Medienpolitik

Wir gewinnt

Die Millionenquoten lassen den Verantwortlichen bei ARD und ZDF das Herz hüpfen, auch wenn sie streng genommen nicht viel zum Triumph beigetragen haben: Für die Spannung auf dem Platz sorgten die Spieler, die Bildregie oblag der Uefa, und die Qualität der zuweilen ausufernden Rahmenberichterstattung ließ mitunter heftig zu wünschen übrig. Es ist also ein gekaufter Sieg, der dazu führen wird, dass ARD und ZDF dank EM und Olympia dem ewigen Marktführer RTL endlich mal wieder den Jahressieg streitig machen können.
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Geschichte eines Fotos

25. Jahrestag der Krawalle in Berlin-Kreuzberg vom 1. Mai 1987. Das unsägliche Ritual der seither alljährlich zelebrierten Straßenschlachten zwischen Autonomen und der Polizei. Die tiefgründigen Analysen zum Thema. Alles schon wieder Schnee von gestern. Hier geht es nur um ein Foto von jenem freundlichen, warmen ersten Maitag vor einem Vierteljahrhundert.
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Das WDR-Dschungelbuch

Spät kommt sie, aber das lange Warten hat sich gelohnt. Die zweite, völlig neu bearbeitete Auflage des WDR-Dschungelbuchs erscheint zu einem Zeitpunkt, da das Klima auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sich rapide verschlechtert hat. Wachsende Arbeitsverdichtung, Sparpolitik, Format- und Quotendenken bestimmen den Arbeitsalltag. Viele leiden darunter, vor allem die Freien.
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Gegen die Ignoranz

„Weiberfilme, Süßholz und Star-TV: Verdrängt das Seichte das Dokumentarische?“ Unter dieser zugespitzten Fragestellung debattierte der „MainzerMedienDisput“ unlängst in Berlin aktuelle Tendenzen im deutschen Fernsehen.
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Kämpft für mehr!

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist für viele Menschen in ihrem Land die Hauptquelle, um sich über Politik, Kultur und gesellschaftliche Vorgänge zu informieren. Er braucht Förderung und Unterstützung. Deshalb hat die internationale Gewerkschaftsorganisation für Medien, Unterhaltung und Kunst (UNI MEI) anlässlich des UN-Welttages des öffentlichen-Dienstes am 23. Juni zu einem weltweiten Aktionstag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aufgerufen. *
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Alles Boulevard oder was?

„Frau in Säure aufgelöst“, „Wir sind Papst“, „Rudi haudi Saudi“ – wo solche Headlines auftauchen, ist der Boulevard nicht fern. Seine besten Zeiten scheinen vorbei. Wie andere Tageszeitungen leiden auch die Boulevardblätter unter der strukturellen Zeitungskrise. Von einer generellen Krise des Boulevardjournalismus kann dennoch keine Rede sein. Denn er wuchert längst auch in anderen Medien, vor allem online und im TV.
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Im Visier von Neonazis

Gleich zwei Nächte hintereinander war die Lokalredaktion der Lausitzer Rundschau in Spremberg Ziel neonazistischer Angriffe. In der Nacht zum 30. April wurde das Gebäude der Redaktion mit Parolen wie „Lügenpresse halt die Fresse“ beschmiert.
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Kopierwerke vor dem Aus

Bei den traditionellen Kopierwerken der CinePostproduktion GmbH in Hamburg (Atlantik), München (Bavaria) und Berlin (Geyer) gehen endgültig die Lichter aus. In einer zweiten Entlassungswelle nach 2011 sollen jetzt noch einmal 120 langjährige Mitarbeiter zu Miniabfindungen einfach vor die Tür gesetzt werden.
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Blickwinkel verschieben

Früher sprach man von Gegenöffentlichkeit, heute, unverbindlicher, von alternativen Medien. Diese befassen sich mit Themen, die im publizistischen Mainstream keinen Platz finden. Manche laufen auch im Mainstream gegen den Mainstream.
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Inhalte-Relevanz für Nutzer definieren

