Verkäufe/Fusionen

Hunderte „freigesetzte“ Redakteure

Einer aktuellen Erhebung der dju in ver.di zufolge fielen seit 2001 bundesweit nahezu 2000 Stellen in Verlagen und Redaktionen weg, davon waren nahezu 420 Redakteure betroffen.
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Krise und Geiz: Qualität ist geil!

Medienkrise und kein Ende: Nach wie vor entlassen Verlage und Privatsender Mitarbeiter, regiert der Rotstift bei Honorarbudgets, herrscht Stellenstopp auch in öffentlich-rechtlichen Anstalten. Die von der Bundesregierung angepeilte Lockerung der Pressefusionskontrolle könnte in eine neue Konzentrationswelle münden. Eine Erholung des Werbemarktes ist nicht in Sicht. Gerade angesichts dieser Tendenzen erscheint eine Diskussion über Qualitätssicherung im Journalismus nötiger denn je. Denn die Krise bedroht die berufsethischen Grundlagen der Profession.
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Ein Freund, ein guter Freund …

Um Pressefusionen zu erleichtern, wollen Bundesregierung und Verleger das Kartellrecht ändern. Dabei zeigt gerade das Kaufgerangel um "Tagesspiegel" und "Berliner Zeitung", wie wichtig die Kontrolle der Wettbewerbshüter ist.
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Rückzug: Reuters verärgert Kunden und vernichtet Arbeitsplätze

Die deutsche Reuters AG (Frankfurt am Main) zieht sich aus der Fläche zurück. Das wird von ver.di als "schwer wiegender Fehler" bewertet. Die geplante Schließung von Niederlassungen in Köln und Hannover hat nach Informationen der Gewerkschaft bei wichtigen Kunden bereits zu erheblichem Unmut geführt.
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Schluss mit Schulbüchern von Diesterweg

Frankfurt am Main. Der Frankfurter Schulbuchverlag Diesterweg wird im Jahr seines 140jährigen Bestehens Ende September seine Pforten schließen. Von den zuletzt 67 Beschäftigten werden 35 noch in diesem Jahr ihren Arbeitsplatz verlieren.
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Sauer auf Bauer

Mit sauren Gurken und anderer "Roh"-Kost demonstrierten Beschäftigte des Bauer-Verlages in Hamburg gegen die angebotenen Miniabfindungen für 21 von Entlassung bedrohte Redakteurinnen und Redakteure.
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Weniger Freie im BR

München. Der Bayerische Rundfunk (BR) hat 30 feste freie Mitarbeiter ganz oder teilweise gekündigt.
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Schluss mit Schaffe

Ulm. Der Schwäbische Verlag hat zum 1. September die Ulmer Stadtausgabe der "Schwäbischen Zeitung" eingestellt.
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Personalabbau geht weiter

"Frankfurter Rundschau": Bis Ende 2004 müssen bei der "FR" weitere 130 Arbeitsplätze abgebaut werden, wenn sich die Anzeigenmärkte nicht erholen. Wie der neuerliche Abbau erfolgen soll, wird zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat noch zu verhandeln sein.
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Entzauberte Boombranche

Mächtige Klötze aus Stahlbeton füllen das Areal des einstigen Flugplatzes Butzweilerhof in Köln-Ossendorf. Ende der neunziger Jahre entstand hier für eine halbe Milliarde Euro das gigantische Coloneum: 19 weitere Fernsehstudios für die ohnehin gut versorgte Medienstadt am Rhein. Fünf Jahre später wirken die riesigen Hallen häufig verwaist.
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Machtkonzentration in den Schulranzen

Mit den Namen Moritz Diesterweg, Westermann und Schroedel verbinden Generationen ihre Schulzeit. Doch der Alltag im Schulbuchsegment hat mit romantischen Erinnerungen an die Kindheit wenig gemeinsam. Auch in diesem Verlagsbereich findet längst eine fast schon brutale Konzentration statt.
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„Regionale Lösung“ für Gießen

Ein halbes Jahr nach Verkauf der "Oberhessischen Presse" (OP) in Marburg ist auch eine der beiden Tageszeitungen im benachbarten Gießen veräußert worden. Die mehrheitliche Übernahme der Zeitungsgruppe des "Gießener Anzeigers" (GA) durch die in Mainz ansässige "Verlagsgruppe Rhein-Main" (VRM) ist am 8. Mai bekannt geworden.
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Dann eben ohne Chefredakteur

Die zur SPD-Medienholding DDVG gehörende "Szene Hamburg" betreibt massiven Stellenabbau. Langjährige freie Mitarbeiter warnen vor einer inhaltlichen Verflachung und produzieren ein Sonderheft im Eigenverlag.
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Wo Sanierer den Ton angeben

Wie man sich wehrt, so geht man, könnte der neue Krisenslogan lauten. Denn: Unter Spardruck ihrer Verlage proben einige Redaktionen die Gegenwehr. Zwar ist die nicht immer auf Anhieb erfolgreich, doch sie stärkt das Rückgrat, verhilft zu aufrechtem Gang und - verhindert womöglich weitere Gemeinheiten.
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taz gegen taz

Weil die Berliner Geschäftsführung die Redaktionen in Bremen und Hamburg fusionieren und anschließend outsourcen will, glauben die Hamburger taz-Mitarbeiter, dass die taz sich auf Kosten ihrer Lokalteile sanieren will. Sie befürchten mittelfristig das Aus.
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Hochzeit mit verwirrenden Folgen

Ein dickes Minus von 73 Millionen Euro hat der Süddeutsche Verlag (SV) nach Branchenberichten im vergangenen Jahr eingefahren. Weil Wunder in Zeiten allgemein einbrechender Anzeigenerlöse nicht zu erwarten sind, begaben sich die Münchner deshalb auf Brautschau. Eine neue Gesellschafterin und vor allem die geforderte Mitgift sollen das Loch in der Kasse stopfen.
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