Medienpolitik

Neue Gesetze gefordert

ZDF-Intendant Markus Schächter stellte auf dem Lerchenberg in Mainz sein Konzept für eine medienrechtliche Regelung von Programm-Veranstaltern und Programm-Plattformen vor. Er forderte ein Gesetz, in dem unter anderem eine klare Trennung zwischen dem Betrieb von Programm-Plattformen und der Veranstaltung von Medieninhalten fixiert ist.
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Hamburger Stadtportal nun in Springer-Hand

portal Hamburg.de wurde mehrheitlich an die Axel Springer AG verkauft. „Der Senat hat mit seiner Entscheidung die Medienkonzentration gefördert und kleinere Anbieter ignoriert“, kritisiert ver.di-Landeschef Wolfgang Rose diesen Coup.
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Fernsehen im digitalen Wettbewerb

Wird das Fernsehen seinen Leitmedien­charakter mit der Digitalisierung wahren können? Oder wird es in der Vielfalt der Angebote verschwinden? Diese Fragen standen bei den 40. Mainzer Tagen der Fernsehkritik zur Debatte.
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Cicero-Urteil begrüßt

Der Deutsche Presserat hat auf seiner Frühjahrssitzung Mitte März in Bonn das „Cicero“-Urteil des Bundesverfassungsgerichts begrüßt. „Karlsruhe hat damit das Recht der Journalisten gestärkt, ihre Informationsquellen nicht preiszugeben“, so Fried von Bismarck, Sprecher des Plenums. Nach Auffassung der Mitglieder der Freiwilligen Selbstkontrolle stärkt das Gericht die Pressefreiheit mit der Feststellung, dass die bloße Veröffentlichung eines Dienstgeheimnisses nicht ausreiche, Durchsuchungen in Redaktionen zu begründen. Die Frage, ob Journalisten Beihilfehandlungen vorgeworfen werden können, wenn ein Dienstgeheimnis bereits verraten ist (sukzessive Beihilfe), wurde jedoch…
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Schlechter Geschmack

Dass die klassisch-romantische Musik vor allem bei jungen Leuten immer weniger Anklang findet, ist nicht neu. Aber diese Entwicklung nimmt bedenkliche Ausmaße an. Denn während engagierte Autoritäten wie Simon Rattle mit seinen Education-Projekten („Rhythm is it!“) oder Daniel Barenboim mit seinem Berliner Musik-Kindergarten angestrengt gegen die Krise angehen, regen sich neuerdings kontraproduktive Kräfte im Kino: So rangiert unter den Nominierungen für den Deutschen Filmpreis ausgerechnet ein Film ganz oben, der mit seinem schlechten Geschmack geradezu eindrischt auf die deutsche Klassik: „Vier Minuten“, ein Kammerspiel zwischen einer altmodischen Pianistin, die in einem…
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Gebrutzeltes in der FR

Mc Donald‘s greift zu einem perfiden Trick: Die um gutes Image bemühte Imbisskette lässt „Schüler­reporter“ für sich Werbung produzieren. Als Laufbursche bietet sich die Frankfurter Rundschau (FR) an. Auf den ersten Blick wirkt die achtseitige Beilage wie ein journalistisches Produkt. Sieht aus wie eine Zeitung, liest sich wie eine, ist aber keine. Nur oben rechts ein kleiner Hinweis: „Anzeigen-Beilage von Mc Donald‘s“.
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Unterschriften für das Leben der Anderen

Mit einer Unterschriftenaktion unter dem Motto „ 5 statt 12“ wollen der BundesFilmVerband in ver.di und connexx.av ihren Forderungen nach einer verbesserten Sozial­gesetzgebung und der Koppelung der Filmförderung an Tarifstandards für Kultur-, Medien- und Filmschaffende in Deutschland Nachdruck verleihen.
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Keine Filme über Arbeit

