Medienwirtschaft

Malen nach van Gogh in der Filmfabrik

Am 28. Dezember startet in den deutschen Kinos die britisch-polnische Koproduktion „Loving Vincent“. Der Film ist inzwischen als bester europäischer Animationsfilm ausgezeichnet worden. Bei der Produktion wurde nach dem Dreh jedes einzelne Filmbild in Öl und im Stil Vincent van Goghs in eigens eingerichteten Ateliers übermalt. Über ihre Arbeitserfahrungen in der Großproduktion berichtet die in Berlin lebende polnische Malerin und Illustratorin Iga Igson Oliwiak im M-Interview.
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100 Jahre Ufa: Von Glanz und Propaganda

Die Ufa, eine der ältesten Filmfirmen Europas, wurde am 18. Dezember 1917 auf Betreiben der Militärführung des deutschen Kaiserreiches als „Universum-Film AG“ gegründet. In 100 Jahren wechselvoller Geschichte hat die heute von Bertelsmann in einen europäischen Mediengroßkonzern eingebundene Marke Weltruf erlangt – in gutem wie in schlechtem Sinne. Zum Jubiläum gab es Retrospektiven und Symposien, es wird aber auch aktuell gewürdigt.
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Olympia: 230 Stunden live bei ARD und ZDF

Olympia total: Mit 230 Stunden Live-Berichterstattung warten ARD und ZDF bei den Winterspielen in Südkorea vom 9. bis 25. Februar 2018 auf. Erstmals kommt es dabei auch zu einem Leistungswettbewerb der öffentlich-rechtlichen Anstalten mit einem Privatsender. Eurosport, die Tochter des Rechteinhabers Discovery, sendet live aus Pyeongchang. Die Spiele stehen im Schatten von Dopingverdacht und politischen Spannungen in der Region Südostasien.
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Am Anfang war die Dose

Ein Mann, viele Taten: An Dietrich Mateschitz kommt in Österreich niemand vorbei. 1984 gründete er die Red Bull GmbH, an der er 49 Prozent hält. Drei Jahre später brachte der heute 73-Jährige mit dem Red Bull Energy Drink das Kernprodukt des Unternehmens auf den österreichischen Markt. Mit durchschlagendem Erfolg: Weltweit wurden seither mehr als 62 Milliarden Dosen verkauft, bei den Energiedrinks ist Red Bull Weltmarktführer. Mateschitz avancierte zum Milliardär und reichsten Österreicher, der sich inzwischen auch in der Medienbranche tummelt.
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Schon entdeckt? Mondberge

  Es muss wohl Liebe auf den ersten Blick gewesen sein, als Andreas Klotz, Verlags- und Werbeagenturinhaber, vor rund zehn Jahren den letzten Berggorillas begegnete: Der leidenschaftliche Fotograf traf sie im Ruwenzori-Gebirge in Uganda – den legendären Mondbergen. Das Erlebnis inspirierte ihn zum Mondberge-Projekt, das 2008 startete und seitdem mit Büchern, Internetseite, Presseveröffentlichungen, einem jährlichen Artenschutz-Kalender und einer Vortragsreihe am Markt ist.
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Abwärtsspirale

Die deutsche Animationsindustrie hat ein Problem: sie steht auf der Liste der aussterbenden Künste und niemand scheint bereit zu sein, sie zu retten. Ihre wirtschaftliche Bedeutung ist einfach zu klein. Ihre kulturelle jedoch umso größer, denn Animation hat einen entscheidenden Einfluss auf die kulturelle Prägung von Kindern. Zeichentrickserien gehören zu den ersten Erfahrungen, die Kinder mit Medien und den darin vermittelten Werten machen.
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Zu kleine Schublade

Die Funke Mediengruppe (ehemals WAZ) ist ein Riese und nach wie vor offenbar auf Einkaufstour. Zuletzt wurde Funke ein Interesse an der gesamten DuMont Schauberg Mediengruppe nachgesagt. Die Schublade „Regionalblätter“ passt schon längst nicht mehr. Programm -und Frauenzeitschriften sind das erfolgreichste Geschäftsfeld im Konzern. Doch zu welchem Preis? „Funke zergliedert den gesamten Konzern nach einzelnen Geschäftsprozessen, vor Ort bis hin zu sehr kleinen betrieblichen Einheiten. Dabei kann sich Funke gleich der Tarifbindung entledigen“, sagt Martin Dieckmann, ver.di-Fachbereichsleiter Hamburg/Nord.
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Zossener Nahaufnahme

