Medienwirtschaft

Ein Produkt verschwindet

Im Zuge der technischen Entwicklung, die mit der Abschaffung der analogen Kopie einher ging, haben traditionelle Kopierwerke ihre Funktion verloren. Besonders hart hat es in Deutschland die CineMedia Film AG getroffen, die mit ihrer Tochter CinePostproduction deshalb im vorigen Jahr Insolvenz anmelden musste. Die CineMedia Film AG ist die Nachfolgefirma der Geyer-Werke München, dem ältesten filmtechnischen Dienstleister Deutschlands.
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Nicht alles Trash

30 Jahre nach dem Start taumelt das Privatfernsehen in eine heftige Sinnkrise: Sinkende Quoten, ausgelutschte Formate, Trash statt Qualität. Und Besserung ist nicht in Sicht.
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Schon entdeckt? Radio Corax

Wie die meisten ostdeutschen Städte ist Halle in Sachsen-Anhalt ein so genannter Ein-Zeitungs-Kreis. Dem lokalen Tageszeitungs-Monopolisten Mitteldeutsche Zeitung gehören noch zwei Anzeigenblätter, zwei Stadtmagazine, und er ist mehrheitlich am lokalen Fernsehkanal beteiligt. In diese publizistische Tristesse brachte Radio Corax im Jahr 2000 Farbe. Corax ist ein nicht-kommerzielles, lokales Bürgerradio. Es ist in Halle und Umgebung terrestrisch empfangbar sowie im Internet per Livestream. Das Programm ist eine bunte Mischung aus Musikstilen, thematisch vielfältigen Sendungen mitunter in anderen Sprachen. Es gibt ein russischsprachiges Format, eine Sendung von Flüchtlingen,…
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Frisierte Texte

Eine neue Studie beschreibt, wie Unternehmen die Einträge im Online-Lexikon Wikipedia gezielt beeinflussen und unliebsame Informationen verschwinden lassen. Die bisherigen Regularien, an denen sich die überwiegend ehrenamtlich tätigen Schreiber orientieren, reichen nicht aus, um Manipulationsversuche abzuwehren.
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„Aldi“ der Verlagsbranche

Mit Klatschpostillen wie dem Neuen Blatt, Frauenzeitschriften wie Bella, dem Jugendmagazin Bravo und einer Reihe von Erotikgazetten und -websites ist Bauer aus der Schmuddelecke nie richtig herausgekommen. Der Hamburger Zeitschriftenverlag gilt als „Aldi“ der Verlagsbranche. Die Verlagsoberen sehen das entspannt: „We think popular“ lautet der aktuelle selbstbewusste Claim. Die Belegschaft kämpft derweil gegen eher unpopuläre Maßnahmen wie Ausgliederung und Tarifflucht.
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Das anonyme Heer der Schreibsklaven

Ebbe in der Haushaltskasse, keine Aufträge in Sicht – da muss die Freiberuflerin neue Wege finden, um das nötige Kleingeld aufzutreiben. Unter Suchworten wie „Geld verdienen im Internet“ stoße ich schnell auf die Online-Textagenturen, die neuerdings wie Pilze aus dem Boden schießen. Hier kann jeder als Autor agieren, der von sich glaubt, einer zu sein. Man meldet sich an, absolviert einen kurzen, leicht zu bestehenden Eignungstest und wird mit einem automatisch erstellten Schreiben als neuer Autor im Portal begrüßt.
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Frankfurter Rundschau: Sozialer Verantwortung stellen

Die SPD-Medienholding ddvg stellt in Form eines Darlehens eine Million Euro zur Verfügung, damit ehemalige Mitarbeiter der Frankfurter Rundschau (FR) schneller abgefunden werden können.
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Abschied vom Traumjob

„Schockstarre“. So umriss Bernd Maus seine Befindlichkeit, als er am 15. Januar erfuhr, dass für ihn und 120 Kolleginnen und Kollegen der Westfälischen Rundschau (WR) der 31. Januar ihr letzter Arbeitstag sein würde. Mit dem „Aus“ für die WR-Redaktionen hatte die Funke-Mediengruppe Lebensplanungen zunichte gemacht und Meinungsvielfalt in weiten Bereichen Südwestfalens und im Raum Dortmund gekappt. Bernd Maus und sein Kollege Bernhard Schlütter haben die Schockstarre überwunden und sich komplett umorientiert. Noch vor Weihnachten erscheint die zweite Ausgabe ihres regionalen Magazins „Komplett“.
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Crowdfunding für vernachlässigte Nachrichten

Die Initiative Nachrichtenaufklärung kooperierte in diesem Jahr erstmals mit dem journalistischen Crowdfunding-Projekt krautreporter.de – mit Erfolg: Drei von zehn Themen aus der Top-10-Liste der von den Medien am meisten vernachlässigten Themen konnten sich eine Finanzierung sichern.
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Genug gejammert!

