Redaktion

Alle Artikel von Redaktion

Buchtipp: Geistige Brandstifter

In aufgeklärten Kreisen wird Deutschlands auflagenstärkstes Boulevardblatt seit einiger Zeit nicht mehr ernst genommen; „Bild“ gilt als Folklore. In ihrem Buch „Ohne Rücksicht auf Verluste“ beschreiben Mats Schönauer und Moritz Tschermak, die das Blatt für den „bildblog“ seit zehn Jahren beobachten, dass es keinen Anlass für diese leichtfertige Haltung gebe: „Bild“ sei heute womöglich gefährlicher ist als je zuvor, zumal allein mit der Online-Ausgabe täglich sechs Millionen Leser*innen erreicht werden.
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ver.di und CineStar: Längere Tariflaufzeit

ver.di und CineStar haben sich auf eine Verlängerung der geltenden Tarifverträge bis in das kommende Jahr hinein geeinigt. Die Verhandlungspartner tragen damit der schwierigen Lage der Kinobranche in der Corona-Krise Rechnung. Dabei hat ver.di insbesondere die wichtige Forderung der Mitglieder nach Beschäftigungssicherung in dieser von Unsicherheit geprägten Zeit durchsetzen können. Die ver.di-Tarifkommission hat dem Ergebnis am 26. Mai bereits einstimmig zugestimmt.
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Saudi-Arabien: Stopp für Cloud-Services

Amnesty International hat gemeinsam mit 38 anderen Menschenrechtsorganisationen und Einzelpersonen einen Aufruf veröffentlicht, der Google dazu bewegen soll, den angepeilten Start seines Cloud-Services in Saudi-Arabien bis auf Weiteres auf Eis zu legen. Grund hierfür sind ernsthafte Bedenken über anhaltende Menschenrechtsverletzungen im Land und die Sorge, dass die dortige Regierung die eigene Bevölkerung mithilfe der Daten von Tech-Firmen noch strenger zensieren und kontrollieren könnte als bisher.
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Hundert Antworten für eine smarte Zukunft

Wir sitzen im goldenen Käfig und merken es nicht mal: Holger Volland gibt in seinem Buch „Die Zukunft ist smart. Du auch?“ hundert Antworten auf die wichtigsten Fragen zum digitalen Alltag. Im Interview spricht er über die Herausforderungen und Risiken der Digitalisierung und verdeutlicht, warum der Wandel nicht nur die Politik, sondern uns alle angeht: weil jede Nutzung sogenannter smarter Technologien ihren Preis hat.
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Fairnesspreis: Spot an – Brücken bauen

Der Deutsche Fairnesspreis 2021 setzt das Spotlight auf Film- und Fernsehproduktionen, die versuchen Antworten auf die Fragen unserer Zeit zu finden: Wie können Menschen die Unterschiede mitdenken und gegebenenfalls respektieren, sich darin aufeinander zu bewegen und miteinander sein? Wie also lassen sich Brücken bauen, damit Vielfalt und Gemeinschaft sich vereinbaren lassen? Noch bis 31. Mai können Vorschläge eingereicht werden.
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Firewall für digitale Demokratie zur Wahl

Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis fordert im Bundestagswahlkampf 2021 die Parteien auf, einen “Leitfaden für Digitale Demokratie” einzuhalten. Neben dem DGB und der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union in ver.di gehören auch Reporter ohne Grenzen, Transparency International, LobbyControl, die Amadeo Antonio und die Stiftung Neue Verantwortung zu den Unterzeichnern des jetzt veröffentlichten Appells.
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Urhebervertragsrecht: Für mehr fehlt Mut

Im Mai 2016 fand das erste Gespräch mit der EU-Kommission zum Urheberrecht statt – deren Botschaft: Es sollte mehr Transparenz geschaffen, eine Vertragsanpassung für „better seller“ geregelt und eine außergerichtliche Klärung für Streitfälle eingeführt werden. Europaweit sollte ein dem deutschen ähnliches Schutzniveau erreicht werden – allerdings: Für die nationale Ebene sollten wir uns nicht zu viel erhoffen. Nun hat der Deutsche Bundestag ein Umsetzungsgesetz beschlossen: Fünf Jahre Arbeit – Pflicht erfüllt. Für mehr fehlt der Mut.
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Eine mutlose Reform des Urheberrechts

Als „mutlose Reform und Kapitulation vor dem Lobbydruck von Großverlagen und Internet-Plattformen“ hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) das heute vom Bundestag beschlossene Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinien zum Urheberrecht bezeichnet. Bei der lange umstrittenen Reform ging es darum, Urheberregelungen für die Nutzung im Internet anzupassen. Dabei sei die Chance verpasst worden, sie zugunsten professionell Kreativschaffender zu verändern, kritisiert ver.di.
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VG Wort fordert zur Abstimmung auf   

