Formate

Kartellrecht mit kleinen Ausnahmen

Presseverlage sollen dauerhaft vom Kartellverbot ausgenommen werden, wenn sie außerhalb des redaktionellen Bereichs kooperieren wollen. So steht es im Referentenentwurf zur zwölften Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), vorgelegt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Kooperationen im öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk sollen aber nicht erleichtert werden.
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Streik in vier großen ARD-Anstalten

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) erhöht deutlich den Druck auf mehrere große ARD-Sender in den laufenden Tarifverhandlungen. Bereits seit Mittwochmorgen finden Streiks im WDR und im SWR statt, von Donnerstag (18. Juni 2026) an auch im BR und im NDR.
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KI Kopf

dju legt 5 Punkte für KI-Einsatz vor

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di warnt Verlage und Medienunternehmen davor, Künstliche Intelligenz ohne verbindliche Regeln einzusetzen. Immer mehr Redaktionen setzen generative KI im Arbeitsalltag ein, dennoch fehlen vielerorts verbindliche Vereinbarungen. Die dju nennt deshalb fünf Punkte für einen verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Journalismus.
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Vorsichtige Rückkehr nach Ecuador

Leonardo Gómez Ponce hat ein halbes Jahr in Berlin mit einem Stipendium von Reporter ohne Grenzen verbracht. Dort hat er gelernt sich digital besser zu schützen. Zurück in Ecuadors Hauptstadt agiert der 41-jährige investigative Journalist vorsichtig, suggeriert in den sozialen Medien, dass er weiterhin im Ausland sei. Das schützt ihn bei der Recherche und in den sozialen Netzen.
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Neue Aufgaben im Community-Management

In der plattformdominierten Öffentlichkeit sind neue Berufsfelder entstanden – wie das Community-Management, das zwischen Redaktion und Publikum vermitteln soll. Obwohl diese Aufgabe in journalistische Ausbildungspläne integriert ist, prägen mangelnde Wertschätzung und prekäre Arbeitsbedingungen die Praxis in den Medien.
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Pressefreiheit ist keine Weltmeisterschaft

Deutschland ist in der weltweiten Rangliste der Pressefreiheit einige Plätze abgestiegen und rangiert 2026 nur noch auf Platz 14. „Na und?“, werden einige jetzt sagen, „Das ist doch immer noch nicht schlecht!“ Doch, das ist es.
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Streik beim WDR im Köln.

Der Arbeitskampf im ÖRR geht weiter

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) setzt ihre Tarifverhandlungen in den Sendern der ARD fort und hält an ihren Forderungen von sieben Prozent Honorar- und Gehaltserhöhungen, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr, fest. Dies gelte ausdrücklich auch für den Westdeutschen Rundfunk (WDR), erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz-Dethlefsen, zuständig für Medien.
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Zukunftsoffensive für COSMO

Über 500 Organisationen, darunter die dju in ver.di, fordern bundesweite Zukunftsoffensive für ARD-Programm COSMO. Der WDR benennt seine  Radiowellen Cosmo und 1Live Diggi um und richtet die Programme neu aus. Ein einmaliges Großbündnis warnt die ARD davor, einen großen Teil der migrantischen Bevölkerung zu vernachlässigen.
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Bildmarkt ächtzt unter KI-Entwicklung

„Ein tiefer Graben“ trenne Fotograf*innen und Bildagenturen von denjenigen, die ihre Bilder veröffentlichen, resümiert Professor Lars Bauernschmitt in seiner Auswertung der diesjährigen Umfrage zum deutschen Bildermarkt. Während Fotograf*innen und Agenturen es überwiegend ablehnen, KI-generiertes Bildmaterial herzustellen, sieht das auf der Auftraggeberseite ganz anders aus.
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ARD

ARD-Generalsekretariat wird zur Geschäftsstelle

Noch hat die ARD mit Susanne Pfab eine Generalsekretärin. Doch Anfang 2027 gibt es diese Position nicht mehr. Das dazugehörende Generalsekretariat, angesiedelt beim RBB in Berlin, wird dann zu einer Geschäftsstelle.
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Preis für Recherche über Flucht

Bei der Verleihung des European Press Prize 2026 in Lissabon ist am Mittwochabend ein grenzüberschreitendes Rechercheprojekt unter massgeblicher Schweizer Beteiligung ausgezeichnet worden. Europas renommiertester Journalismus-Preis wurde u.a. für eine Recherche über die EU-Flüchtlingslager in Griechenland vergeben.
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Streik beim WDR im Köln.

ver.di ruft beim WDR zum Warnstreik auf

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ruft die Beschäftigten des Westdeutschen Rundfunks (WDR) sowie des Beitragsservice zu einem 24-stündigen Warnstreik auf. Der Ausstand beginnt am Montag, 08. Juni 2026, um 02:00 Uhr und endet am Dienstag, 09. Juni 2026, um 02:00 Uhr.
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Schon entdeckt? Mare

Die Verlagswelt in Deutschland ist zum Teil stark von einzelnen Persönlichkeiten geprägt. Der Berenberg Verlag hat kürzlich nach über zwanzig Jahren seine Geschäftstätigkeit eingestellt. Der Christoph Links Verlag ist inzwischen Teil des Aufbau Verlags, und der Weidle Verlag wird als ein Imprint des Wallstein Verlags weitergeführt. Bei mare geht man nun einen anderen, bislang eher seltenen Weg: Seit Anfang dieses Jahres ist der Hamburger Verlag eine Genossenschaft.
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Filmtipp: Manipulation

Eine „interessante Geschichte“ nennt Ivan (Arnaud Binard) das, was ihm Matteo (Radoslav Gavlas) auftischt: Der Investigativjournalist mit Spezialgebiet Korruption lässt sich von dem jungen Sprössling einer Geheimgesellschaft in die krummen Geschäfte der tschechischen Machtelite einweihen. Deren Mitglieder haben sich in ganz Europa ausgebreitet.
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Durchstarten in den Journalismus

Journalismus ist ein besonderer Beruf. Er eröffnet die Möglichkeit, Menschen zu begegnen, Geschichten zu erzählen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und über Dinge zu berichten, die sonst verborgen bleiben würden. Es ist ein aufregender und aufreibender Beruf. Aber wie gelingt der Start ins Berufsleben?
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Extremismusvorwurf: Weimer knickt ein

Wolfram Weimer darf die Betreiberinnen der „Buchhandlung zur Schwankenden Weltkugel“ aus Berlin nicht als „politische Extremisten“ bezeichnen. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin klargestellt (Beschluss v. 30.04.2026 – VG 6 L 229/26, der Autor war als Rechtsanwalt für die Buchhandlung im Verfahren tätig). Der Fall zeigt, dass Auskünfte des Verfassungsschutzes problematisch sind, wenn es um staatliche Förderentscheidungen geht.
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