Medienwirtschaft

Diskretion ist Ehrensache

Einen detaillierten Sozialreport über die Arbeitsplatzentwicklung im eigenen Haus hatte die Nachrichtenagentur dapd liefern wollen. Entgegen der vollmundigen Ankündigung fällt das Ende März vorgelegte Ergebnis reichlich dünn aus.
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Lügen haben kurze Beine

 | Schleichwerbung ist verboten. Wer erwischt wird, erhält zumindest vom Deutschen Presserat eine Zurechtweisung. So bekam der Weser-Kurier Mitte März eine „öffentliche Rüge“ für sein „Objekt der Woche“ im Immobilien-Teil der Zeitung. Hier werden jeden Samstag neue Häuser und Projekte angepriesen mit Fotos sowie Hinweisen auf Vertriebsfirma und Servicedaten. Was wie Werbung wirkte, aber nicht als solche gekennzeichnet war, sondern im selben Layout wie redaktionelle Beiträge erschien, stieß einem Leser auf. Er reichte Beschwerde beim Presserat ein. „Verleger und Redakteure ... achten auf eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu…
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Neuer Frontverlauf bei Media-Forschung

Anfang des Jahres waren es noch 4.044 Followers, denen die „Hubert Burda Media“ auf Facebook gefiel. Mittlerweile dürfte sich diese Zahl um zumindest neun Personen verringert haben, denen Burda gar nicht mehr gefällt. Denn: Eine der Burda-Firmen wird dicht gemacht, und die neun Leute müssen gehen. Der Presseverlag hat zum 1. März sein Institut für Medien- und Konsumentenforschung (IMUK) in Erding bei München geschlossen, um fortan diesen Forschungszweig zusammen mit den anderen Großverlagen Springer, Bauer und Gruner + Jahr zu betreiben.
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Umdenken bei Film und Fernsehen

Auf dem diesjährigen Berlinale-Panel der ver.di-FilmUnion diskutierten innovative Kreative und Branchenexperten über die neusten Entwicklungen bei Film, Fernsehen und in der Gameindustrie.
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Schlag gegen Vertriebssystem

Wie nach der mündlichen Verhandlung bereits von Branchenexperten vermutet wurde, hat der Bauer Verlag den Zivilprozess vor dem Kölner Landgericht gegen den Bundesverband Presse-Grosso gewonnen und darf danach mit jedem einzelnen Pressegroßhändler über Preise und Lieferbedingungen verhandeln (M 1/2012). Der Presse-Grosso wird gegen das Urteil Berufung beim Oberlandesgericht Düsseldorf einlegen.
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Schärfere Töne am Nachrichtenticker

Der Konkurrenzdruck auf dem deutschen Nachrichtenagenturen-Markt nimmt an Schärfe zu. 18 Monate nach der Fudion von ddp und der deutschen AP zur neuen Agentur dapd gerät Marktführer dpa immer stärker unter Druck. Der Aufstieg des dapd zur zweiten Vollagentur geht einher mit einert aggressiven Geschäftspolitik und juristischen Scharmützeln um statliche Aufträge.
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Marktliberale Fehlentscheidung


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Ein überlebtes Modell?

Lokale Tageszeitungen hätten keine Zukunft mehr, meint Helena Tölcke. Am 29. Februar hat die Verlagsleiterin und Chefredakteurin ihr Blatt, die Deister-Leine-Zeitung (DLZ), eingestellt. „Die DLZ hat sich einfach nicht mehr gerechnet.“ Stetig sinkende Auflagen, zurückgehende Anzeigenerlöse und schlechte Zukunftsprognosen hätten diese Schließung notwendig gemacht.
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Sparen um jeden Preis bei der Eßlinger Zeitung

Noch beschäftigt die Eßlinger Zeitung 34 Redakteure, die Gesamtauflage (Stadt und Umgebung) stieg leicht von 44.561 (IVW 4.2010) um 1,32 Prozent auf 45.151 (IVW 4.2011) – eigentlich sollte die Welt von Verlegerin und Redaktion in Ordnung sein. Eigentlich, denn seit Wochen gärt es in der Redaktion.
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Pressevertriebssystem vor Veränderung?

