Medienwirtschaft

Erster Sozialplan in einem Internet-Unternehmen abgeschlossen

Nach der ersten Kündigungswelle hatten die Mitarbeiter des Münchner Internet-Unternehmens Junior-Web genug davon, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Nachdem sie tatenlos zusehen mussten, wie die Kollegen auf Geheiß des damaligen Mutterunternehmens EM.TV von einem Tag auf den anderen wahllos entlassen wurden, gaben sich die Verbliebenen mit Hilfe von connexx.av eine eigene Interessenvertretung. Vorgemacht hatten es die Kollegen der Konzernmutter bereits wenige Wochen zuvor.
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Kunst ohne Kohle

Unrentabilität, Mieterhöhungen um mindestens das Doppelte und Abriss der Häuser: So begründete die Kinowelt AG/Arthaus die zum November beabsichtigte Schließung ihrer beiden Kölner Kinos Broadway und Odeon. Das Entsetzen in der Kulturszene war groß.
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Filmriss bei Kinowelt

Michael Kölmels sah noch im April seine Kinowelt auf "langfristig ausgerichtetem Wachstumskurs zu einem international bedeutenden Medienkonzern". Gute Nachrichten aus Hollywood gaben dem Chef des eigentlich damals schon angeschlagenen Unternehmens Anlass zum Optimismus.
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Rückkehr zum Normalmaß

Im Herbst wird - wie schon in den vergangenen Jahren - ein "Reader Medienökonomie" erscheinen. Darin wird die wirtschaftliche Entwicklung in den wichtigsten Mediensparten geschildert und analysiert und außerdem Übersichten und weiterführendes Lesematerial geboten. Der nachfolgende Beitrag ist ein Vorgriff auf den kommenden Reader; dort wird der Text in einer erweiterten und aktualisierten Fassung das Einleitungskapitel bilden.
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Jeder allein in seinem Büro – aber alle im gleichen Boot!

Seit wann gibt es den VFLL und wie kam es zu seiner Gründung? Meyer: Den VFLL gibt es offiziell seit März 2000. Bedingt durch die Umstrukturierungen im Verlags- und Medienbereich wächst die Zahl der freiberuflichen Lektorinnen und Lektoren seit Jahren kontinuierlich. "Freies Lektorat" hat sich längst als ein eigenständiger Berufszweig etabliert.
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Hier wird der Strukturwandel konkret

"Eine neue Fachgruppe in einer neuen Gewerkschaft" - unter diesem Motto beginnt der Aufbau der Fachgruppe Verlage und Agenturen im Fachbereich Medien. Mit Martin Dieckmann, Bundesfachsekretär für Verlage und Agenturen, sprach "M" über ver.di in den Verlagen und über Aufgaben und Aufbau der Fachgruppe.
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Fusionen und Kooperationen

(unvollständige Übersicht) September 2000 Die RTL New Media, Köln, (Bertelsmann) kauft 17,5 % der Scip GmbH, Hamburg. Der Bonnier-Verlag, Stockholm, kauft die arsEdition GmbH, München. Der Süddeutsche Verlag, München, kauft rückwirkend zum 30. 6. den Verlag Carl Ueberreuther, Wien. Die Brainpool TV AG, München, kauft 51% der Grégoire Furrer Productions SA, Montreux. Barnesandnoble.com (Bertelsmann) übernimmt vom Konkurrenten Amazon dessen Kooperationsvertrag mit dem Internetportal Yahoo. Gruner + Jahr (Bertelsmann) übernimmt das Internet-Finanzportal Investorworld der DAB-Bank (60 % G+J, 40 % DAB) Lycos Europe (Bertelsmann u.a.) kauft das…
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Bislang unbekannter Tiefpunkt

"In freundschaftlicher Atmosphäre", so hieß es im Mai in einer kurzen Mitteilung der Geschäftsleitung der "Magdeburger Volksstimme" an Belegschaft, Betriebsrat und Öffentlichkeit, wechsle Paul-Josef Raue als Chefredakteur des Blattes im Herbst in gleicher Funktion zur "Braunschweiger Zeitung". Raue kam damit einem freundschaftlichen Rausschmiss durch Verleger Heinz Bauer vermutlich nur kurz zuvor.
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Spekulationen um den Verkauf der G+J-Zeitungen