Mit dem Plattmachen von Erwerbsarbeit ges­tern und heute beschäftigte sich ein Filmfestival in der Frankfurter Naxoshalle. Fernsehautoren und Gewerkschafter debattierten die Rolle der Medien in diesem zerstörerischen Prozess. Bereits in den 70er Jahren seien Filme zu diesem Sujet nur schwer an die Öffentlichkeit gelangt. Heute strahle das öffentlich-rechtliche Fernsehen sie nahezu gar nicht mehr aus, so das Fazit. Aus diesem Grund unterstützt ver.di ein weiteres überregionales Filmfestival unter dem Titel „über - arbeiten“.
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Notfalls auf die Straße gehen

Um den deutschen Film muss sich derzeit niemand sorgen. Nicht wirklich. Dennoch war es kein Alarmismus, dass Urheber­verbände am Rande der Berlinale zu einer Podiumsdiskussion luden, in dessen Zentrum die Frage stand: „Gibt der deutsche Film den Geist auf?“ Die Antwort, so die Teilnehmer der von dem Medienjournalisten Holger Wenk moderierten Veranstaltung: Der Ausverkauf der Kreativen werde rasant beschleunigt, verabschiede die Bundesregierung das Urheberrechtsgesetz nach den Plänen des Justizministeriums, den „Korb 2“. Dagegen sollten die Filmschaffenden notfalls auf die Straße gehen, warb Wille Bartz von connexx.av, der neben Tarifsekretär Matthias von Fintel vom…
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BIENE-Award für ein Unikat

Als einziges gesellschaftspolitisches Angebot unter den ursprünglich 376 Bewerbern erhielt die Webseite „Chronologie des Holocaust“ 2006 einen BIENE-Award für vorbildliche barrierefreie Webauftritte.
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Kindheit in der Jackentasche

Was verbindet Dich mit Bummi? Jeder der im Osten aufgewachsenen Freunde, den die Autorin fragte, sang sofort los: „Bummi Bummi brumm brumm brumm ...“ Bummi, Deutschlands traditionsreiche Kinder- und Vorschulzeitschrift, hatte am 15. Februar 50. Geburtstag. Gefeiert wird aber das ganze Jahr mit vielen besonderen Ereignissen.
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Bürgerfunk in Frage gestellt

Eine Besonderheit des Landesrundfunk­gesetzes NRW macht ihn möglich: Den Bürgerfunk, für den die kommerziellen Hörfunkanbieter nicht kommerziellen Gruppierungen täglich maximal zwei Stunden ihrer Sendezeit bereitstellen müssen. Das soll sich ändern, denn die CDU-FDP-Regierung in Düsseldorf will die Sendezeit auf eine Stunde halbieren und die soll erst um 21 Uhr beginnen, wenn erfahrungsgemäß niemand mehr zuhört. Bürgerfunker/innen fürchten: Das ist das Ende.
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Stabwechsel im WDR

Fritz Pleitgen geht, Monika Piel kommt: Ab April übernimmt die ehemalige Hörfunkdirektorin der größten Landesrundfunkanstalt den Chefsessel. Der Rundfunkrat hatte die 55-Jährige im November 2006 mit großer Mehrheit als Intendantin gewählt. Schon während ihres Studiums hat Piel im internationalen Frühschoppen erste Erfahrungen gesammelt und hält dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) seit 26 Jahren die Treue. Jetzt muss sie die Digitalisierung vorantreiben.
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Modernes Raubrittertum

Das Internet bringt nicht nur Segen. Sondern es erleichtert auch Urheberrechtsverletzungen. Betroffene Journalisten haben dadurch viel Ärger, reichlich Verluste, einen hohen Zeitaufwand – und Anspruch auf eine angemessene Entschädigung.
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Schleichwerbung gerügt

Sechs Rügen und einen Freispruch verkündete der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) am 21. Februar nach seiner letzten Aufarbeitung der Schleichwerbungsvorfälle in Sat.1. Dabei wurde auch dreimal die PR-Agentur Connect-TV gerügt.
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Bundesagentur im Zwielicht

BERLIN. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) wurde vom deutschen Rat für Public Relations wegen kontinuierlicher Schleichwerbung in öffentlich-rechtlichen Sendern gerügt.
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