Seit dem 24. Januar wird vor dem Landgericht Köln die Klage der Bauer Media Group gegen den Bundesverband Presse-Grosso verhandelt. Schon zu Beginn hat der Vorsitzende Richter Bernd Paltzer Verständnis für die Klage erkennen lassen. Sollte sich Bauer durchsetzen, könnte dies die Struktur des deutschen Pressevertriebssystems grundlegend verändern und sich negativ auf die Pressevielfalt im Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt auswirken. Eine Urteilsverkündung ist für den 14. Februar 2012 geplant.
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Mehr Medienmacht für Wenige

Bis Ende 2010 war die Mediengruppe Pressedruck ein weithin unbekannter regionaler Zeitungsverlag im bayerischen Schwaben. Inzwischen gehört sie zur Bundesliga der Branche, denn sie hat 2011 dem Holtzbrinck-Konzern die Main-Post in Würzburg und den Südkurier in Konstanz abgekauft. Im selben Jahr wechselten die Märkische Allgemeine in Potsdam und der Remscheider General-Anzeiger ganz sowie das Westfalen-Blatt in Bielefeld teilweise den Eigentümer. Es war wieder viel los auf dem deutschen Zeitungsmarkt.
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Abkehr von Fensterreden?

Nun ist es besiegelt: Petra Grotkamp, Tochter des WAZ-Gründers Jakob Funke, ist neue Mehrheitseignerin der WAZ-Mediengruppe. Zusätzlich zu ihren Anteilen von 16,66 Prozent hat Grotkamp, die mit dem langjährigen WAZ-Geschäftsführer Günther Grotkamp verheiratet ist, den 50-Prozent-Anteil der Familie Brost übernommen. Der Kaufpreis wurde offiziell nicht bekannt gegeben, er soll rund 500 Millionen Euro betragen. Nicht zum Zug gekommen ist der Springer-Konzern, der sich mit einer eigenen Offerte in die WAZ-internen Verhandlungen zwischen den Erben der beiden WAZ-Gründer Erich Brost (Brost Holding) und Jakob Funke (Funke Familiengesellschaft) eingemischt hatte. Zeitgleich mit dem…
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Geschäfte mit Print

Madsack expandiert weiter auf dem Regionalzeitungsmarkt. Das Geld für Zukäufe wird andernorts gespart. So kann man die neuesten Entwicklungen um die Mediengruppe aus Hannover zusammenfassen, die sich rigoros zum breit aufgestellten Großkonzern entwickelt. Der neueste Madsack-Deal, die Übernahme der Potsdamer Märkischen Allgemeinen Zeitung von der FAZ, zeigt laut Medienforscher Horst Röper auch, dass sich mit Printprodukten hierzulande „weiter Geschäfte machen lassen“.
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Gar nicht lecker….

Mit dem „Konstanzer Maultaschenpreis“ wurde der Terra-Verlag Ende August für besonders beschäftigtenfeindliches Verhalten „ausgezeichnet“.
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Springer will WAZ-Teile kaufen

Ende September sorgte eine Meldung aus dem Axel-Springer-Verlag für helle Aufregung in einer ohnehin aufgeregten Branche. Der Hamburger Konzern kündigte an, Teile des Essener Konzerns der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ) kaufen zu wollen, für 1. 4 Milliarden Euro.
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Zu schön, um wahr zu sein

Am Ende war die beinahe märchenhafte Erfolgsgeschichte doch zu schön, um wahr zu sein. „Laible und Frisch“, 2009 und 2010 zur Weihnachtszeit im SWR ausgestrahlt, war ein echtes Novum. Frieder Scheiffele, Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg, hatte die Geschichten über eine schwäbische Dorfbäckerei an der Filmhochschule entwickelt und anschließend eigens mit Partnern die Produktionsfirma Schwabenlandfilm GmbH gegründet. Es war das erste Mal, dass ein Seriendebüt seinen Weg direkt ins Vorabendprogramm fand.
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