Tarife und Honorare

Da ist Handlungsbedarf

Wandel der Arbeitswelt und Interessenvertretung jenseits etablierter Standards Wir Kreative! heißt die Publikation, in der sich Lisa Basten mit dem „Selbstverständnis einer Branche” auseinandersetzt. Diese gilt als Zukunftsmodell der Arbeit – flexibel, innovativ, teambasiert. Gleichzeitig sind viele Kreative mit prekären Bedingungen und intransparenten Strukturen konfrontiert. Speziell die Realität der Film- und Fernsehschaffenden beleuchtet die Autorin, „weil dort die meisten Daten aufzutreiben waren”. Doch sieht sie ihre Überlegungen „exemplarisch für die Entwicklungen auch in anderen kreativen Branchen” der vermeintlichen „Labour of Lust”.
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Protest gegen Spaltung und Nullrunden bei AFP

Solidarité! und faire Bedingungen für alle wurden am 15. Dezember in Berlin Unter den Linden gefordert. Mit einer „aktiven Mittagspause“ protestierten Beschäftigte der Nachrichtenagentur Agence France-Presse GmbH (AFP) gegen die geplante Tarifspaltung und die Hinhaltetaktik ihrer Geschäftsführung bei den laufenden Tarifverhandlungen.Seit Januar 2013 gab es keine Gehaltserhöhungen für die Beschäftigten der Berliner AFP-Gesellschaft. Nach langer Verschleppung hatte der Arbeitgeber in der achten Verhandlungsrunde Mitte November sogar einen drastischen Tarifabbau für Neueinstellungen verlangt.
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ZDF-Reporterin klagt gegen ungleiche Bezahlung

Erstmals in der Geschichte der Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) werde der Sender wegen der ungleichen Bezahlung von Frau und Mann verklagt. Der Anwalt der Reporterin Birte Meier, so berichtet die „Berliner Zeitung“, gründe die Klage nicht nur auf das deutsche Antidiskriminierungsgesetz, sondern auch auf weitergehende europäische Normen.
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Bremedia-Gehälter steigen wie bei Radio Bremen

Vor zehn Jahren hat Radio Bremen (RB) seine Produktionstechnik komplett auslagert: in die gemeinsam mit der Bavaria betriebene Tochterfirma Bremedia. Dort arbeitet seitdem eine Zwei-Klassen-Belegschaft: Alle vom Mutterhaus zur Tochter gewechselten Beschäftigten werden weiterhin so bezahlt, als wären sie bei RB geblieben; alle Neueingestellten dagegen müssen mit deutlich geringeren Leistungen Vorlieb nehmen. Sie profitieren jetzt vom jüngsten Tarifabschluss, den die Tarifkommission der Gewerkschaften mit der Bremedia-Geschäftsleitung ausgehandelt hat: zwei Prozent mehr Gehalt bei einem Jahr Laufzeit. 
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VG Wort: Beschluss über Rückverteilung an Autoren gefasst

Nach langen Diskussionen hat die außerordentliche Mitgliederversammlung der VG Wort am 26. November mit jeweils klarer Mehrheit in allen Berufsgruppen einen „Korrektur-Verteilungsplan“ für die von den Verlagen zurückgeforderten Ausschüttungen seit 2012 sowie ein anonymisiertes Verfahren zur möglichen Abtretung von Nachforderungsansprüchen seitens der Autoren an Verlage beschlossen. Allerdings fand die notwendige Anpassung des Verteilungsplans an das neue Verwertungsgesellschaftengesetz später keine Mehrheit.
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Google prägt öffentliche Meinung

