Monique Hofmann

Monique Hofmann

Erreichbar per Mail unter monique.hofmann@connexx-av.de

Alle Artikel von Monique Hofmann

BBC finanziert Lokaljournalismus

Die Krise des Lokaljournalismus schlägt hierzulande gerade große Wellen. Befürchtet wird vor allem eine Schwächung der Demokratie, wenn immer weniger über lokale politische Ereignisse berichtet wird. In Großbritannien scheint man auf dem Weg zur Rettung der Lokalnachrichten dagegen schon einen großen Schritt weiter. Dort finanziert die BBC mittlerweile mehr als 130 Reporter*innen, die über die Lokalpolitik in den Regionen und Kommunen des Landes berichten.
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Themis angenommen

Vor fünf Monaten hat in Berlin die erste unabhängige Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt in der Film-, Fernseh- und Theaterbranche ihre Arbeit aufgenommen. Getragen wird Themis, die den Namen der griechischen Göttin für Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt trägt, von einem breiten Branchenbündnis aus 17 Einrichtungen der Kultur- und Medienbranche. Eine erste Bestandsaufnahme zeigt: Das Angebot wird angenommen. Themis will künftig aber auch mehr Präventionsarbeit leisten.
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Online-Schule für Journalisten gestartet

Anwohner protestieren gegen en kommenden Baulärm und den Abriss eines schönen Altbaus; gleichzeitig würde der Neubau mehr Wohnraum schaffen für viele Leute, die in die Gegend ziehen wollen. Stellen Sie sich vor, Sie sollen für eine Lokalzeitung eine Reportage über diesen Konflikt schreiben. Wie könnte ein guter Texteinstieg aussehen?“ Vor diese Aufgabe stellt mich der Workshop „Wie man schlechte Texte rettet“ der Ende Januar gestarteten „Reporterfabrik“ des Recherchebüros Correct!v in Berlin. Die Web-Akademie für Journalismus „richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, besonders an Schüler, Blogger, Autoren und an Journalisten“, so…
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Alles grün macht der Aufnahmeleiter

Die Hotels für die Crew buchen, Fahrten disponieren, Drehgenehmigungen einholen, am Set darauf achten, dass die Zeiten eingehalten werden und das Team zusammenbleibt, kurzum alles koordinieren: Darum kümmert sich bei Film- und Fernsehproduktionen die Aufnahmeleitung. Amadeus Fischer hat im vergangenen September ein Aufnahmeleiter-Volontariat beim SWR abgeschlossen und sich außerdem noch währenddessen zum Green Consultant, also Grünen Berater, weiterbilden lassen. Deshalb sorgt er nun zusätzlich dafür, dass der ökologische Fußabdruck der Produktionen möglichst klein bleibt. So aktuell etwa beim Ludwigshafener Tatort, dessen Vorbereitungen er noch bis Ende April als Green…
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Arme Berlinale!

Während gestern Glanz und Glamour über den roten Berlinale-Teppich liefen, haben nur ein paar Meter weiter etwa 90 Kino-Beschäftigte aus ganz Deutschland für existenzsichernde Löhne demonstriert. Kaum mehr als den aktuellen Mindestlohn von 9,19 Euro verdienen die meisten von ihnen – und steuern damit geradewegs auf die Altersarmut zu. Heute wird weiter protestiert, ab 19 Uhr direkt vorm Berlinale-Palast und später vorm Ritz-Carlton.
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Mediensalon: Der Sündenfall Relotius?

Der Fälschungsskandal um Claas Relotius hat erschüttert. Nicht nur den Spiegel, sondern eine ganze Branche. Seine Schatten verdunkeln das Ansehen des Journalismus und gefährden dessen Bedeutung für unsere Demokratie. Darin war sich das Podium des Berliner Mediensalons von meko factory, dju in ver.di und DJV Berlin einig. Doch wo liegen die Ursachen? Was ist zu tun? Und was wird bleiben – vom (Sünden-)Fall Relotius?
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Grün, grüner, noch nicht am grünsten

Nachhaltige Filmproduktion ist kein ganz neues Thema, hat sich aber in jüngster Zeit neben der Geschlechtergerechtigkeit einen Platz ganz oben auf der filmpolitischen Agenda erkämpft. Denn: Wenn Deutschland seine ambitionierten Klimaziele erreichen will, muss auch die ressourcenintensive Filmbranche ihren Beitrag leisten. Wie das gelingen kann, darüber wurde bei einem Fachgespräch der grünen Bundestagsfraktion in Berlin diskutiert.
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Crowdworker sollten aktiv mitbestimmen

Mechanical Turk, Upwork oder in Deutschland Content.de, Testbirds, Crowd Guru: Crowdworking-Plattformen sind Teil der sogenannten Plattform-Ökonomie. Von der Arbeit auf Uber, Airbnb oder bei Lieferdiensten wie Foodora grenze sich Crowdworking dadurch ab, dass die Abwicklung des Auftrags komplett online erfolge und ein digitales Ergebnis habe, definierte Prof. Dr. Hans Pongratz von der Ludwig-Maximilians-Universität München auf einer Tagung von ver.di und IG Metall in Berlin.
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Nah am Geschehen

Er mag seinen Job sehr. Das merkt man am Enthusiasmus, mit dem Caspar Sachsse über ihn spricht: „Es gibt immer Abwechslung, ich reise viel, halte mich dabei selten länger an einem Fleck auf und ich sehe unübliche Orte. Ich war schon mal in einer Ketchup-Fabrik, wer kann das schon von sich sagen?“ Das merkt man aber auch am Eifer, mit dem er über das Drumherum spricht: „Ich erwarte mehr Verständnis von Politik und Behörden, dass unser Status endlich als solcher akzeptiert wird und die Rahmenbedingungen sich ändern!“
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(Stress-)Frei arbeiten!

