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Alle Artikel von Redaktion

G20-Akkreditierung: Nie endender Skandal

Die Bundesdatenschutzbeauftragte übt heftige Kritik an der polizeilichen Datenbank Inpol, die beim G20-Gipfel im Juli 2017 die Grundlage für den Entzug von 32 Presse-Akkreditierungen war. Danach ist die Qualität der Daten fragwürdig und ebenso die lange Zeit der Speicherung, mitunter bis zu zehn Jahren. Den Akkreditierungsentzug an sich stellt sie jedoch nicht in Frage.
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G20: Polizei agierte wie ein Medienakteur

Ob Gipfeltreffen oder Atommülltransporte: Dass Journalisten bei so genannten Großlagen durch die Polizei an der Arbeit gehindert werden, ist schon lange Gegenstand von Kritik und Beschwerden der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di gegenüber staatlichen Stellen. Der G20-Gipfel in Hamburg war allerdings ein Einschnitt, belegte die Podiumsdiskussion „Hier gilt die Pressefreiheit – nicht“ am 21. Februar im Hamburger Gewerkschaftshaus. Denn die Polizei wurde zum eigenen Medienakteur.
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Presse-Grosso: Neue Einigung mit Verlagen

Seit Jahren schwelt der Streit um die Zukunft des deutschen Grosso-Systems, in dem der Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften an den Einzelhandel organisiert ist. Nachdem Vertreter der größten Verlage im September die Verhandlungen über den nächsten turnusmäßigen Vertrag auf Eis gelegt hatten, melden die Beteiligten nun eine Einigung. Zum einen werden die Tarife generell gesenkt, zum anderen werden die Kosten neu verteilt: Wer viel Regalplatz belegt, soll künftig mehr Umsatz machen oder einen Zuschlag bezahlen.
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Gar nicht wirklich auf Titanic reingefallen

Wir können es nicht beweisen, aber, uiuiui, in der SPD muss ja grad ne böse Intrige abgehen! Mit dieser journalistisch aufbereiteten Botschaft machte die Bild-Zeitung am 16. Februar ihre Titelseite auf. Grundlage waren  Vermutungen und dubioses Material eines anonymen Informanten. Nun gibt die Zeitschrift Titanic bekannt, sie habe die Bild damit reingelegt. Die ganze Wahrheit ist aber noch trauriger.
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Berlinale: Demokratie als Arbeit gezeigt

Im Forum der Berlinale läuft „Aggragat“ von Marie Wilke. Der Dokumentarfilm beobachtet den Arbeitsprozess bei journalistischer Berichterstattung sowie die Basisarbeit von Politiker_innen in Zeiten des Umbruchs. Deren Routine wurde durch den Rechtspopulismus gehörig durcheinander gebracht. Mit distanziertem Blick fängt Wilke Eindrücke vor Ort ein und fügt sie zu einem Gesamtbild der politischen und medialen Gegenwart in Deutschland zusammen. Kommentarlos und ohne Interviews schildert der Film, in welchen Prozessen demokratische Willens-und Wahrheitsfindung stattfindet.
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dju rügt Verleger für ungenügendes Angebot

Als "enttäuschend" bewertet die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di das vom Bundesverband deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am 20. Februar für die Tageszeitungsredaktionen vorgelegte Angebot. Was in Düsseldorf in der zweiten Verhandlungsrunde von Verlegerseite geboten wurde, sei in mehrfacher Hinsicht ungenügend und mit geringen Steigerungen und Nullmonaten auch ein falsches Signal in die Redaktionen.
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Aktion bei Funke in Hamburg schlägt ein

Die Gewerkschaften ver.di und DJV hatten am 20. Februar zur Kundgebung vor dem Haus der Funke Mediengruppe in Hamburg aufgerufen. Zentrale Forderung: Verlängerung des Rationalisierungsschutz-Abkommens, das in allen Hamburger Funke-Betrieben gilt und kurz vor dem Übergang von Axel Springer zu Funke 2014 neu abgeschlossen wurde. Doch bislang ist Funke ist nicht zu Verhandlungen bereit.
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Der Rundfunkbeitrag muss steigen

Die KEF hat für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten erneut einen Beitragsüberschuss errechnet. Die ARD reagiert mit Unverständnis. Dabei geht in der Debatte eine wichtige Botschaft der Kommission unter: Für die Zukunft ist eine Beitragserhöhung wahrscheinlich. Richtig so!  
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Berlinale: Stehender Protest am Sitzverbot