Angesichts eines Marktanteiles von mehr als neunzig Prozent prägt Google als Vermittler von Inhalten zumindest indirekt die öffentliche Meinung. Als am 8. November der amerikanische Präsident gewählt wurde, verzeichnete der Suchmaschinen-Marktführer allein zu diesem Thema in Deutschland mehr als fünf 5 Millionen Suchanfragen. Welche Artikel dabei wem nach welchen Kriterien offeriert wurden, entzieht sich jeglicher öffentlichen Kontrolle. Der Suchalgorithmus von Google basiert nach Angaben des Unternehmens auf etwa 200 Kriterien, die etwa 18.000 Mal pro Jahr modifiziert werden.
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Abhängigkeit durch Instant Articles

Facebook hat in Deutschland bundesweit mehr als 22 Millionen Nutzer_innen und erreichte 2015 bei den Social-Media-Networks einen Marktanteil von etwa 75 Prozent. Die Reichweite der weltweit größten Social-Media-Plattform liegt in Deutschland bereits etwa halb so hoch wie die aller gedruckten Tageszeitungen zusammen. Um ihre Leser_innen besser online zu erreichen, setzen immer mehr Redaktionen auf Facebooks Service Instant Articles. Bild.de oder Spiegel Online arbeiten mit Facebook zusammen und müssen im Gegenzug eigene direkte Kundenbeziehungen aufgeben. Auf den ersten Blick scheint die Zusammenarbeit lukrativ: Die Verlage dürfen bei Facebook neben ihren Inhalten eigene Anzeigen…
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Festivalarbeit: Kreativität braucht soziale Sicherheit

Die Arbeits- und Einkommensbedingungen von Festivalarbeiter_innen standen im Fokus des ersten Vernetzungstreffens am Rande der Dokumentarfilmfestivals in Leipzig. Fast 100 Festivalarbeiter_innen aus dem gesamten Bundesgebiet waren am 4. November dem Aufruf der Initiative „Festivalarbeit gerecht gestalten“ gefolgt, um sich zu vernetzen und sich über die Probleme und Interessen in diesem Berufsfeld auszutauschen. Ein weiteres Ziel: Forderungen an die Politik aufstellen.
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Berliner Verlag: Betriebsräte wollen Regelungen für alle

Am 27. Oktober 2016 verkündeten DuMont-Spitzen den Beschäftigten im Verlagshaus am Berliner Alexanderplatz Konturen für einen „Neustart in der Hauptstadt“. Der Vorstand will mit dem neuen Konzept von 2018 an profitabel arbeiten. Aktuell soll es weitere 50 Stellen kosten. Denn das Abo-Blatt „Berliner Zeitung“, das Boulevardblatt „Berliner Kurier“, deren Online-Ausgaben sowie weitere digitale Aktivitäten sollen künftig von einer neu gegründeten Newsroom-Gesellschaft in einem neuem Gebäude gemacht werden. Mit weniger Leuten. Wir sprachen mit Renate Gensch, Betriebsratsvorsitzende im Berliner Verlag.
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Berliner Verlag: „Projekt Kahlschlag“ anstatt Neuanfang

Bei der DuMont Mediengruppe wurden heute in Berlin weitere Hiobsbotschaften zu den Sanierungs- und Umbauplänen „Projekt Neustart“ verkündet. In den Redaktionen der beiden Traditionsblätter „Berliner Zeitung“ und „Berliner Kurier“ sollen rund ein Drittel der Beschäftigten, insgesamt 50 Kolleg_innen ihre Arbeit verlieren. Für die Verlagsbereiche in der Gruppe gibt es nach wie vor keine Klarheit! Auch zuvor ging es häppchenweise zur Sache: Stellenstreichungen bei der DuMont Blattplanung in Köln, Schließung für die 16 IT-Beschäftigten von DuMont Systems in Berlin und Verkauf der Callcenter von DuMont Dialog in Halle und Berlin.
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Digitalisierung: Neue Freiheit oder moderne Knechtschaft?