Eigentlich hat Jutta Abromeit heute frei. Trotzdem steht sie unter Zeitdruck, muss spätestens in einer Stunde wieder los. Die ehemalige Weltmeisterin der DDR im Ruder-Vierer arbeitet seit 31 Jahren als Redakteurin, erst bei der Märkischen Volksstimme, seit der Wende bei der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ).
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Frauen, Fitness, Fernsehen

Angefangen hat alles mit einer Druckerei für Visitenkarten, die der Lithograph Ludolph Bauer 1875 in Hamburg gegründet hat. Heute ist die Bauer Media Group Europas größter Zeitschriftenkonzern. Zum milliardenschweren Familienunternehmen gehören weltweit über 600 Zeitschriften mit einer Gesamtauflage von 1,3 Milliarden Exemplaren, mehr als 100 Radio- und Fernsehstationen und 400 Digitalprodukte. In insgesamt 20 Ländern beschäftigt der verschachtelte Konzern mit Hauptsitz in Hamburg 11.500 Mitarbeiter_innen, davon sind nach eigenen Angaben 43 Prozent Frauen, der Frauenanteil in Führungspositionen liege demnach bei 56 Prozent.
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Springer im Umbau

In der Belegschaft von Axel Springer herrscht Unruhe. Wie radikal wird der angekündigte Unternehmensumbau ausfallen? Wird das Printgeschäft verkauft oder nur neu geordnet? Steht das Haus vor einer ­Entlassungswelle? Der Vorstand um Mathias Döpfner verteilt Beruhigungspillen. Aber Belegschaft und Betriebsräte fürchten mehr denn je, dass die digitale Transformation auf ihre Kosten geht.
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Das „Haus der Inhalte“

Mit einiger Verspätung läuft seit 2014 auch bei Gruner+Jahr der digitale Umbruch auf Hochtouren. Im Firmenimperium der Bertelsmann AG firmiert G+J als „Haus der Inhalte“. Starke Marken im Dienste digitaler Geschäftsmodelle ist das Credo von Vorstands­chefin Julia Jäkel. Die Umsetzung dieser Strategie bleibt oft nicht ohne soziale Härten für die Belegschaft.
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Nicht mehr Weltspitze

M | In Ihrem Buch „Wer beherrscht die Medien? Die 50 größten Medien- und Wissenskonzerne der Welt“ lautet eine These: „Die deutsche Medienindustrie löst sich langsam, aber sicher auf.“ Auch wenn Sie das auf den internationalen Kontext beziehen – ist das nicht reichlich übertrieben?
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Global abgedrängt

Angesichts der globalen Marktmacht von Google, Facebook & Co geraten deutsche Medienkonzerne mehr und mehr ins Hintertreffen. Ihre Gegenstrategien: publizistische Konzentration, Community Building, Produkt-Diversifikation und verstärkte Kooperationen. Strategien, die häufig zulasten von Belegschaften und gewerkschaftlicher Interessenvertretung gehen.
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Druckerei storniert Auftrag von AfD-Mann

"Aus politischen Gründen“ hat die Druckerei „DruckDiscount24“ in Köln-Bocklemünd einen Auftrag des AfD-Politikers Jörg Nobis storniert. Der ehemalige Landesvorsitzende der AfD Schleswig-Holstein hatte nach eigenen Angaben 500 Autogrammkarten bestellt. Die E-Mail, in der ihm die Stornierung seines Auftrags mitgeteilt wurde, hat Nobis anschließend auf seinem Facebook-Account veröffentlicht.
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Betriebsrat bei DuMont Berlin per Tarifvertrag

Vor reichlich einem Jahr verkündeten die DuMont-Spitzen ihren Beschäftigten um das Abo-Blatt Berliner Zeitung und den Boulevardtitel Berliner Kurier einen „Neustart in der Hauptstadt“. Mit beträchtlich weniger Leuten. Jetzt schafft ein Tarifvertrag Voraussetzungen, dass wieder eine gemeinsame Interessenvertretung in den Redaktionen gewählt werden kann.
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Radio Bremen gibt nach beim Online-Auftritt

1:0 für die Zeitungsverleger: Im Streit um die Online-Auftritte öffentlich-rechtlicher Sender hat Radio Bremen jetzt eine Unterlassungserklärung abgegeben. Die kleinste ARD-Anstalt kam damit einer möglichen Verurteilung zuvor. Vier Regionalverleger hatten sie auf Unterlassung verklagt. Eine weitere Verlegerklage, die sich gegen den Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) richtet, ist dagegen noch anhängig.
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