Tarife und Honorare

Neue Tugenden

Der 1. August nahte unaufhaltsam. Was haben wir freien Autoren geflucht und gewettert. Regeln pauken bis zum Abwinken. Dann dieser Albdruck (jetzt mit b), dass nichts mehr beim Alten (jetzt groß) bleibt. Was ist damit überhaupt gemeint, werden Sie fragen. Warum bloß dieses Wettern und Fluchen? Von welchem Alten ist die Rede? Vom Verleger vielleicht? Oder dem Zeitungsboss? Und dann dieser Druck vom unterirdischen Erdgeist? Wo doch der Alte freigiebig alles - also wahrscheinlich Urlaubsgeld, dreizehntes Gehalt - herausrücken will:  Nichts bleibt beim Alten. Schwamm drüber. Nur eines dieser zahllosen Missverständnisse, ausgelöst durch die neue Rechtschreibregelung. Und um die geht es…
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Tarifverhandlungen 2000 im privaten Rundfunk

Die IG Medien fordert für die Beschäftigten der privaten Rundfunkunternehmen im Bereich des Tarifverbands Privater Rundfunk (TPR) eine lineare Erhöhung der Einkommen ab dem 1. Januar 2000 um 7 Prozent. Die Verhandlungen über einen neuen Entgelttarifvertrag beginnen am 15. Dezember 1999 in Frankfurt am Main.
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Qualität und Konkurrenz

"Ich würde heute gerne früher gehen." Das klingt defensiv. Der Redakteur bleibt abwartend in der Tür stehen. Als ob er den Segen der Kollegen bräuchte. Da springt schon einer vom Stuhl auf. "Und was ist damit?" Dabei wedelt er mit drei labberigen Faxseiten. "Ich wollte doch heute früher gehen." Das klingt nicht mal mehr trotzig, sondern nur noch besiegt. So eine Pressemitteilung ist doch schnell getippt.
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SFB: Manteltarifvertrag gerettet

Am 16. Juli 1999 ist es den Gewerkschaften, allen voran der IG Medien, gelungen, sich mit der SFB-Geschäftsleitung zu einigen: Der zum Jahresende 1998 gekündigte Manteltarifvertrag wurde rückwirkend zum 1. Januar 1999 wieder in Kraft gesetzt. Unverändert - mit Ausnahme der "Bindungsklausel" an den öffentlichen Dienst.
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Redakteursgehälter an Tageszeitungen steigen um 3,3%

3,3 Prozent mehr Gehalt ab 1. August für 12 Monate - mit diesem Ergebnis endeten die Tarifverhandlungen für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen am 17. August 1999.
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Zwischen Buch und Börse

Bei einer Reihe von Mega-Fusionen waren Konzerne mit Sitz in Deutschland beteiligt: Mai '98 Daimler und Chrysler fusionieren Daimler-Benz kauft Nissan-Nutzfahrzeuge Juni '98 VW kauft Rolls Royce Nov. '98 Deutsche Bank kauft Bankers Trust Dez. '98 Krupp und Thyssen fusionieren Mai '99 Hoechst und Rhône-Poulenc fusionieren Juni '99 Siemens-Nixdorf und Fujitsu fusionieren Juli '99 Deutsche Telekom will One-2-One kaufen Die Medienkonzerne sind bei solchen Übersichten nur deshalb nicht erwähnt, weil die bewegten Summen kleiner sind. Beim umfangreichsten Deal der Branche, dem Erwerb von Random House durch Bertelsmann im März 1998, wurden 900 Millionen Dollar Umsatz…
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Erhöhung der Honorare für Freie an Tageszeitungen

Die Honorare für Text- und Bildbeiträge der arbeitnehmerähnlichen freien Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen werden rückwirkend zum 1. August um 3,3 Prozent erhöht. Darauf einigten sich die IG Medien, der Deutsche Journalisten Verband (DJV) und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger am 31. August 1999 in Bonn. Die Laufzeit beträgt ein Jahr.
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Gehaltserhöhung Zeitschriften: um 3,3 Prozent