Die Zukunft ist digital und wir sind schon mittendrin. Aber wie genau sieht dieses gesellschaftliche Gebilde 4.0 aus, welche Erfahrungen gibt es bereits in digitalisierten alten und ganz neuen Arbeitsfeldern? Wie können sich Gewerkschaften und Arbeitnehmer_innen einbringen, die Veränderungen mitgestalten und ihre Arbeitsbedingungen mitbestimmen? Welche Chancen und welche Risiken bringt die Digitalisierung mit sich, für den Einzelnen und für die Allgemeinheit? „Algorithmus oder Mensch? Wer bestimmt?“ wie sich „Gute Arbeit“ in der digitalen Welt definiert, fragten ver.di und die Hans-Böckler-Stiftung auf einem Kongress am 17. und 18. Oktober in Berlin.
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Österreich: Künftig Vergütungen für Synchronschauspieler

Die österreichische Film-Verwertungsgesellschaft (VdFS) muss künftig auch Synchronschauspieler_innen vergüten. Anlass hierfür war eine Initiative der beiden deutschen Organisationen Interessenverband Synchronschauspieler (IVS) und Bundesverband Schauspiel (BFFS). Sie sahen in der bisherigen Praxis der VdFS eine Verletzung der Rechte der in Deutschland tätigen Synchronschauspieler_innen.
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RBB-Reform: Kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf

Neue Besen kehren besser? 100 Tage nach Amtsantritt hat die neue Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg Patricia Schlesinger ihre Reformpläne für das RBB-Fernsehprogramm präsentiert. Die strategische Leitlinie lautet: Alle Kraft ins Abendprogramm, das „mutiger, kantiger, auffälliger, relevanter“ werden soll. Quotenschwache Sendungen werden gestrichen, neue Formate projektiert, neben Populärem sollen auch Information und Investigatives nicht zu kurz kommen. Bei diesem Relaunch wird es Gewinner und Verlierer geben. Aber Schlesinger stellt klar: „Dieser Reformprozess ist kein Sparprozess.“ Die Beschäftigten werden sie beim Wort nehmen.
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Verhandlungsauftakt für Filmschaffende bei Fernsehproduktionen

Am 21. September haben in Berlin die Verhandlungen zwischen einer Gruppe von 14 Berufsverbänden und Gewerkschaften mit der ARD, der Produzentenallianz und ARD-Degeto begonnen. Ziel sind ein Tarifvertrag und gemeinsame Vergütungsregeln für Auftragsproduktionen der ARD-Sender. Die Verhandlungsgruppe um die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft geht mit 13 Kernforderungen in die Gespräche. So will sie unter anderem angemessene Folgevergütungen für Nutzungen von Filmproduktionen durch Wiederholungen oder Streamingangebote in Mediatheken erreichen sowie Erlösbeteiligungen aus Lizenzgeschäften der Sender oder Produzenten, etwa für DVD-Vertrieb oder Auslandsverkäufe.
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Madsack-Titel: Widerstand gegen Kahlschlag im Norden

„Von Kahlschlag im Norden“ berichteten die Medien bereits, bevor am Mittwoch die Beschäftigten von „Lübecker Nachrichten“ und Rostocker „Ostsee-Zeitung“ offiziell informiert wurden: Beide zum Madsack-Konzern gehörende Verlage sollen zusammen erneut mehr als 30 Arbeitsplätze abbauen und weitere 35 Stellen in Tochterfirmen ausgliedern. Damit wird der bereits im Vorjahr begonnene massive Personalabbau fortgesetzt. Er bleibt nicht unwidersprochen. In Rostock versammelten sich Beschäftigte direkt nach der Verkündung der Abbaupläne spontan.
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Festivalarbeit gerecht gestalten

Einen Aufruf zur gerechten Gestaltung von Arbeitsbedingungen in der Filmfes­tival-Landschaft starteten die Gründer_innen der „Initiative Festivalarbeit”. Sie setzen auf bundesweite Vernetzung und gemeinsame Forderungen. Das erste Treffen soll es in den Räumen von ver.di am 4. November am Rande des DOK-Festivals in Leipzig geben.
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