Seit Wochen gibt es Diskussionen in den Medien über die weitere Ausrichtung von Gruner+Jahr - über die Zukunft der G+J-Zeitungen und um die strategische Einbindung in die Bertelsmann-Strategie. Dabei ist es zu einem offenen Konflikt zwischen den beiden Gruner+Jahr-Gesellschaftern Bertelsmann (74,9 Prozent) und der Jahr-Gruppe (25,1 Prozent) gekommen. Die Spekulationen über die Trennung G+J vom Zeitungsgeschäft wurden dementiert, aber die Ruhe ist nur die vor dem nächsten Sturm.
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Mehr Rendite mit weniger Personal

Unruhe und Unsicherheit herrscht derzeit in den Redaktionen der Springerblätter in Berlin. Ihnen hat der Vorstand ein strammes Sparkonzept verordnet. Jede Mark müsse künftig zweimal umgedreht werden, sagte Zeitungs- und Multimediavorstand Mathias Döpfner der Axel Springer Verlag AG dem "Handelsblatt". Ab sofort gilt ein Einstellungsstop, nachdem die Beschäftigtenzahl im letzten Jahr um mehr als tausend auf etwa 13600 stieg. Als Begründung für den strikten Sparkurs werden steigende Papierpreise und sinkende Anzeigenerlöse genannt.
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Die Geschäfte des Herrn B. in D.

Wenn ihm neben seinen sechs Fernsehsendern auch noch die RTL-Gruppe gehören würde, dann könnte Leo Kirch in Deutschland so viel vom Markt beherrschen wie Silvio Berlusconi in Italien. Wenn er dann außerdem noch Bundeskanzler wäre -mit dem Chef der NPD als Vizekanzler und den "Republikanern" als drittem Koalitionspartner - dann kämen wir den "italienische Verhältnissen" recht nahe. Aber auch ohne das ist Italien so weit nicht entfernt, denn der dortige künftige Regierungschef ist auch hier zu Lande in den Medien aktiv.
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E-Pressespiegel aus 50 Printtiteln

Ab 7 Uhr morgens können die Kunden der PMG Artikel am Erscheinungstag aus dem Presse-Monitor(R)-System im HTML- oder XML-Format herunterladen und ihren Mitarbeitern beispielsweise über das firmeneigene Intranet zur Verfügung stellen.
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Pixelpark: Betriebsratswahl im Mai

Paulus Neef, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Berliner Internet-Dienstleistungsagentur Pixelpark sagte auf der Bilanzpressekonferenz, in der Internetbranche gebe es derzeit "einen gnadenlosen Auslesewettbewerb", bei dem nur die Stärksten überleben könnten. Dem Umsatz von 102 Millionen Mark für das Rumpfgeschäftsjahr 2000 steht ein Fehlbetrag von 30,4 Millionen Mark gegenüber. Die Bilanzierung von Juli bis Dezember 2000 war notwendig, weil der mit 60 Prozent an Pixelpark beteiligte Bertelsmann-Konzern (Gütersloh) sein Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr umstellte.
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Yep! Zum Pixelpark-Betriebsrat

Veranlasst durch eine E-Mail von connex.av an die Mitarbeiter der Bertelsmann-Tochter Pixelpark, hat dort eine Diskussion über das Für und Wider eines Betriebsrates begonnen. Paulus Neef, Chef der am neuen Markt gehandelten Multimedia-Aktiengesellschaft, reagierte pikiert.
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Der Druck wird erhöht

Von den Börsengurus wurde Bertelsmann seit geraumer Zeit für seine Politik der Eigenständigkeit milde belächelt. Doch Firmenpatriarch Reinhard Mohn hielt stets die Kontinuität, Unabhängigkeit, Mitarbeiterbeteiligung und Unternehmenskultur des Gütersloher Medienhauses hoch.
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Bertel an der Börse

Was waren das noch für Zeiten, als man sich in Regierungskreisen Sorgen um die Vielfalt auf den Medienmärkten machte - speziell beim Fernsehen! Großverlage mussten Teilhaber an ihren Sendern akzeptieren, damit sie sie überhaupt gründen durften (so kamen Bauer, Burda und die TMG zu ihren Anteilen an RTL 2, Holtzbrinck zu seinen an Sat 1). Das ist heute alles kein Thema mehr in Berlin und den Landeshauptstädten. Die Übernahme der "RTL-Group" durch Bertelsmann macht das nur ein weiteres Mal deutlich: Jetzt ist der Markt für werbefinanziertes Fernsehen in Deutschland endgültig zwischen Bertelsmann und Kirch aufgeteilt.
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