Auf eine Erhöhung der Tarifgehälter für Redakteurinnen und Redakteure an Zeitschriften um 3,3 Prozent ab dem 1. August einigten sich am 18. August 1999 Gewerkschaften und Verlegerverband in der ersten Verhandlungsrunde in Frankfurt/Main.
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„Redakteur light“ oder wie die „Rhein- Zeitung“ gültige Tarifverträge umgeht

Es knirscht im Gebälk des Koblenzer Mittelrhein-Verlags ("Rhein-Zeitung"). Schon seit Jahren herrscht Unmut unter den als Pauschalisten bezeichneten "Festen Freien". Die meisten arbeiten schon jahrelang wie Redakteure und wollen sich nicht mehr länger mit dem Lockmittel des Volontariats weiterhin vertrösten lassen. Jetzt sieht sich Verleger Walterpeter Twer durch das neue Gesetz zur Scheinselbständigkeit in Zugzwang gebracht, das Problem aus der Welt zu schaffen, ohne die angekündigte Gesetzesänderung abzuwarten. Leider sieht seine Lösung nicht so aus, wie es sich die Betroffenen wünschen.
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DIGITALISIERUNG : FUNK

Ich kann mich noch genau erinnern: Empört stürmte die Kollegin in den ehrwürdigen Tonbearbeitungsraum, daß die Kellogschalter erzitterten. Wütend warf sie den - liebevoll Bobby genannten - AEG-Wickelkern auf den Blechteller der M10 und schlang das braune Band mit einer einzigen schwungvollen Bewegung vor dem Tonkopf vorbei um den leeren Aufwickel herum. Ohja, ich sah sie schon, diese unzähligen, scharf hervorstechenden Tonbandkleber, mit denen das Band durchsetzt war. Schief und krumm geklebt - Haifische! Und als junger Tontechniker hielt ich mich vorsichtig im Hintergrund, um bei der nun folgenden Auseinandersetzung nicht aufzufallen. Der erfahrenen Kollegin folgte nämlich nicht…
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Tarifeinheit für 1999/2000 gesichert

Begleitet von Warnstreiks und Protestaktionen ist es der IG Medien und dem DJV am 23. September 1999 in Potsdam gelungen, die Abkopplung Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs vom Bundestarif zu verhindern. Auch die Redakteurinnen und Redakteure sowie die Volontärinnen und Volontäre an Tageszeitungen dieser beiden Bundesländer erhalten wie im Rest der Bundesrepublik 3,3 Prozent mehr Gehalt.
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Mit Hotmail gegen den Staatsterror

"Wo sind die Deutschen?" Polizisten in Zivil hatten sich an der Rezeption des Hotels in Oaxaca/Mexiko nach uns erkundigt. Und auch auf der Straße folgten sie uns.
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50 Jahre VWD – 35 Stunden sind genug!

Der erste Tarifvertrag mit der klaren Perspektive "35- Stunden pro Woche sind genug" in der Bundesrepublik Deutschland wurde 1984 für die Nachrichtenagentur VWD, Eschborn, abgeschlossen.
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Übernahmebeiträge müssen honoriert werden

Wenn ein Verlag verschiedene Tageszeitungen besitzt, darf er die Fotos aus einer Lokalausgabe nicht in der anderen Lokalausgabe veröffentlichen, ohne ein entsprechendes Honorar zu bezahlen. Diese für manche Abonnementzeitungen und deren Anzeigenderivate herbe Wahrheit hat nun auch die "Südwest Presse" in einem Vergleich akzeptiert.
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Honorare in Online-Diensten für viele kein Thema

Ein 20prozentiger Honoraraufschlag für die zusätzliche Verwendung von Fotos in Online-Diensten wird von den Medien-Konzernen in der Regel offenbar nicht gezahlt. Diese Feststellung traf die Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (MFM) auf ihrer Jahresversammlung in Hamburg.
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Gehste mit – bleibste heil?

Drei Jahre dominierte ein Thema die Diskussion bei der größten ARD-Anstalt: Die Auslagerung von Abteilungen, ihre Ausgründung als privatrechtlich verfaßte GmbH, die Überleitung der Mitarbeiter. Die Pläne trafen auf erbitterten Widerstand der Belegschaft, der freilich die Auslagerungen allenfalls begrenzen konnte. Nach einem Warnstreik - dem ersten in der Geschichte des Senders - wurde im März ein Tarifvertrag für die Tochter abgeschlossen.
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