„Die Zukunft des Journalismus schaffen nicht die Verleger. Die Zukunftskonzepte müssen von den Journalistinnen und Journalisten kommen“, forderte ver.di-Vize Frank Wernecke schon in seiner Begrüßung. Dass sie ohne Leserinnen, Hörer und Zuschauerinnen als Verbündete nichts fruchten, blitzte später in der Debatte mehrfach auf. Doch die Tragweite der Aufgabe war früh umrissen. Der 27. Journalistentag der dju in ver.di am 30. November 2014 lockte 240 Medienschaffende zum Mitdenken und Diskutieren unter dem Motto: „Genug gejammert – Zukunft jetzt!“
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Mehr F.A.Z. Online

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) will ihre Aktivitäten im Internet stark ausbauen. Deshalb soll die Online-Redaktion „zunächst um zehn Mitarbeiter aufgestockt, enger mit der Zeitung verzahnt und in einem neuen Newsroom untergebracht werden“. Der Verlag wird neue Apps für Android- und Apple-Geräte entwickeln und die digitale Ausgabe der Zeitung verbessern. Ziel ist ein hochaktuelles Informationsprodukt in F.A.Z.-Qualität, das sich besonders durch zeitnahe Analysen und Kommentierungen von den Wettbewerbern abhebt und das Angebot der Zeitung zwischen den Erscheinungszeiten fortführt und ergänzt.
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Springer-Blätter dürfen an Funke übergehen

Das Bundeskartellamt hat für den Kauf zahlreicher Springer-Blätter durch die Essener Funke Mediengruppe (FMG) am 3. Dezember eine erste Genehmigung erteilt. Demnach darf Funke das Hamburger Abendblatt, die Berliner Morgenpost, mehrere Anzeigenblätter sowie die Frauenzeitschriften der Axel Springer AG schlucken.
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Flagge gezeigt

Hunderte von Beschäftigten der Madsack-Mediengruppe protestierten bei einem Aktionstag am 13. November gegen die angekündigte Umstrukturierung des Konzerns. In Hannover, Rostock, Leipzig, Marburg und Lübeck forderten sie die sozialverträgliche Umsetzung des Konzernumbauprogramms „Madsack 2018“, den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und Tariftreue. Wie viel Geld eingespart werden soll – nämlich 44 Millionen Euro – hatten sich die Manager genau ausrechnen lassen. Wie viele Arbeitsplätze es kosten wird, sagten sie bisher nicht.
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„Marsch auf Mainz“ beendet: Aus für Mainzer Rhein-Zeitung

Die Mainzer Rhein-Zeitung – eine Lokaltochter der Rhein-Zeitung aus dem Mittelrhein-Verlag Koblenz – wird zum Jahresende eingestellt. 15 Festangestellte und etwa 25 Freie verlieren ihre Beschäftigung. Ein Sozialplan konnte dem Unternehmen abgerungen werden.
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Baden Intern wird eingestellt

Das in Freiburg erscheinende Magazin Baden Intern wird Ende des Jahres eingestellt, die letzte Ausgabe für den Monat Dezember wird zurzeit ausgeliefert. Über die Gründe für das überraschende Ende schweigt der herausgebende Verlag Badische Zeitschriften GmbH, an dem der Badische Verlag (Badische Zeitung) die Mehrheit der Anteile besitzt. Der Badische Zeitschriften Verlag wird unter der Leitung von Daniel Charhouli, dem Schwiegersohn des Geschäftsführers, Wolfgang Poppen, weiterbestehen. Auch die Publikationen Freiburg Aktuell, das Regio Magazin und Hier & Heute werden weiter erscheinen.
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Wechseljahre im „Haus der Inhalte“

Falls das Bundeskartellamt dem Verkauf von Springers TV- und Frauenzeitschriften (Hörzu, Bild der Frau u.a.) an die Funke-Gruppe zustimmt, droht den betroffenen Redaktionen der Zwangsumzug von Hamburg nach München. In die umgekehrte Richtung will Gruner + Jahr die meisten Mitarbeiter seiner Münchner Redaktion schicken. Die Titel Neon, Nido, P.M., Eltern und Wunderwelt Wissen sollen ab Mitte kommenden Jahres in der G+J-Zentrale am Hamburger Baumwall produziert werden. Betroffen sind rund 120 Redakteurinnen und Redakteure.
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