Tarife und Honorare

Jetzt wird’s ernst für Freie Mitarbeiter

Was für Außenstehende wie ein schlechter Aprilscherz wirken mag, ist für einige Freie Mitarbeiter von Radio Bremen seit neuestem bittere Realität. Alle vier Hörfunkwellen müssen nämlich Kosten sparen, und das in erheblichem Umfang. Moderatoren auf Bremens Wortwelle RB2 beispielsweise ist die Mittagssendung gestrichen worden, für den übrig gebliebenen Abend bekommen sie logischerweise nur noch das halbe Honorar.
mehr »

„Überalterte Besitzstände“

Der Berliner Radiosender "Hundert,6" will seinen Festangestellten den Urlaub kürzen. Per Rundbrief rief die Geschäftsleitung Ende Januar alle fest angestellten Mitarbeiter auf, "freiwillig" auf fünf Tage ihres Jahresurlaubs zu verzichten - ohne finanziellen Ausgleich. Zur Begründung der "Bitte" heißt es in dem von den beiden Geschäftsführern Georg Gafron und Wolfgang Eitzen gezeichneten Schreiben: "Die Herausforderung besteht darin, nicht nur im harten Wettbewerb weiter zu bestehen, sondern auch die Entwicklung der Schere zwischen Kosten und Ertrag unter Kontrolle zu halten". Nur so sei der Erhalt der Arbeitsplätze auf Dauer möglich.
mehr »

Eine Nachrichten-Ente

Erinnert sich noch jemand an das gefälschte Fax, das Ende Januar für kurze Zeit die Schlagzeilen beherrschte? Unter dem Absender "Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl" erhielten verschiedene Nachrichtenagenturen ein Schreiben, in dem es unter anderem hieß: "Um Schaden von der Christlichen Demokratischen Union abzuwehren, habe ich mich entschlossen, die Namen der Persönlichkeiten, die meine Arbeit in der CDU finanziell unterstützt haben, vor einem hochrangigen Ausschuss zu nennen."
mehr »

Tarifinfo Lokalfunk NRW

Am 20. Dezember fand in Düsseldorf die dritte Tarifverhandlung für die Beschäftigten der nordrhein-westfälischen Lokalradios statt. Der Gehaltstarifvertrag war zum 30. September 1999 gekündigt worden. Die DAG, der DJV und die IG Medien hatten eine Gehaltserhöhung von 6,0%, eine Verbesserung der Berufsjahresstaffel, die Einführung einer zusätzlichen Altersversorgung und die Vereinbarung von Mindestbedingungen zur Aus- und Weiterbildung gefordert. Nachdem die Arbeitgeber in der ersten Verhandlung eine Gehaltserhöhung von 2,1% angeboten hatten und in der zweiten Verhandlung auf 2,4% nachbesserten, wurde schließlich eine Erhöhung der Gehälter um 2,6% vereinbart. Diese Erhöhung…
mehr »

„Zeit“ will elektronische Rechte: Nicht unterschreiben!

Die Wochenzeitung "Die Zeit" hat ihre freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgefordert, ihr umgehend sämtliche Rechte für die elektronische Nutzung aller Texte einzuräumen. Gegenleistung gibt es erst mal keine, erst später will die "Zeit" das "Entgegenkommen bei den anstehenden Gesprächen über Ihre Honorierung gebührend berücksichtigen".
mehr »

Die Zahl der Toten hat sich beinahe verdoppelt

1999 wurden nach Ermittlungen von Reporter ohne Grenzen weltweit beinahe doppelt so viele Journalistinnen und Journalisten bei der Ausübung ihres Berufes oder wegen ihrer Veröffentlichungen ermordet wie 1998. Die Zahl der Angriffe und Drohungen betrug 653, und 446 Journalisten wurden verhaftet bzw. zu Gefängnisstrafen verurteilt.
mehr »

Datenschutz auf Schwedisch

In Schweden wird die Datenschutzrichtlinie der EU streng ausgelegt. Homepages, die Firmen kritisieren, sollen verboten werden. "Auch Namen von Firmen sind personbezogen", behauptet die Datenschutzbehörde. "Eine Katastrophe für die Meinungsfreiheit", meinen Kritiker.
mehr »

Tarifabschluss Privater Rundfunk (TPR): 3,2 Prozent

Erstmals Vergütungen für Auszubildende Die Beschäftigten im Bereich des Tarifverbands Privater Rundfunk (TPR) erhalten rückwirkend zum 1. Januar 3,2 Prozent mehr Gehalt. Die Gewerkschaften IG Medien, DJV und DAG einigten sich am 11. Januar in Frankfurt am Main in der zweiten Verhandlungsrunde auf einen neuen Entgelttarifvertrag für die Branche. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 12 Monaten.
mehr »

