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Buchtipp

Aus der Perspektive einer jungen Tschetschenin, deren Schwestern im Moskauer Musicaltheater Nordost ums Leben kamen, die aber der Forderung nach Blutrache widerstand, wird über einen Krieg und eine Gewaltspirale berichtet, die tschetschenische Männer bedenkenlos die eigenen Frauen opfern lässt. Sabine Adler: Ich sollte als Schwarze Witwe sterben. Die Geschichte der Raissa und ihrer toten Schwestern Deutsche Verlagsanstalt München 2005 350 Seiten, 19,90 Euro ISBN 3-421-05871-7
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Fasia – geliebte Rebellin

Vor mir liegt ein nicht nur sehr schönes, sondern vielmehr ein interessantes, spannendes und lehrreiches Buch: "Fasia - geliebte Rebellin"; eine Biografie ganz anderer Art.
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Weniger forsch, heißt nicht zahm

Sie wollte weg von der Schreibtischarbeit und wieder mehr "draußen" sein. Da sich die Chance ergab und die Jobsituation in Deutschland nicht wie gewünscht entwickelte, wagte die Henri-Nannen-Absolventin Christine Schott 2001 den Sprung bis nach Indonesien. Neuerdings gehört sie zu den Weltreportern, dem ersten Netz freier Auslandsjournalisten. Durch die Flutkatastrophe wurde sie zeitweilig zur Krisenreporterin.
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Profis mit anderer Sicht

Niemand ist heute mehr wirklich überrascht, wenn Frauen von Brennpunkten in aller Welt berichten, sie politische Ereignisse aus Brüssel, Washington, Paris oder Moskau kommentieren, wenn Länderberichte ihre Handschrift verraten und Autorenzeilen auf den außenpolitischen Seiten der Zeitungen weibliche Namen tragen. Noch exotisch oder schon normal - wie selbstverständlich ist Auslandskorrespondentinnen ihr Job?
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Kaum Pfeffer in der Einheitssuppe

Folgt man dem Focus-Medienlexikon, sind Frauenmagazine Publikumszeitschriften, in denen vorwiegend Themenkreise behandelt werden, "die dem Kommunikationsbedürfnis weiblicher Leser entsprechen". Deshalb drehe sich die Berichterstattung vor allem "um Mode, Kosmetik, das Leben in der Familie, Bildung und Beruf der Frau sowie Ernährung etc." Banalität als Prinzip?
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Erfrischend politisch

Alle Brigittes, Petras, Allegras, Tinas und die anderen in der Hand von Burda, Gruner+Jahr oder sonst eines Großverlags. Ansonsten noch die Emma in der Hand von Alice Schwarzer. Das war's dann wohl mit den "Frauenzeitschriften" auf dem deutschen Markt.
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Editorial: Frauen, Medien und Wirklichkeit

"Die Frau von heute strahlt Selbstbewußtsein aus, hat ein perfektes Stilgefühl, Charakter, Charme und Humor. Sie sieht nicht nur supergut aus, sie glänzt auch mit einem IQ von mindestens 140. Den Laptop unterm Arm, das Handy am Ohr und mit der noch freien Hand den Kinderwagen schiebend. Zwischendurch sitzt sie dann im Szene-Cafe, trinkt lächelnd ein Tässchen Cappuccino, lächelt das lächelnde Baby an und liest noch nebenher den Börsenindex einer ausländischen Wirtschaftszeitung." Ein von den Medien in Deutschland vermitteltes Bild der perfekten Frau, beschrieben von Isabel Hörmann in ihrem Buch: Quo vadis Superweib?
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Ungewöhnliche Begegnungen

Das amerikanische World Press Institute bietet jedes Jahr bis zu zehn Journalisten aus dem Ausland einen fundierten Einblick in Politik, Gesellschaft und Medien der Vereinigten Staaten. Das in Deutschland bislang wenig bekannte Institut ist politisch unabhängig, wirbt für die Ideale einer freien Presse und regt seine Stipendiaten zur kritischen Auseinandersetzung mit den USA an.
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Aktion für Abdulghani Memetemin, China

