Medienwirtschaft

Tabubruch bei Bertelsmann

Zu einem spektakulären Anteilstausch kam es Anfang Februar zwischen der Bertelsmann AG und der belgisch-kanadischen Holding Groupe Bruxelles Lambert (GBL), die zukünftig mit einem Anteil von 25,1 Prozent Mitgesellschafter in Gütersloh ist. Das bisher auf Eigenständigkeit bedachte Medienunternehmen im Ostwestfälischen mit einer Zweigstelle in New York bekam im Gegenzug von der GBL deren 30-Prozent-Anteil an der RTL-Group (früher CLT-UFA).
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Multimedia – Branchenbrunch

Locker war Anfang Februar der Rahmen des "Multimedia Branchenbrunchs" in Hamburg. Doch ernst der Hintergrund: die deutlicher werdende Krise in der "new economy"
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Vorreiterrolle auf dem Rücken der Belegschaft oder Eröffnung neuer Chancen?

Zwei Gutachten zur Ausgliederung mit unterschiedlichen Schlussfolgerungen der Regionalredaktionen bei der "Sächsischen Zeitung" "Ein Modell von Dauer wird es sein." Da ist sich der Geschäftsführer des DD+V, Dr. Mario Frank, sicher. Schließlich will die "Sächsische Zeitung" in den Regionen außerhalb von Dresden ihre Qualität sichern und steigern, näher am Kunden und am Leser sein, ihre Aufgaben besser organisieren, neue Umsatzmöglichkeiten schaffen und vor allem Kosten sparen.
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Die Krise der Wochenpresse …

Die deutsche Wochenpresse leidet unter Auflagenschwund. Gegen die Aktualität der elektronischen Medien und die gestiegene Qualität der Tagespresse können sich Blätter wie "Die Zeit", "Die Woche" und Publikationen aus dem kirchlichen Umfeld nur schwer behaupten.
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Wieder Unruhe bei der „Morgenpost“

Als Boulevardblatt lebt die "Hamburger Morgenpost" vom Kaufanreiz ihrer Schlagzeilen. Doch die "Mopo" schafft es auch selbst immer wieder, in die Schlagzeilen zu kommen - diesmal durch den am 29. Juni bekanntgegebene Austritt aus dem regionalen und Bundesverband der Zeitungsverleger.
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Shareholder culture statt Programmvielfalt und -qualität

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Bundesrepublik Deutschland wird zur Zeit marktreif organisiert und läuft dabei Gefahr, seine Identität, ja vielleicht seine Existenzberechtigung zu verlieren.
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Blut ist dicker als Wasser

Die deutsche Fernsehlandschaft ist endgültig in Senderfamilien aufgeteilt Schon seit Jahren funktioniert Medienaufsicht in Deutschland nach dem Prinzip von Hase und Igel. Weil Konzerne wie Bertelsmann oder Kirch-Gruppe den Kontrolleuren stets einen Schritt voraus waren, blieb denen nichts anderes übrig, als die Gesetzgebung an die Realität anzupassen. Mit der Aufteilung der Fernsehlandschaft in Senderfamilien hat sich das Modell der Konzentrationskontrolle endgültig erledigt.
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Mitbestimmung in der „Kirch-Sender-Familie“ auf dem Vormarsch

Über 25 Betriebsratsmitglieder aus Unternehmen der sogenannten "Kirch-Sender-Familie" trafen sich im Frühjahr auf einem Seminar von connexx.av in Berlin, um Wege zu finden, die Mitbestimmung im Kirch-Imperium zu verbessern. Auch wollte man für die sich bereits abzeichnenden Änderungen der Gesellschaftskonstruktion gewappnet sein.
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Aufstrebende Töchter

Wenn Titel wie "Mädchenhandel - Das schmutzige Geschäft" bei RTL für Quote sorgen sollen, haben oft auch die Öffentlich-Rechtlichen ihre Hände im Spiel. Für ihre Produktionstöchter ist das Dealen mit Privatsendern längst nicht mehr anstößig, sondern ein einträgliches Geschäft. Ob RTL, SAT.1 oder ProSieben, die Privatsender sind längst zu wichtigen Auftraggebern für die Produktionsgesellschaften von öffentlich-rechtlichen Sendern geworden. Und davon gibt es immer mehr.
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Mutterschiff mit trudelnden Beibooten

Der Begriff "Vorreiter" hat in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eine ganz neue Bedeutung gewonnen: Udo Reiter macht es vor - das Outsourcing im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Der Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) war über die vergangenen Jahre damit beschäftigt, Deutschlands viertgrößte ARD-Anstalt zu einem "schlanken Mutterschiff mit einer Flotte von effizienten und beweglichen Schnellbooten" umzumodeln
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Die Giganten formieren sich

Die Fusionswelle in der Medienbranche macht auch vor dem noch weitgehend mittelständisch geprägten Kinomarkt in Deutschland nicht halt. In jüngster Zeit gaben gleich mehrere Unternehmen aus der Film- und Fernsehbranche, insbesondere die börsennotierten, kapitalstarken AGs, Pläne zu Übernahmen oder Beteiligungen auf dem Kinosektor bekannt oder haben sie bereits vollzogen.
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Mit hauseigenen Interessenvertretungen gegen Gewerkschaften

Beschäftigte und Gewerkschaften klagen über gewerkschaftsfeindliche Methoden verschiedener Großkinobetreiber in Berlin und Brandenburg
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Trari trara – die WAZ ist da

Der WAZ-Konzern will demnächst neben den Abo-Zeitungen auch Briefe ins Haus bringen. Wie Geschäftsführer Bernd Nacke jetzt auf der ZVW-Betriebsversammlung ("Westfälische Rundschau") den RedakteurInnen sagte, habe man die A-, B-, C- und D-Lizenz für den Postvertrieb beantragt. Ein Pilotprojekt solle es demnächst geben. Erfahrungen im Vertrieb habe man ja: "Wir wissen, wie wir in die Häuser reinkommen", so Nacke. Aber diese Aufgabe sollten nicht die Zeitungszusteller übernehmen.
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Monopoly des Monopolisten

Eine bayerische Großstadt droht publizistisch auf der Strecke zu bleiben. Die IG Medien initiiert eine beispiellose Protestwelle.
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„Handelsblatt“ träumt vom Cyber-Cash

Die Düsseldorfer Verlagsgruppe Handelsblatt will die Gunst der Interneteuphorie am Aktienmarkt nutzen und träumt vom Cyber-Cash. Zu diesem Zweck sollen die journalistischen Online-Angebote von "Handelsblatt.com", "Wirtschaftswoche heute" und "DM-Online" sowie der Werbevermarkter "GWP online marketing" in eine eigenständige Aktiengesellschaft ausgliedert, und zu einem noch nicht genannten Zeitpunkt an die Börse gebracht werden. Durch den Börsengang soll frisches Geld in die Verlagskasse fließen, um die Expansion des Unternehmens im Online-Bereich zu finanzieren.
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Ende der Entkrampfung

Überraschung im Gerichtssaal: Der Streit um das Redaktionsstatut des "Mannheimer Morgens" geht nun aller Voraussicht nach doch in die letzte Instanz vor das inzwischen nach Erfurt umgezogene Bundesarbeitsgericht.
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