Medienpolitik

Vom Roten Teppich zu Hartz IV

Vom Roten Teppich zu Hartz IV. Für viele der 20.000 Film- und Fernsehschaffenden in Deutschland ist dies seit Jahren bittere Realität. Mit dem umstrittenen Änderungsgesetz zum Bezug von Arbeitslosengeld 1, das am 1. August 2009 in Kraft trat, wollte die Große Koalition ihnen unter die Arme greifen. Ob das Gesetz die Lage der Betroffenen verbessert, soll jährlich überprüft werden. Nach drei Jahren wird dann evaluiert. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Kritiker Recht behalten. Das Gesetz geht wohl an den spezifischen Bedingungen der Branche vorbei. Um dies mit eigenem Datenmaterial zu unterlegen, hat der Bundesverband Film von ver.di eine Umfrage gestartet. Bis zum 31.…
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Zeichen von Abschied

Musikproduzent, Journalist und Buchautor Tim Renner über Angebot und Nachfrage, Verteidigungsstrategien und Perspektiven in der Musik(medien)branche.
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Nur noch Pay-TV

MTV, vor 30 Jahren Vorreiter des Musikfernsehens, ist seit Anfang Januar im Pay-TV verschwunden. Dass der einstige Konkurrent VIVA die Lücke schließen kann, erscheint zweifelhaft.
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Prince und Pop

So richtig gut geht es der Musikpresse nicht. Kein Wunder, befindet sie sich doch in einem gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis zur Musikindustrie. Die CD-Verkäufe der Musikfirmen schwächeln, neue Geschäftsmodelle im Internet können die Verluste längst nicht ausgleichen. Wenn die Industrie darbt, trifft das auch Magazine wie Musikexpress, Rolling Stone und Spex.
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Parteieneinfluss begrenzen

ver.di im ZDF begrüßt die angekündigte Klage der Landesregierung von Rheinland-Pfalz gegen den ZDF-Staatsvertrag beim Bundesverfassungsgericht. Durch das Normenkontrollverfahren kann nach Auffassung der Gewerkschaft der Beweis erbracht werden, dass in den ZDF-Gremien staatliche Vertreter und politische Parteien ein unzulässiges Übergewicht haben, die Besetzung des ZDF-Fernseh- und Verwaltungsrates nicht staatsfern ist und damit einen Verstoß gegen die im Grundgesetz gewährleistete Rundfunkfreiheit darstellt.
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Hohe Qualität statt Masse

Am 1. Januar 2011 übernahm Monika Piel turnusmäßig für zwei Jahre den Vorsitz der ARD. Piel ist seit 2007 Intendantin des Westdeutschen Rundfunks, der größten ARD-Anstalt. M sprach mit ihr über die Situation und aktuelle Probleme des Senderverbunds.
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Preis für „Neue Wut“

Mehr als zwei Jahrzehnte hat Martin Keßler als politischer Dokumentarfilmer für ARD, ZDF, Arte und WDR gearbeitet – bis er mit seiner kritischen Filmserie „Neue Wut“ offenbar für die immer mehr zum Bunten neigenden öffentlich-rechtlichen Sender zu anspruchsvoll geworden war. Keßler gab jedoch nicht auf und erreichte mit seinen Filmen über Sozialproteste eine neue Öffentlichkeit: Über das Internet, CD-Verkauf und Kinovorführungen, mit Unterstützung von Stiftungen, Gewerkschaften sowie einer interessierten Fangemeinde in sozialen Bewegungen. Dafür verlieh ihm der Verein Business-Crime-Control (BCC) im November in Frankfurt einen Preis.
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debatte urheberrecht: Offener Brief von Frank Werneke

Das ver.di-Positionspapier „Internet und Digitalisierung – Herausforderungen für die Zukunft des Urheberrechts“ hat in der Öffentlichkeit und auch im ver.di-Mitglieder-Netz zu einer regen, kritischen Debatte geführt. Mitunter wurden Vorwürfe laut, die Widerspruch herausfordern. ver.di-Vize Frank Werneke setzt sich damit auseinander. M veröffentlicht seinen Offenen Brief, der auch ins Netz gestellt wurde.
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Hoffnung für Neustart

