Medienwirtschaft

Kein Kommunikationsunfall

Kirch-Prozess und kein Ende: Kurz vor Weihnachten verdonnerte das Oberlandesgericht München die Deutsche Bank zur Zahlung von Schadenersatz an die Erben von Leo Kirch. Jetzt will die Bank vor den Bundesgerichtshof ziehen. Es geht um eine Entschädigungssumme in Milliardenhöhe.
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Dunkle Sonnenseiten

Die Geschäftsleitung des von der Insolvenz bedrohten Fachmagazins Photon hat nicht nur die Beschäftigten in der Vergangenheit immer wieder versucht einzuschüchtern. Die für die Pleite Verantwortlichen wollen den Redaktionsbetrieb unter Abwälzung der Schulden auf Mitarbeiter und andere Gläubiger fortführen, obwohl gegen sie vielfältige Strafverfahren anhängig sind.
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„Neu“gründung

Gibt es eine Zukunft für die insolvente Nachrichtenagentur dapd? Zum Jahresbeginn erfolgte ein Neustart mit neuen Investoren um den ehemaligen N24-Chef Ulrich Ende. Doch angesichts des Verlustes wichtiger Kunden und ungeklärter Finanzierung bleiben Fragen.
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Ein-Zeitungs-Kreise nehmen zu

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen soll sich stärker mit der Entwicklung der Medienlandschaft speziell im Bereich der Lokalzeitungen beschäftigen. Das haben Betriebsräte und Journalisten verschiedener Tageszeitungsverlage aus NRW am 23. Januar bei einem Treffen mit dem Staatssekretär für Medien, Marc Jan Eumann, und Vertretern der SPD-Landtagsfraktion in Düsseldorf gefordert. Es gab die Zusage, das Thema Pressevielfalt auf die parteiinterne Agenda zu setzen.
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Seelenlose Redaktionsklempnerei

Der 15. Januar 2013 wird als schwarzer Tag in die deutsche Pressegeschichte eingehen. In einer eilig einberufenen Mitarbeiterversammlung traten die drei Geschäftsführer der Essener WAZ-Mediengruppe Manfred Braun, Thomas Ziegler und Christian Nienhaus im Druckzentrum in Hagen Bathey mit versteinerter Mine vor die Belegschaft der Westfälischen Rundschau. Die hatte angesichts zahlreicher kursierender Krisenszenarien und formulierter Sparziele ohnehin nichts Gutes erwartet, aber diese Nachricht schockte alle. Die Redaktion der Westfälischen Rundschau wird zum 1. Februar 2013 geschlossen, 120 festangestellten Redakteurinnen und Redakteuren wird fristgemäß gekündigt.
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420 bald ohne Job

Selbst wenn die Frankfurter Rundschau (FR) irgendwie erhalten bleibt, „wird es für die Belegschaft in Verlag und Druckerei sehr blutig werden“, prophezeite Marcel Bathis, FR-Betriebsratsvorsitzender, am 16. Januar bei einer Protestkundgebung in Frankfurt/Main. Die Sorge war berechtigt. Am 30. Januar informierte der Insolvenzverwalter die Belegschaft: Zwei Interessenten gibt es, dennoch werden rund 420 der 450 Beschäftigten des insolventen Druck- und Verlagshauses Frankfurt am Main (DuV) voraussichtlich ihren Arbeitsplatz verlieren.
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Quo vadis, Journalismus?

