, dju in ver.di und meko factory, der gestern zum zweiten Mal im Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation stattfand. Eine befriedigende Antwort blieb er dem zahlreich erschienenen Publikum leider schuldig. Stattdessen gab es Insiderinfos aus dem „Neuigkeiten-Zimmer“ von Verkehrsminister Andreas Scheuer und aus der BuzzFeed Deutschland-Redaktion, in die sich immer öfter noch ein Fax verirrt.
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MIPCOM: Mehr Vielfalt in den Medien

Die MIPCOM in Cannes an der Côte d’Azur ist die weltgrößte Fernsehmesse der Welt und zeigt, was schon bald in Millionen Wohnzimmern über die Bildschirme flimmert. Über 11.000 Verantwortliche von Sendern, Produktionsfirmen, Programmvertrieben, Internetplattformen und Medienkonzernen aus aller Welt kamen auch in diesem Oktober in Südfrankreich zusammen, um Inhalte zu kaufen oder zu verkaufen. Ein wichtiger Schwerpunkt diesmal: „Diversity“, also die Abbildung der gesellschaftlichen Vielfalt in den Medien.
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Wie läuft’s eigentlich bei Watson?

„Nachrichten ohne blabla“ für die Zielgruppe der 20 bis 36jährigen versprach das Online-Newsportal Watson, als es am 22. März in Berlin an den Start ging. Werbevermarkter Ströer, der bereits mehrere Contentangebote betreibt, darunter das mit Abstand reichweitenstärkste Nachrichtenportal T-Online, hatte dafür die Lizenzrechte vom Schweizer Portal watson.ch erworben. An den Erfolg der Eidgenossen kann der deutsche Ableger bisher nicht anknüpfen. Chefredakteurin Gesa Mayr zieht dennoch eine positive Bilanz – und erklärt im Gespräch, wie sie jetzt noch einmal angreifen will.
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Streaming erobert Medienbranchen

Streaming ist der führende Vertriebsweg auf dem Musikmarkt, stellt mittlerweile aber in immer Branchen die etablierten Geschäftsmodelle infrage, so Gert Hautsch in den aktuellen Berichten zur Medienwirtschaft für das dritte Quartal 2018. Auch Fernsehsender, Videoportale, Filmtheater und Buchverlage sehen sich mit Herausforderungen konfrontiert, auf die sie kaum vorbereitet sind. Vor diesem Hintergrund haben sich die Umsätze in der Werbewirtschaft und in den meisten Medienbranchen kaum bewegt oder sind sogar gesunken. Nur die Onlinewerbung wächst weiterhin kräftig.
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WLAN für alle!

Überall kostenlos im WLAN surfen, ohne eigene Mobilfunk-Daten zu verbrauchen. Ein Traum? Während nicht wenige Hotels in Deutschland für WLAN-Zugänge noch immer die Hand aufhalten oder Cafés ganz abwinken, baut Berlin wie keine zweite Stadt in Deutschland an immer neuen kostenlosen öffentlichen Hotspots.
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Neue Erzählformate im alten Hör-Medium

Mit frischen Konzepten die „Digital Natives“ erreichen. Schafft das das alte Hör-Medium Radio noch? Das junge Publikum verlangt nach crossmedial aufgebauten Inhalten, die sowohl On Air als auch online laufen, und gern mit Bild. Radio für junge Zielgruppen ist ohne YouTube und Social Media nicht mehr zu machen. Die Vermischung von „Hörfunk“ mit Video und Texten im Netz hinterlässt deutliche Spuren – und neue Erzählformate.
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Unabhängigkeit von Kreativen hinterfragt

Wie frei können Filmemacherinnen, Drehbuchautoren, Bloggerinnen und Hörspielproduzenten heutzutage schreiben, produzieren und vermarkten? Um diese Frage kreiste das Symposium „Mythos Unabhängigkeit: Jede Meinung hat ihren Preis“, zu dem der Deutsche Medienrat – ein Zusammenschluss von Organisationen aus Film, Rundfunk und AV-Medien – am 16. Oktober in die Landesvertretung Sachsen-Anhalt in Berlin geladen hatte.
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Bremedia kehrt zu Radio Bremen zurück

Radio Bremen (RB) korrigiert seine Outsourcing-Politik: Die Produktionsgesellschaft Bremedia soll künftig nur noch RB gehören; die bisherige Miteigentümerin Bavaria steigt aus. Bremedia wird nicht abgewickelt, es ändern sich nur ihre Eigentumsverhältnisse. Die kleine RB-Werbetochter Radio Bremen Media wird dagegen komplett aufgelöst. Ihre Aufgaben und die Beschäftigten werden überwiegend ins Mutterhaus zurückgeholt. Das hat jetzt der Rundfunkrat der kleinsten ARD-Anstalt einstimmig beschlossen.
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