Medienwirtschaft

Pixel contra Filmstreifen

Technische Revolution im Kino: Die seit 1889 gebräuchlichen 35-Millimeter-Filmstreifen mit doppelseitiger Perforation sollen durch digitale Bilder aus Speichermedien ersetzt werden. Damit wird aber auch ein erheblicher Teil der Arbeitsplätze in Kopierwerken und Filmvorführungen wegfallen. Die Pläne der von der Digitalisierung profitierenden Hersteller und Verleiher sind ambitioniert, es bleibt abzuwarten, ob der Zuschauer sie in gewünschtem Umfang annimmt. Unklar ist bisher auch noch, wer die beträchtlichen Investitionen in einer kriselnden Kinobranche stemmen soll.
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Schwarzer Tag für die Buchstadt

Die Nachricht kam überraschend: Der Mannheimer Verlag Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG (BIFAB) verkauft zum 31.12.2008 die Markenrechte an Brockhaus sowie die Inhalte der lexikalischen Nachschlagewerke unter Brockhaus und Meyers an eine Bertelsmann-Tochter.
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Ausgesiebt

Auch die RTL Group will trotz Rekordgewinnen im ersten Halbjahr 2008 Arbeitsplätze abbauen. Als Vehikel zur Jobvernichtung dient auch hier eine umfangreiche Umstrukturierung der Gruppe, vor allem der für Sommer 2009 geplante Umzug auf die rechte Rheinseite nach Köln-Deutz.
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Weg aus Berlin

„Sat.1 ist Berlin“ skandierten an die 300 Sat.1-Beschäftigte am 13. November auf einer Kundgebung auf dem Berliner Hausvogteiplatz. Sie protestierten gegen das wenige Stunden zuvor vom ProSieben.Sat.1-Vorstand bekannt gegebene Aus für den Sat.1-Standort Berlin. ver.di und der DJV haben den Vorstand von ProSiebenSat.1 zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Eine erste Runde fand am 10. Dezember statt.
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WAZ-Expansion in Osteuropa

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) will die Expansion der Essener WAZ Mediengruppe in Zentral- und Osteuropa sowie in Märkten der früheren Sowjetunion mitfinanzieren.
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Journalismus auf Sparflamme

Massenentlassungen bei Gruner + Jahr, drastische Sparprogramme beim WAZ-Konzern, beim Süddeutschen Verlag, der FAZ und anderswo. Die Verlagskonzerne missbrauchen die Turbulenzen auf dem Finanzmarkt, um Tabula rasa auf Kosten von Belegschaften und Pressevielfalt zu machen. Droht die größte Medienkrise seit dem Platzen der Internetblase vor sieben Jahren?
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WAZ im Sparwasser 

Die WAZ-Gruppe verzeichnet „drastische wirtschaftliche Verluste“ bei ihren Zeitungstiteln in NRW, verkündeten die Geschäftsführer Bodo Hombach und Christian Nienhaus am 22. Oktober. Ein vom Sparzwang dominiertes „Synergie-Konzept“ soll es richten. 30 Millionen Euro weniger bei Sach- und Personalkosten würden den Weg zur „schwarzen Null“ ebenen. Erstmals in der Konzerngeschichte könnte es Entlassungen geben. Die Zahl 300 macht die Runde.
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Im neuen Studio

Die Krise bei ProSiebenSat.1 (P7S1) spitzt sich zu. Nach dem Umzug von N24 wird jetzt über einen Umzug von Sat.1 nach München spekuliert. „N24 nimmt erfolgreich Sendebetrieb vom Potsdamer Platz auf“ – was in der Verlautbarung des Sendersprechers vom 22. Oktober als Jubelmeldung rüberkam, löste bei den Mitarbeitern des News-Kanals eher gemischte Gefühle aus.
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Zuckerbrot und Peitsche

Dicke Luft bei Gruner + Jahr: In einem internen Rundbrief an die Führungskräfte des Verlagsriesen am Hamburger Baumwall, einem „Chairman’s Letter“, hat Vorstandschef Bernd Kundrun informiert, dass „Titel, die sich bisher nicht überzeugend etablieren konnten“, eingestellt werden sollen. Es sei „notwendig, dass wir in den nächsten Wochen in all unseren Ländern unser Portfolio um jene Titel bereinigen, die keine Aussicht haben, die Krise zu überstehen.“ 60 Beschäftigten wurde nahe gelegt, „freiwillig“ zu gehen.
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Rigide Sparorgie

„Streik beim Nordkurier“, „Schweriner Volkszeitung gliedert Mantelredaktion aus“ lauten die Schlagzeilen, die die Leser beider Blätter freilich entbehren müssen. Überraschend kommen die Nachrichten über ihre Zukunft auch für die Mitarbeiter. Bis Anfang September ließ sich die Leitung der Schweriner Volkszeitung Zeit, um Betriebsrat und Betroffenen mitzuteilen, dass Anfang Oktober die Mantelredaktion ausgegliedert wird.
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Krisengeschüttelt

Auf dem Privat-TV-Kanal ProSieben läuft seit einiger Zeit das neue Casting-Format „Deine Chance! 3 Bewerber – 1 Job“. Wie in Krisenzeiten zu erwarten, ist der Bewerberandrang auf einen Arbeitsplatz beachtlich. Weniger begehrt erscheint dagegen derzeit der Chefposten beim Konzern selbst.
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Abwärtstrend

Die Stimmung bei den deutschen Unternehmen des Mecom-Konzerns ist seit Monaten im Keller: Hier sollen 150 von etwa 930 Stellen gestrichen werden, davon über ein Drittel in den Redaktionen. Nicht erfüllte Renditewünsche sind offenbar der Motor für dieses Streichkonzert. Die Betriebsräte wehren sich gegen den rasanten Job-Abbau – nicht ohne Erfolg.
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Pause gegen Sparkurs

„Mach mal Pause von Depenbrock und Montgomery“, sagten sich 150 Beschäftigte der Berliner Verlagsgruppe und trafen sich am 18. Juni vor dem Berliner Verlag um gegen den hemmungslosen Sparkurs des Unternehmens zu protestieren.
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Mehr Gewinn

Das Versorgungswerk der Presse verzeichnete auch im Geschäftsjahr 2007 wieder eine gute Geschäftsentwicklung. Die von den Journalistengewerkschaften dju und djv sowie den Verbänden der Zeitungs- und Zeitschriftenverleger getragene Einrichtung konnte fast 5.000 neue Versicherungsverträge mit einer Versicherungssumme von insgesamt 180 Mio. Euro abschließen. Die gesamte Versicherungssumme lag zum Jahresende 2007 stabil bei mehr als 9,5 Milliarden Euro.
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Warnstreik bei der FR

Im Kampf gegen die Zerschlagung des Druck- und Verlagshauses Frankfurt am Main und für den Erhalt der Bindung an die Branchentarife sind die Beschäftigten der Druckerei und des Verlages der Frankfurter Rundschau (FR) am 11. Juni 2008 in einen befristeten Warnstreik getreten.
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Industrie verweigert Kopiervergütung

Das Geschäftsergebnis 2007 der Verwertungsgesellschaft Wort ist topp, folglich ihre Ausschüttungen an Journalisten, Autoren und Verlage im Juni 2008 höher als im Vorjahr. Für die Zukunft ist allerdings ein massiver Einbruch zu erwarten, denn die Geräteimporteure wollen die Zahlung der Kopiergerätevergütung verweigern.
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