Krise ist ein zu verkürzter Begriff für das, womit wir es in der Medienbranche zu tun haben. Denn zusätzlich zu in Teilen vorhandenen wirtschaftlich begründeten Krisenerscheinungen, findet bei einer Reihe von Verlagshäusern ein Rückzug aus der publizistischen Verantwortung statt. Statt guter Publikationen soll mehr Geld produziert werden, das ist die Maxime vieler Entscheidungen, wenn Journalismus nur noch ein Produkt unter vielen ist.
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Branchensplitter

Die Monatszeitschrift Prinz vom Jahreszeitenverlag in Hamburg wird in der gewohnten Erscheinungsweise mit der Dezemberausgabe eingestellt. Lediglich die monothematische Reihe Print Top Guide soll fortgesetzt werden. Stattdessen will der Verlag ein „tagesaktuelles Online-Magazin“ forcieren. Angaben, wie viele Jobs der Umstellung zum Opfer fallen, gibt es bisher nicht. Insgesamt 40 von derzeit 150 Vollzeitstellen sollen bei Spiegel.TV gestrichen werden. Grund sei die anhaltende Flaute im Geschäft mit Neuprojekten und Auftragsproduktionen. Bevor es Anfang 2013 zu betriebsbedingten Kündigungen kommen soll, will das Unternehmen die Mitarbeiter dazu bewegen, Aufhebungsverträge…
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Rette sich, wer kann!

 Es ist die meistgestellte Frage des Jahres 2012: „Herr Zukunftsforscher, haben Sie denn auch schon einmal geschaut, was von ihren Zehn-Jahres-Prognosen nach zehn Jahren auch wirklich eingetreten ist?“ Ich kann inzwischen Wetten darauf abschließen: Wenn ich bei meinen Vorträgen auf Kongressen und Strategietagungen von Unternehmen erklärt habe, warum in zehn Jahren elektronische Assistenten, Brainfood und ähnliche Trends unser Leben bestimmen werden, und es ist ein Journalist anwesend, dann kommt am Ende diese Frage. Meist verbunden mit einem süffisanten Lächeln. Seit ein paar Wochen lächle ich zurück.
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Die Kraft der Zerstörung

Die Financial Times Deutschland erscheint am 7. Dezember zum letzten Mal. Die Zeitschriften Börse Online und Impulse werden verkauft oder eingestellt. Gruner+Jahr entlässt 314 Mitarbeiter und versteigert die Abo-Kartei der FTD – an das Handelsblatt, den ehemals größten Konkurrenten. Zurück bleibt die Frage nach den Plänen eines Kauf-Interessenten, der nicht zum Zuge kam.
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Vollbremsung mit Aufschlag

Die Insolvenz der Nachrichtenagentur dapd markiert eine der skandalösesten Pleiten in der jüngeren deutschen Mediengeschichte. Ein Großteil der 300 betroffenen Mitarbeiter steht vor einer ungewissen Zukunft. 98 erhielten Ende November ihre Kündigung.
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Fünf Redakteure entlassen

Beim Delmenhorster Kreisblatt sollen fünf Redakteure aus wirtschaftlichen Gründen entlassen werden.
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Beispielloser Vorgang

„Wenn Euch der Verlag Saures gibt, wollen wir wenigstens Süßes überreichen und Euch anständig verabschieden“, erklärte Nico Hoffmann, stellv. BR-Vorsitzender des Berliner Verlages. Blumen, Souvenirs und Solidaritätsbekundungen für die Gekündigten vom Berliner Abendblatt gab es am 1. November in der Mittagspause.
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tv.berlin insolvent, aber auf Sendung

Trotz guter Entwicklung von Reichweite, Akzeptanz und Werbeeinnahmen des Hauptstadtsenders tv.Berlin scheinen hohe Kosten am wettbewerbsintensiven Standort Berlin den Sender in die Knie zu zwingen. Der von der Geschäftsführung am 19. Oktober 2012 eingereichte Insolvenzantrag bedeutet allerdings bislang nicht, dass der über analoges und digitales Kabel und über DVB-T im Berliner Raum verbreitete Lokalsender verstummt.
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40 Kündigungen ausgesprochen

Nach Medienberichten wurden 40 Beschäftigte der Westdeutschen Zeitung, die im Verlag W. Girardet erscheint, gekündigt.
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Berlin: dapd hat Insolvenz angemeldet

Die dapd nachrichtenagentur und die dapd nachrichten haben am 2. Oktober in Berlin ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung in Gang gesetzt. Insgesamt sind acht Unternehmen der dapd media holding AG betroffen.
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