Im Juni würde auch in diesem Jahr eine Mitgliederversammlung der VG Wort anstehen. Aufgrund der Corona-Pandemie kann sie jedoch erneut nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden und für die Vorbereitung einer Online-Versammlung reicht die Zeit nicht aus. Denn es geht um die anstehende Hauptausschüttung. Die VG Wort fordert nun alle Mitglieder auf, an einer schriftlichen Abstimmung bis zum 7. Juni teilzunehmen.
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Berliner Huckepack ergänzt Bundeshilfen

Der Berliner Senat hat jetzt ein weiteres Corona-Hilfsprogramm aufgelegt, um Soloselbstständigen und kleinsten Unternehmen den Wiedereinstieg in die existenzsichernde Arbeit zu erleichtern. Ab 17. Mai können bereits Soloselbstständige und Freiberufler bei der Investitionsbank Berlin (IBB) online einen Antrag im Rahmen des Programms „Neustarthilfe Berlin“ stellen, für Kleinstunternehmen starten entprechende Landeshilfen nach Pfingsten.
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Mentoring für Frauen in Führungspositionen

Der Deutsche Kulturrat schreibt zum 5. Mal sein Mentoring-Programm für Frauen in Führungspositionen  aus. Ziele des Mentoring-Programms „Frauen in Kultur & Medien“ sind strategische Karriereberatung, praxisbezogene Unterstützung, die Verortung der Mentees in der Kultur-Community sowie der Aufbau eines Alumni-Netzwerkes. Die Mentees sollen vom Erfahrungsschatz und Netzwerk profilierter Berufskollegen profitieren.
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dju fordert Ahndung der Dresdner Angriffe

"Es ist kaum noch zu ertragen, welchen Gefahren sich die Kolleginnen und Kollegen mittlerweile aussetzen müssen, einfach nur, um ihrer Arbeit nachgehen zu können“, sagt Bundesgeschäftsführerin Monique Hofmann. Mit großer Betroffenheit reagierte die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di auf den massiven Gewaltausbruch gegen zwei Journalisten, der sich gestern nach einem siegreichen Fußballspiel des SG Dynamo Dresden ereignete.
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Aufruf: Umsteuern für gerechte Gesellschaft

Der Aufruf solle einen „Startschuss geben“ im Bundestagswahlkampf und darüber hinaus die Weichen für Krisenbewältigung und eine gerechtere Gesellschaft zu stellen, erklärte ver.di-Vorsitzender Frank Werneke. Mit einem gemeinsamen Aufruf fordern ver.di, zivilgesellschaftliche Organisationen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die Politik auf, den Sozialstaat auszubauen sowie massiv in einen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft zu investieren.
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Ohne Kino: „Ben Hur auf der Armbanduhr“

Im Rahmen der Ausstellung „Die große Illusion“, mit der die Stadt Bielefeld seit September die Geschichte des Kinos würdigt, diskutierten am 11. Mai einheimische Kinobetreiber*innen mit dem langjährigen Berlinale-Leiter Dieter Kosslick über die Frage „Stirbt das Kino?“. Hintergrund des Gesprächs waren nicht nur die Schließungen aufgrund der Corona-Pandemie, sondern auch der scheinbar unaufhaltsame Siegeszug der Streamingdienste. Das Fazit war eindeutig: Das Kino wird überleben. Aber klar wurde auch: Einfach wird es nicht.
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Buchtipp: Fotografie und Konflikt

Die Vielschichtigkeit von Fotografie und deren Wahrnehmung behandelt Felix Koltermann in seiner Reihe „Fotografie und Konflikt“ in ebenso klugen wie lesbaren Essays und Vorträgen. Im letzten Band der Reihe werden nochmals die Rollen von Fotojournalist*innen und der anderen Akteure wie Medien und Betrachter thematisiert: Die „zivile Aneignung“ von Bildern jenseits von Propaganda brauche „Dekonstruktion des Bildmediums“, das Erkennen der Vielschichtigkeit des fotografischen Bildes, das ja nur ein kleiner, visueller Ausschnitt vergangener sozialer Interaktion sei.
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Chor des NDR vor Neuausrichtung

Der NDR und die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) einigten sich auf eine Neuausrichtung des Chors der Rundfunkanstalt. Der traditionsreiche Klangkörper, der im Herbst dieses Jahres sein 75. Jubiläum feiert, wird in den kommenden Jahren zu einem Ensemble aus 21 festangestellten Sängerinnen und Sängern umgebildet. Die tarifliche Einigung zwischen dem NDR und dem Berufsverband der Musikerinnen und Musiker sichert bestehende Arbeitsverhältnisse in vollem Umfang, zukünftige Neueinstellungen erfolgen in Teilzeit (60 Prozent).
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