Protestaktion vor dem Berlinale-Filmtheater am Potsdamer Platz: Unter dem Motto "So macht Arbeit krank" protestierten am 17. Februar ver.di-Aktive aus dem Kinobereich gegen mangelnden Gesundheitsschutz und schlechte Arbeitsbedingungen in den hauptstädtischen CineStar-Kinos. An das Festival-Publikum wurden Flugblätter verteilt. Speziell kritisiert wurde, dass sich Kinobeschäftigte während ihrer Arbeit im Service auch in publikumsschwachen Zeiten nicht hinsetzen dürfen.
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Nach einem Jahr Haft ist Deniz Yücel frei

Deniz Yücel kommt frei. Für die Dauer des weiteren Verfahrens soll er auf freiem Fuß bleiben. Der "Welt" zufolge soll keine Ausreisesperre verhängt worden sein. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu hatte zuvor gemeldet, dass die Istanbuler Staatsanwaltschaft eine Anklageschrift vorgelegt habe, in der 18 Jahre Haft gefordert würden. Die Bundesregierung bestätigte die angekündigte Freilassung. Drei andere Journalisten wurden heute in der Türkei zu lebenslanger Haft verurteilt.
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Beschwerdestelle in Gründung

Mehr als zwölf Berufs- und Branchenverbände der Film- und Fernsehbranche werden die erste überbetriebliche Anlaufstelle für Betroffene sexualisierter Belästigung, Gewalt und Diskriminierung gründen. Unterstützung erhalten sie von der Beauftragten für Kultur und Medien Staatsministerin Monika Grütters mittels einer Anschubfinanzierung. Die Gründer appellieren an die Sender, sich an dieser wichtigen Einrichtung finanziell zu beteiligen.
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Streik bei Schweizer Depeschenagentur

Streiks sind in der Schweiz sehr selten – erst recht im Medienbereich. Umso überraschender war, dass die Belegschaft der Schweizerischen Depeschenagentur SDA beschloss, ab 30. Januar in den Streik zu treten. Vorausgegangen war eine Ankündigung der SDA-Leitung, 40 von 180 Stellen abzubauen. Die SDA-Führung weigerte sich, über den Stellenabbau mit der Redaktion zu sprechen. „Die SDA ist nur ihren Aktionären etwas schuldig. Jede andere Anspruchshaltung verstehen wir nicht“, hieß es aus dem Vorstand. Erste Kündigungen wurden bereits ausgesprochen.
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Steuer(n) hierzulande außer Kontrolle?

Ein Jahr lang hatten sie recherchiert und die Paradise Papers ausgewertet. Am 12. November letzten Jahres wurde ihr knapp einstündiges Radiofeature auf NDR Info gesendet. Jetzt waren die beiden investigativ arbeitenden Journalisten Benedikt Strunz und Philipp Eckstein auf Einladung von DGB und ver.di in den Klub des Gewerkschaftshauses am Besenbinderhof in Hamburg gekommen, um vor rund 50 Zuhörern über ihre Arbeit zu berichten.
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Die „Bildhonorare 2018“ sind da!

Die Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (mfm), in der auch die dju in ver.di mitarbeitet, gibt eine neue Ausgabe ihrer bekannten Publikation „Bildhonorare - Übersicht der marktüblichen Vergütungen für Bildnutzungsrechte“ heraus. Die Publikation dient seit vielen Jahren Bildlieferanten und Bildnutzern als wichtiges Informations- und Planungsinstrument. Die MFM ermittelt dafür jährlich die aktuellen Honorare für Fotonutzungen in ganz Deutschland. Die Broschüre setzt den Schwerpunkt auf die Unterstützung bei der Berechnung von Online- und Paket-Honoraren.
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RBB: Protestaktion für faire Honorare

Plötzlich kamen sie aus den Fluren und Treppenhäusern. Selbst der Paternoster spuckte im 10-Sekundentakt erboste Mitarbeitende aus. Viele von ihnen hatten neben Trillerpfeifen und Tröten Plakate dabei: „Gleiches Geld für gleiche Arbeit – egal ob Fest oder Frei! Faire Honorare im Programm!“ Premiere hatte das vielleicht größte ver.di-Transparent, das jemals im öffentlich-rechtlichen Sender an der Berliner Masurenallee entrollt wurde, über vier Stockwerke hoch!
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Ippen übernimmt auch FR und Neue Presse

Die Monopolisierung des hessischen Zeitungsmarkts geht weiter. Am 9. Februar 2018 gab die FAZIT-Stiftung bekannt, dass sie sowohl die Frankfurter Rundschau (FR) und die Frankfurter Neue Presse (FNP) inklusive ihrer Lokalausgaben als auch die Frankfurter Societäts-Druckerei an die Zeitungsholding Hessen (ZHH) verkaufen wird. ver.di fordert, dass die Arbeitsplätze und die redaktionelle Unabhängigkeit beider Blätter erhalten bleiben.
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