ACT!ON lautete das diesjährige Kongressmotto der Re:publica, von dem sich mehr als 4.000 Teilnehmer angesprochen fühlten. Mit ihnen diskutierten rund 300 Redner aus über 30 Nationen Fragen der Netzwelt und der digitalen Gesellschaft in Deutschland.
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Prozessbeginn gegen Chef von Kino.to

Vor dem Landgericht Leipzig hat am 8. Mai der Prozess gegen den Gründer und Chef des illegalen Streamingportals Kino.to begonnen.
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Auf eine Stufe gestellt

Die Deutsche Bahn, Air Berlin und auch die Deutsche Telekom haben ihre spezifischen Journalistenrabatte gestrichen. Begründung: Sie seien nicht mehr zeitgemäß. Was halten Sie davon? Jörg Schillinger: Ob Journalistenrabatte zeitgemäß sind oder nicht, das mag im Ermessen eines jeden Einzelnen liegen. Journalisten erfüllen natürlich eine wichtige Aufgabe in der Demokratie. Wenn man als Unternehmen diese Aufgabe zweifelsfrei unterstützen kann, ist das gut. Wenn ein Unternehmen sagt, wir gewähren keine Rabatte, dann ist das ebenso legitim. Die Abschaffung der Rabatte erfolgte unter dem Eindruck der Wulff-Debatte. Kann man Produktrabatte für Journalisten wirklich auf eine…
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Haft für Programmierer

Der Chef-Programmierer des illegalen Filmportals Kino.to ist am 11. April zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Das Leipziger Landgericht sprach den 29jährigen wegen gewerbsmäßiger unerlaubter Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken in zahlreichen Fällen schuldig.
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Giganten-Dämmerung

Thomas Gottschalk geht unter, Harald Schmidt wird weggegangen und die Welt steht auch nicht mehr lange. Man muss als altgedienter Fernsehkritiker schon ins Grübeln kommen, wie sich die Bezugsgrößen auflösen, die Heroen den Dienst quittieren und unser aller Narrenschiff ohne seine Gallionsfiguren jenem Untergang zusteuert, den es gerade mit gefühlten 500 Melodramen über die Titanic ausgiebig zelebriert hat. Dass die Unterhaltungsmaschine Fernsehen zwei in die Jahre gekommene Entertainer ausspuckt, ist das eine. Das andere ist: mit welcher Mutlosigkeit und Einfallslosigkeit die Sender schon seit Jahren über die Programmschienen ziehen? Hier die Privaten, die über steigende…
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Hausaufgaben nicht gemacht?

In der Belegschaft des ZDF herrscht Besorgnis. Auslöser ist der Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF), in dem erhebliche Einsparungen auch im Personalbereich gefordert werden. Danach müssten bis 2016 im ZDF bis zu 300 Stellen eingespart werden. ver.di im ZDF hat sich am 16. März in Mainz mit dieser Forderung auseinandergesetzt. In der Reihe „ver.di im Gespräch“ wollte Moderator Uli Röhm vom sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich wissen: „Wie soll das ZDF mit immer weniger Personal weiterhin gutes Programm machen?“
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Frühmagazine in Frage gestellt

Beim Südwestrundfunk (SWR) in Baden-Württemberg brodelt es. Ursache ist der seit einiger Zeit stattfindende „tiefgreifende strategische“ Umbau. 166 Millionen Euro sollen bis 2020 eingespart werden. Neueste Reformvorhaben betreffen die Regionalstudios und die beiden großen Orchester. Während der Intendant von einer „Weichenstellung“ spricht, fühlen sich freie Mitarbeiter und Gesamtpersonalrat nicht genügend einbezogen. Klare Vorstellungen und Konzepte werden eingefordert. Zehn große Einsparprojekte soll es geben, konkret benannt wurden Anfang März zunächst zwei: die Orchesterfusion und der Wegfall der Frühmagazine bis 2016. Es gehe um den multimedialen Ausbau der…
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