Thematische Kategorien

Autoren werden ausgebootet

Der 2. April 2001 wird in die deutsche Mediengeschichte eingehen. Das Datum steht für den Start der Versendung von elektronischen Pressespiegeln. Ein Einschnitt, der nicht nur den Niedergang des Papier-Zeitalters in diesem Bereich einleitet, sondern gleichfalls den von Autorenrechten manifestieren soll. Denn hier wollen die Großverlage alleine kassieren - ohne die Urheber an den Erlösen zu beteiligen.
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Unständig beschäftigt – unanständig versichert

Auf der Jagd nach zusätzlichen Einnahmen wollen die Sozialversicherer immer mehr Beschäftigte als sogenannte "unständig Beschäftigte" einstufen. Doch skandalöse Zustände bei Synchronsprechern im Raum Berlin machen deutlich: Alle Beteiligten sind mit der Beitragsverwaltung der "Unständigen" überfordert. In großem Stil versickern die Beiträge der Betroffenen auf dem Weg in den Rentencomputer.
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Appelle stoppten Morddrohungen

Die Bilanz ist durchwachsen: Appelle nach Aufrufen in "M" halfen, dass zwei Journalisten aus der Haft entlassen, Morddrohungen gegen eine Kollegin gestoppt und eine Inhaftierung abgewendet wurden. Diesen positiven Entwicklungen stehen zwei weiterhin "verschwundene" Medienschaffende, ein ermordeter Kollege und ein zu langer Haft verurteilter Journalist gegenüber.
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Musterprozess gegen US-Medienhäuser geht in die entscheidende Runde

Gespannt warten zehntausende US-Freelancer derzeit auf Neuigkeiten aus Washington, aus dem Supreme Court. Hier wird seit dem 28. März darüber verhandelt, ob Verlage die Texte freier Autoren in digitalen Medien wie Datenbanken, Internet oder CD-ROMs veröffentlichen dürfen, ohne dafür zusätzliches Honorar zu zahlen.
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Über den „Klatschklimawechsel und „Fünf-Mark-Nutten“

Warum Bundeskanzler Gerhard Schröder der Darling vieler Chefredakteure ist - und es mit der Unterhaltung aufwärts geht FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher mühte sich sichtlich ab. Der versierte Rhetor geriet beinahe ins Stammeln, als er zu begründen hatte, weshalb "maßgebliche Chefredakteure Deutschlands" - von "Spiegel"-Aust bis "Focus"-Markwort - Bundeskanzler Gerhard Schröder in diesem Jahr den "Deutschen Medienpreis" zuerkannt haben. Bei allen rhetorischen Verrenkungen blieb Laudator Schirrmacher eine plausible Antwort am Ende schuldig. Und der Geehrte wurde pampig: Nie zuvor habe er eine Laudatio gehört, wunderte sich Schröder, "mit neun Zehnteln ohne ein Wort über den zu…
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Das Ende einer unendlichen Geschichte

Seit 1. April sind beim NDR, SWR und WDR gleich lautende neue Regelungen für die Urheber und Leistungschutzberechtigten im jeweiligen Tarifvertrag für auf Produktionsdauer Beschäftigte und im Tarifvertrag über die Urheberrechte arbeitnehmerähnlicher Personen in Kraft.
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„Keine Geheimkunst“

Hans Leyendecker, eine Art Nestor des investigativen Journalismus in Deutschland, fasst sich an den Kopf. "Die Chefredakteure sagen mir immer, wir recherchieren doch alle, ein Leben lang." Alles Recherche oder was? In den redaktionellen Chefetagen, spottet der Top-Enthüller der "Süddeutschen Zeitung" (SZ), "besteht Recherche darin, ohne Hilfe der Sekretärin eine Telefonnummer heraus zu finden".
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Was ist das „Netzwerk Recherche“?

Das von 35 Journalisten am ersten Aprilwochenende in Simmerath-Erkensruhr (Eifel) gegründete "Netzwerk Recherche" will "die journalistische Recherche in der Medien-Praxis stärken, auf ihre Bedeutung aufmerksam machen und die intensive Recherche vor allem in der journalistischen Ausbildung fördern".
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PC-Industrie will nicht für Urheberrechte zahlen

Der am 21. November 2000 vor dem Landgericht Stuttgart geschlossene vorläufige Vergleich über Urhebervergütung für CD-Brenner (M 1/2001) ist gescheitert. Nach zweimal verlängerter "Bedenkzeit" verweigerte die Hewlett-Packard Deutschland GmbH als führender Anbieter die Annahme.
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„… wie weit kann man denn gehen?“ – Arbeiten in den neuen Medien

Serie Journalismus online
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Jeder mit jedem – aber nicht mit allen!

Das Fusionskarussell dreht sich wieder. Der Axel Springer Verlag und die Telekom wollen im Internet gemeinsame Sache machen. Unter dem Namen Bild.de-T-Online AG bereiten beide ein gemeinsames "News- und Entertainment-Portal" im Netz vor. Um der Konkurrenz, wie es heißt, mit neuen Geschäftsmodellen zu zeigen, dass man im Internet richtig Geld verdienen kann.
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Auch über die schleichenden Gefahren für unabhängige Medien nachdenken

Manche Begegnung geht unter die Haut. Die mit Maia K. aus Kirgistan war eine solche. Mit ruhiger Stimme sagte sie: "Ich weiß, dass ich wegen eines Artikels auf der Todesliste islamischer Fundamentalisten stehe". Auf die Frage aus dem Kreis von Kolleginnen und Kollegen, was sie nun tun werde, zuckte sie nur die Schultern: "Ich arbeite normal weiter - was soll ich auch sonst machen?"
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Tipps für unständig Beschäftigte und kurzfristig Beschäftigte

Wie der Berliner Skandal zeigt, ist es fahrlässig, sich blind auf die Buchführung von Arbeitgebern, Krankenkassen und gesetzlicher Rentenversicherung zu verlassen. Bittere Konsequenz: Die Versicherten müssen ihre Renten- und Krankenversicherungsbeiträge selbst prüfen.
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WDR lenkt nach Streiks ein – Aber Scharfmacher im Norden und Süden

Die Streiks im öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben erste Ergebnisse gebracht: Der WDR schert aus der Front der Tariferpresser aus und versucht nicht weiter, in der Gehaltstarifrunde Zugeständnisse bei der Altersversorgung zu erzwingen.
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Autoren mit Rechten gesucht

Mut wurde den Fotografen bescheinigt, die in den vergangenen Jahren gemeinsam gegen den "Spiegel" und den "Tagespiegel" vorgegangen sind und Grundsatzurteile zur unerlaubten Veröffentlichung ihrer Fotos in Online-Zeitungen und auf CD-Rom erstritten haben. Nun sind die Autoren aufgerufen, sich für ihre Urheberrechte einzusetzen.
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Ullstein lenkt ein

"Wir wenden uns mit einem Brandbrief an euch alle, weil wir dringend auf eure Unterstützung angewiesen sind. 101 zeilenfreie Mitarbeiter der MoPo-Lokalanzeiger sollen am Ostermontag nicht mehr weiterbeschäftigt werden, weil sie sich weigern, einen vom Ullstein-Verlag angebotenen Vertrag zu unterschreiben, der das Total Buy Out sämtlicher Offline- und Online-Texte beinhaltet. Zusätzlich weigert sich der Verlag, uns die Nennung der Autorennamen zu garantieren." 
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