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Briefe an «M», 1-2/2010

Kommentiert & aufgespießt: „Schindluder“ in M 12/2009 Ich stimme Karin Wenk in ihrer Einschätzung zu, dass die Blogger und Bürgerjournalisten zu einer Senkung der Lohnstandards der Journalisten beitragen. Umso notwendiger ist es, dass ver.di diese „Neuen“ als angehende Kolleginnen und Kollegen begrüßt, in dem sie ihnen vermittelt, dass sie für ihre Arbeit auch Lohn verlangen können und sollen. Dann fällt auch deren Lohndrückerfunktion fort. Nicht diese Bürgerjournalisten schaden dem Qualitätsjournalismus, sondern die zunehmende Auslagerung journalistischer Arbeit und die immer größere Arbeitsbelastung in den Redaktionen. Dem gegenüber nehmen sich Blogger oder…
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Meinungsmache

Hier wird Alarm geschlagen: „Unsere Demokratie steht am Rande ihrer Existenz“, schreibt Albrecht Müller in seinem neuen Buch „Meinungsmache“. Diese dramatische Feststellung wird die eine und den anderen überraschen; viele werden sie als Panikmache abtun, war unsere Demokratie doch noch nie so gut wie heute. Müller kommt zu einem anderen Ergebnis: „Wir sind in Not. Das politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Geschehen in unserem Land wird in weiten Teilen von Meinungsmache und Manipulation bestimmt, dem Herrschaftsinstrument der Mächtigen. Die große Mehrheit des Volkes hat nicht viel zu sagen. ... Wenn sich diese Verhältnisse verfestigen, wird man bald nicht mehr…
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Wahres Leben

Die Autoren des ARD-Politikmagazins Monitor, Sascha Adamek (Bild unten) und Kim Otto (Bild oben), sind wahre Meister der Recherche. Müssen Sie auch sein. Denn wollen Journalisten Mächtigen und Besitzenden auf die Finger schauen, wird offiziell gern geschwiegen. Dann ist unkonventionelles Vorgehen gefragt.
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Rundfunkfreiheit beschädigt

Am 27. November 2009 haben sieben der vierzehn Verwaltungsratsmitglieder des ZDF gegen den Vorschlag des Intendanten Markus Schächter gestimmt, den Vertrag von Nikolaus Brender als Chefredakteur zu verlängern.
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Die Einigkeit der Einzelgänger

Mit einer literarischen Festveranstaltung zum 20. Jahrestag des Mauerfalls zwischen West und Ost sowie zwei Fachdiskussionen zu Digitalisierung und Urheberrecht feierte der Verband deutscher Schriftsteller (VS) in ver.di unter dem Titel „Samtene und digitale Revolution“ am 11. und 12. November in Berlin sein 40jähriges Bestehen.
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Wildwest und Einfalt in den Medien

„Spiel mir das Lied vom Tod“ – beziehungsreich die leise anklingende Auftaktmelodie zum Film „Schlaglichter auf die Wirklichkeit“ von Wulf Beleites, in dem es dann nur fast so schlimm kommt.
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Keine unendliche Geschichte

Über den Stand der Verhandlungen über die Honorare für freie Journalistinnen und Journalisten berichtete Rüdiger Lühr, freier Journalist und Mitglied der Verhandlungskommission, vor den Teilnehmern des Journalistentages.
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Diskussionssplitter

Klaus Grabowski, Stuttgart: Wir müssen die Frage nach dem Qualitätsjournalismus stellen. Die ZDF Entscheidung ist nur die Spitze des Eisbergs, die zeigt: Der Grabgesang ist eingeläutet. Welche Impulse können ein Absterben verhindern?
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Hartes Brot für die Demokratie

Dieser 23. Journalistentag der dju hätte anders beginnen sollen. Doch am Ende einer inhaltsreichen, interessanten Diskussion war als Fazit richtig platziert: „Journalismus wird nur dann gut bezahlt werden, wenn er einen Nutzwert für die Demokratie hat.“ Zwischen den Polen Wert der Arbeit, Kompetenz und Aufgabe des Journalismus sowie seiner Bezahlung, bewegten sich Referate und Debatten. Mehr als 150 Teilnehmer setzten am 28. November in Berlin „Schlaglichter auf die Wirklichkeit“.
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Schindluder