Über die aktuellen Chancen des digitalen Hörfunks in Deutschland sprach M mit Dr. Gerd Bauer, Hörfunkbeauftragter der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM)
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Nicht mehr zeitgemäß

Noch vor Weihnachten will Rheinland-Pfalz mit einem Normenkontrollantrag beim Bundesverfassungsgericht den ZDF-Staatsvertrag auf seine Verfassungsmäßigkeit abklopfen lassen.
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kommentiert & aufgespießt: Rüder Umgang & Die letzte Zuflucht

Von Gitta Düperthal | Immer wieder wird die gesetzlich vorgeschriebene Presse- und Informationsfreiheit bei Polizeieinsätzen eingeschränkt: Je stärker Bürgerprotest in Krisenzeiten, desto rüder der Umgang mit Pressevertretern! Bei den Castor-Protesten im November hatte das der Bildjournalist Michael Schittenhelm aus Lindau am Bodensee zu spüren bekommen. Als er das brutale Polizei-Vorgehen gegen Demonstranten im Wendland mit seiner Digitalkamera festhielt, befahlen ihm Beamte mit eindeutigem Drohgebaren, seine Aufnahmen sofort zu löschen: „Mit den Herren der Bundespolizei wird nicht diskutiert“. Warnungen des Fotografen und Freelancers, der für lokale Blätter in Bayern und…
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Tarifeinigung mit Herzflimmern

Es ist geschafft, am 15. November einigte sich ver.di mit der Geschäftsführung der Bavaria Production Services (BPS) über die Tarifbindung an den Branchentarifvertrag des Verbandes Technischer Betriebe für Film & Fernsehen (VTFF). Seit Dezember 2009 forderten die ca. 45 festen und freien Mitarbeiter der BPS, die Anerkennung dieses Tarifvertrages.
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Mutige Klägerin

20 Jahre lang hat die Bremer Journalistin Alice B. für die Kreiszeitung (Ippen-Konzern) gearbeitet, für 23 Cent pro Zeile, 12,78 Euro pro Foto oder für kleine Pauschalen. Dann flog sie plötzlich raus. Der Anlass: Sie hatte sich dagegen gewehrt, dass der Verlag viele ihrer Texte und Fotos an andere Blätter weiter verkaufte. Mit einer Klage will die 50-Jährige nun erreichen, dass sie weiterbeschäftigt und rückwirkend als Festangestellte eingestuft wird. In erster Instanz hat B. verloren, aber sie kämpft weiter.
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Regionalredaktionen dicht gemacht

Die Fränkische Landeszeitung (FLZ), Lokalzeitung für die Landkreise Ansbach und Neustadt/Aisch mit dem Mantel der Nürnberger Nachrichten, hat zwei Redaktionen zum 1. September in Uffenheim und Scheinfeld geschlossen. Dagegen gab es (letztendlich vergeblichen) Widerstand. Doch auch der Verlag schlug um sich.
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Achtung – Achtung! Hier ist Königs Wusterhausen

Es war am 22. Dezember 1920. Auf dem Mühlenberg in Königs Wusterhausen, auf dem die Deutsche Reichspost ihre Hauptfunkstelle betrieb, gingen seltsame Dinge vor: Schon am Nachmittag war ein Harmonium den Hügel hinauf transportiert worden. In den frühen Abendstunden folgten mehrere Männer mit Musikinstrumentenkoffern. Sechs Enthusiasten bereiteten sich auf einen Auftritt vor. Zum ersten Male sollte an diesem Abend ein Instrumentalkonzert über den auf der Anhöhe befindlichen Langwellen-Sendemast übertragen werden. Das geschah auch und wurde pünktlich um 20 Uhr mit den Worten eingeleitet: „Achtung, Achtung – hier ist Königs Wusterhausen auf Welle 2700“.
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Montagekunst

Seinen 10. Geburtstag feierte das Festival „film+“ am letzten November-Wochenende in Köln. Vier Tage lang wurde über aktuelle Themen des Filmschnitts und der Montagekunst diskutiert. Dazu gab es ein umfangreiches Filmprogramm, bei dem selbst die frühen Matinee-Vorstellungen regelmäßig übervoll waren. Insgesamt wurde die „familiäre Herzlichkeit“ der Veranstaltung gelobt.
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