Die meisten Freiberufler_innen lieben die Freiheit, mit der sie ihre Arbeit organisieren können. Doch sehr schnell kann diese Freiheit in ungesunden Stress ausarten. Die Gründe dafür sind oft mangelnde Strukturiertheit und Selbstdisziplin – heutzutage ein weit verbreitetes Problem, auch unter Angestellten! Die freie Journalistin Monique Hofmann hat mit dem Motivationspsycho­logen und Autor des Zeitmanagement-Bestsellers „Golden Rules“, Dr. Martin Krengel, über gute ­To-Do-Listen, Prokrastination, effizientes Pausenmanagement und die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben gesprochen.
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Flatrate für Journalismus?

Wir brauchen ein Netflix für den Journalismus“, forderte Netzexperte Richard Gutjahr Ende vergangenen Jahres. In den USA scheint man diesem Geschäftsmodell nun einen Schritt näher. Tech-Gigant Apple will seinen Anfang des Jahres erworbenen Abo-Dienst für Zeitschriften „Texture“ um die Inhalte von Tageszeitungen erweitern. Deutsche Nutzer_innen können mit Readly seit 2014 zumindest Zeitschriften streamen – die Integration von Tageszeitungen ist dort aber vorerst nicht geplant. Ob das Erfolgsmodell Streaming hierzulande den Journalismus erobert, bleibt daher mehr als fraglich.
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Brot- und Butter-Job

Die Almbauern-Versammlung fand in Enterrottach statt und über Enterrottach muss man in erster Linie wissen, dass es sehr weit draußen ist. Tatjana Kerschbaumer sollte für die Regionalzeitung darüber berichten. „Und als ich da ankam, damals mit bunten Haaren und Springerstiefeln, kommt gleich der Oberalmbauer auf mich zu, schaut mich kritisch an und fragt dann gaaanz langsam, mit Betonung auf jeder Silbe: Grüß Gott, sind Sie unserer Sprache mächtig?“ Tatjana Kerschbaumer lacht: „Das war das Beste ever!“
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Julian Reichelt sagt Nein zur Kartoffel

Die Neuen Deutschen Medienmacher (NdM) haben in Berlin ihr zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Seit 2008 setzt sich der Verein für mehr Vielfalt in den Medien ein, in den Redaktionen, aber auch in der Berichterstattung. Erstmals wurde in diesem Jahr ein Medienpreis verliehen: Die „Goldene Kartoffel“ für unterirdische Berichterstattung. Preisträger Julian Reichelt war persönlich gekommen, um die Negativauszeichnung entgegenzunehmen – was er dann allerdings doch nicht tat. Die Begründung des Bild-Chefs war reichlich merkwürdig.
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News aus dem „Neuigkeiten-Zimmer“

„Wie digital sind Deutschlands Medien?“, fragte der Berliner Mediensalon von DJV Berlin, dju in ver.di und meko factory, der gestern zum zweiten Mal im Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation stattfand. Eine befriedigende Antwort blieb er dem zahlreich erschienenen Publikum leider schuldig. Stattdessen gab es Insiderinfos aus dem „Neuigkeiten-Zimmer“ von Verkehrsminister Andreas Scheuer und aus der BuzzFeed Deutschland-Redaktion, in die sich immer öfter noch ein Fax verirrt.
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Wie läuft’s eigentlich bei Watson?

„Nachrichten ohne blabla“ für die Zielgruppe der 20 bis 36jährigen versprach das Online-Newsportal Watson, als es am 22. März in Berlin an den Start ging. Werbevermarkter Ströer, der bereits mehrere Contentangebote betreibt, darunter das mit Abstand reichweitenstärkste Nachrichtenportal T-Online, hatte dafür die Lizenzrechte vom Schweizer Portal watson.ch erworben. An den Erfolg der Eidgenossen kann der deutsche Ableger bisher nicht anknüpfen. Chefredakteurin Gesa Mayr zieht dennoch eine positive Bilanz – und erklärt im Gespräch, wie sie jetzt noch einmal angreifen will.
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Sehnsucht nach Normalität

Die Ereignisse rund um Chemnitz haben erschreckende Schlagzeilen gemacht. Nicht nur, weil sich der Rassismus in unserer Gesellschaft dort in Formen manifestierte, die man längst nicht mehr für möglich gehalten hätte. Sondern auch, weil die Pressefreiheit – mal wieder – auf dem Spiel stand. Trang Dang ist sowohl Journalistin als auch Bürgerin mit einem Migrationshintergrund. „Mein Sicherheitsgefühl ist schon seit längerem angekratzt“, sagt sie. Wie sich das auf ihre Arbeit auswirkt und warum sie sich entschieden hat, nicht nach Chemnitz zu fahren, erklärt sie im Gespräch.
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