Mit jeder Information und mit allen Artikeln, die Abdulghani Memetemin außer Landes schickte, riskierte er seine Festnahme. Und doch ließ sich der 40-jährige Lehrer und Journalist nicht einschüchtern, denn an eine Veröffentlichung im eigenen Land war überhaupt nicht zu denken. Memetemin ist Uigure und lebt in der chinesischen Provinz Xinjiang.
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Entführt im Irak

Am 5. Januar gegen 11 Uhr verließen Florence Aubenas und ihr Mitarbeiter Hussein Hanun el-Saadi in Bagdad ihr Hotel. Seitdem wurden sie nicht mehr gesehen. Mehrmals täglich hatte Aubenas aus Sicherheitsgründen mit der Redaktion von "Libération" in Paris Kontakt aufgenommen, doch von nun an blieb ihr Telefon stumm.
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Staatliche Zensur?

Über ein halbes Jahr hatte die Debatte um das "Gesetz zur sozialen Verantwortung von Radio und Fernsehen" in Venezuela gedauert. Mit der Einrichtung eines Presserates für Funk und Fernsehen, der harte Sanktionen verhängen kann, will die Regierung des südamerikanischen Landes neue medienethische Richtlinien etablieren. Kritiker sprechen von staatlicher Zensur.
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Zypries verpasst Künstlern einen Korb

Glückliche Fügung für Brigitte Zypries, dass der Bundespräsident just am Abend des 17. Januar zum Dinner geladen hatte. Zwar hätte das Fingerfood, das im Magnushaus am Berliner Kupfergraben gereicht wurde, wohl auch ihren Ansprüchen genügt, doch musste sie so weder fachkundige Kritik am Entwurf ihres Ministeriums für einen "Zweiten Korb" der Urheberrechtsnovelle anhören noch das eindringliche Plädoyer von Günter Grass für die Rechte der Kreativen. Bevor der Literaturnobelpreisträger die Bundesjustizministerin noch zur Kehrwende auffordern konnte, war sie entschwunden.
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Die verlorene Ehre des Rechercheurs

Recht haben und Recht bekommen ist bekanntlich zweierlei. Auch im demokratischen Rechtsstaat. Unser Fall zeigt, wie schnell juristische Möglichkeiten erschöpft sind, wenn ein Beschuldigter sich wehren und seine Rehabilitation betreiben will. Und wie lange Staatsanwälte ermitteln dürfen.
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Kein Tarifvertrag für Filmemacher

BERLIN. Die Tarifverhandlungen zwischen ver.di und den Vertretern der Film- und Fernsehproduzenten sind Anfang Februar nach elf Monaten gescheitert. Die Arbeitgeber hatten ein Einfrieren der Gagen für die rund 10.000 auf Produktionsdauer beschäftigten Film- und Fernsehschaffenden in Deutschland über drei Jahre zur Bedingung für einen Tarifabschluss gemacht.
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Neue Filmpalast: Abmahnungen nichtig

Im Ergebnis einer Musterentscheidung des Arbeitsgerichts Berlin vom 11. Januar 2005 muss das Cinestar-Unternehmen Neue Filmpalast (ehemals UFA) die Abmahnung gegen einen Beschäftigten wegen der Teilnahme an einem von ver.di organisierten Streik aus der Personalakte entfernen. Dieser Prozess hat Musterwirkung nicht nur für die Mitarbeiter des Kinos in der Kulturbrauerei, sondern auch für Kolleginnen und Kollegen in Hamburg, Kassel und Frankfurt / Main, gegen die die Neue Filmpalast in ähnlicher Weise Abmahnungen ausgesprochen hatte.
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Der Wald vor lauter Bäumen

Sie hoffe, dass niemand etwas gegen "a bissle frische Wind" habe, sagt Melanie Pröschle, eine junge Schwäbin, die voller Idealismus ihre erste Stelle in einer Karlsruher Realschule antritt. Die alteingesessenen Kollegen lächeln nur milde, sie haben längst ihre Illusionen verloren und begriffen, dass es nichts nutzt, wenn man sich um jeden Preis beliebt machen will, zu nachsichtig mit Schülern ist, sie gar über Inhalte demokratisch mitbestimmen lässt. Melanie Pröschle bleiben diese bitteren Erfahrungen nicht erspart. Zielbewusst mit deutscher Universitätspädagogik gerüstet, nimmt sie den Kampf auf, erträgt es, dass die Kinder trotz all der Sympathie, die sie ihnen entgegen…
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