Das „Produkt Presseausweis“ hat weiter Konjunktur. Mit Rabattversprechungen und vermeintlichem journalistischen Prestige wird gelockt. So auch seit November auf www.bürgerreporter.com.
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Geheimnisse

Gut, dass es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt. Schlecht, dass die gebührenfinanzierten Sendeanstalten aus ihrem Geschäftsgebaren so ein Geheimnis machen. Steht doch ihre Glaubwürdigkeit auf dem Spiel, wenn wie im Fall des Westdeutschen Rundfunks ein externer Journalist danach fragt, an welche Firmen und in welchem Umfang der Sender Aufträge vergibt und dieser seit nunmehr drei Jahren die Antwort verweigert.
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Editorial: Den Konflikt wagen

Was ist journalistische Arbeit noch wert? Offenbar immer weniger!? „Leistungsverdichtung, Stellenabbau, Knebelverträge und schlechte Honorierung von Freien, die Filetierung von Zeitungshäusern, Ausgründungen, der massive Einsatz von Leiharbeit sowie wachsende Tarifflucht“ prägen derzeit den Arbeitsalltag in der Medienbranche, so Vize-ver.di Frank Werneke auf dem 23. Journalistentag der Medienfachgruppe in ver.di.
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Leserbrief: Nur wenig Interesse an DAB

Digitalradio – Solo oder huckepack? in M 11/2009 Der aufschlussreiche Artikel behandelt einen wichtigen Aspekt für den Misserfolg von DAB nicht. Private Radioveranstalter haben kein Interesse daran, sich durch DAB zusätzliche Konkurrenz ins Sendegebiet zu holen. Zusätzliche Programmanbieter haben negativen Einfluss auf die Reichweiten der Privatradios in den einzelnen Bundesländern. Angesichts der schlechten Entwicklung der Radiowerbeeinnahmen haben sie deshalb nur wenig Interesse an DAB gezeigt. Man beteiligte sich vor allem, um den Markt gegenüber der Konkurrenz abzuschotten. Werbetreibende Unternehmen interessieren sich für Hörerreichweiten und Marktanteile. Bei einer…
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Leserbrief: Falsche Denke über die Ungelernten

Aushilfsjob Fotograf in M 11/2009 In der November-Ausgabe von M sind mir gleich einige interessante und gute Beiträge aufgefallen. Dazu gehören die beiden in der Rubrik „kommentiert & aufgespießt“. Hier ist vor allem der Beitrag „Aushilfsjob Fotograf“ von Bettina Erdmann bemerkenswert. Aber ist die Deutsche Rentenversicherung mit ihrer Argumentation („ungelernter Arbeiter“) denn ein Einzelfall? Ich möchte Ihnen dazu frank und frei meine Meinung mitteilen: Im Journalismus, und nicht nur bei den Bossen, findet man doch die gleiche Denke. Wenn nicht immer, dann zumindest immer öfter. Gewiss, einerseits gibt es einen freien Zugang zum Journalismus und wird unter anderem…
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Kammerflimmern

Die Situation in der Fernsehbranche hat sich in den letzten Jahren drastisch geändert. Personal wird eingespart. Produktionsfirmen werden im Preiskampf insolvent, Beschäftigte bleiben ohne Auftrag – die Stimmung ist deutlich rauer geworden. Um mit Experten und Kennern der Branche und vor allem mit den Beschäftigten zu reden, hatte die Fachgruppe Medien in ver.di NRW zum „Kammerflimmern in der Kiste“ am 14. November in die Alte Feuerwache in Köln eingeladen.
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JuLit

Auf eine 35jährige Entwicklung blickt die vom Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V in München vierteljährlich herausgegebene Zeitschrift Jugendliteratur (JuLit) zurück. Entstanden ist das heute ca. 80 Seiten dicke Heft zu aktuellen Trends und Problemen der Kinder- und Jugendliteratur aus einer Lose-Blatt-Sammlung für Mitglieder mit Tagungs- und Vereinsinfos.
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