Nach dem Streik ist anders als vor dem Streik

Zu Beginn des Jahres 2000 erinnert sich in einem Dresdner Stadtmagazin der Autor Michael Bartsch, vorausschauend mal zurückgeblickt sozusagen, an den Jahreswechsel zum Jahr 2022. Die Dresdner Gutenachtpost beherrscht inzwischen als Monopolist den städtischen Zeitungsmarkt. "Übrigens ein Kapitel, das in der Ruhmesgeschichte der Stadt nicht gern erwähnt wird. Das Ende der Sächsischen Zeitung nämlich, die alles outsourcte und ausgliederte, was nicht genietet war, zuletzt sogar die Geschäftsführung sich selber, deren Tochtergesellschaften plötzlich fremdgingen und lieber lukrative Kochbücher und Weekend-Magazine herausgaben, worauf der ganze Stammbaum binnen weniger Tage…
mehr »

Ein tarifpolitischer Erfolg gegen Outsourcing?

Eine Bewertung des tarifpolitischen Ergebnisses des Streiks bei der "Sächsischen Zeitung" durch Frank Werneke, den Verhandlungsführer der IG Medien
mehr »

Medien-Arbeitszeit ist keine Tendenzfrage

Der Betriebsrat von Presse- und Rundfunkunternehmen hat in Arbeitszeitfragen ein Mitspracherecht. Dies entschied im Dezember das Bundesverfassungsgericht und lehnte damit Klagen von Gruner + Jahr sowie anderen Verlegern ab. Konkret ging es um die Festlegung der Arbeitszeiten bei dem Magazin "Wirtschaftswoche", der Tageszeitung "Berliner Kurier" und dem niedersächsischen Privatsender "Radio ffn" (1)
mehr »

dpa: Verzicht auf 35-Stunden-Woche – doch Ausgleichstage bleiben

Vernünftige arbeitsmarktpolitische Ziele der Gewerkschaften lassen sich immer weniger durchsetzen. Das gilt insbesondere für die einfache Rechnung, dass Arbeitszeitverkürzung mehr Arbeit für bislang Arbeitslose schafft.
mehr »

HDF streicht Tarifzuständigkeit aus der Satzung

Der Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF) will seine Tarifzuständigkeit aufgeben. Ein entsprechender Vorschlag des HDF-Präsidiums ist vom Hauptausschuss des Verbandes gebilligt worden. Die endgültige Entscheidung soll auf der nächsten Jahrestagung des HDF am 2. März 2000 fallen. Dem HDF gehört der Großteil der bundesweit 1200 Filmtheaterbetriebe an.
mehr »

Gestreikt, gehofft, gebangt und gewonnen

Gruner+Jahr hatte eine "neue" Geschäftsidee für die "Sächsische Zeitung": Kosten sparen, Lokalredaktionen in eigenständige Gesellschaften auslagern, Bezahlung der Mitarbeiter der Marktlage und der Höhe der Arbeitslosenzahlen in der Region anpassen, Druck auf Mitarbeiter ausüben, Betriebsrat entmachten und die Streikbereitschaft eindämmen.
mehr »

Langer Kampf um einen Sozialplan

Massiver Personalabbau, monatelange Verhandlungen um einen Sozialplan, Warnstreiks, ein (vergeblicher) Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen weitere Warnstreiks, Hausverbot für den gewerkschaftlichen Streikleiter und in der letzten Verhandlungsphase noch der Versuch der Geschäftsführung, die längst fällige Gehaltserhöhung gegen weit reichende Verabredungen zur Arbeitszeitflexibilisierung auszuspielen: der Alltag der letzten Monate bei der Deutschen Welle.
mehr »

Erste Schritte

Connexx.av, das dreiährige Projekt der IG Medien und der DAG zum Aufbau neuer Arbeitsstrukturen und zur Mitgliedergewinnung im privaten Rundfunk und der Film-, Fernseh-, AV-Produktion, arbeitet seit drei Monaten. Bei allen Schwierigkeiten, die sich in der Branche für Gewerkschaftsarbeit auftun (schlechtes Image der Gewerkschaften, hohe Identifikation der Beschäftigten mit den Unternehmenszielen, ausgeprägter Individualismus und Wettbewerb mit einer ganzen Reihe von Berufsverbänden) und vor dem Hintergrund eines minimalen Organisationsgrades, konnten an einzelnen Standorten erste Erfolge in der Betriebsarbeit verbucht werden. Auch erste neue Mitglieder wurden gewonnen.
mehr »