Berufliche Trends

Sinkende Perspektiven

Trotz häufig attestierter hervorragender Leistungen und hart erkämpfter Rechte wie zum Beispiel das Benachteiligungsverbot in Artikel 3 des Grundgesetzes und der Konkretisierung dieses Verbotes im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz haben Menschen mit schwersten Behinderungen es immer schwerer qualifizierte Arbeitsmöglichkeiten zu bekommen.
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Fallstricke

Kein rosiges Bild für Fotografen zeichnete Rolf Nobel, Professor für Fotojournalismus, beim dritten Fotografentag der dju an der Fachhochschule Hannover. Er konstatierte eine Krise bei den Bild- und Nachrichtenagenturen, mehr Klagen gegen Fotografen und die zunehmenden Versuche der Verlage, juristische Risiken auf die Bildjournalisten abzuwälzen. Deshalb lag der Schwerpunkt dieses Jahr bei den rechtlichen Fallstricken, die der fotografische Alltag bereit hält – nicht nur für Paparazzi, die Prominente „abschießen“. Unter dem Titel „Grenzüberschreitungen“ stand, so dju-Bundesgeschäftsführerin Ulrike Maercks-Franzen, der „Otto Normalmensch“ im Vordergrund.
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Zusammen und jeder auf seine Art

Eine aktuelle Online-Befragung unter Journalistenbüros in Deutschland zeigt: Wenn sich freie Journalisten in einem Büro zusammenschließen, dann kann diese Kooperation die verschiedensten Formen annehmen. Die Möglichkeiten dafür sind in den letzten Jahren enorm gestiegen, der Erfolg jedoch nicht immer garantiert. Auch wenn sich in Krisenzeiten das Umfeld der Auftraggeber verändert, eine funktionierende Partnerschaft bringt das so schnell nicht auseinander. Das bestätigt eine Studie der Autorin Maxie Thielemann aus Leipzig. Die Zahl der Journalistenbüros in Deutschland ist ungezählt, eine Definition schwer möglich, die Forschungen zum Thema gehen gegen Null. Mitte der 1980er…
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Aggregieren und verwerten

Was Suchmaschinen können, können Verleger auch: Nachrichten zusammenstellen und präsentieren. Burda sucht nach neuen Erlösmodellen im Netz und orientiert sich dabei an Google. Die eigentlichen Urheber gehen dabei jedoch leer aus.
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Nur softe Umweltthemen

Der brasilianische Journalist Fabrício Ribeiro Pimenta musste aus seiner Stadt im südostbrasilianischen Bundesstaat Espirito Santo fliehen, weil er über die gravierende Umweltverschmutzung einer Marmorfabrik in seiner Gemeinde schrieb.
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„Die kennt doch keiner“

Der Einfall war ebenso schlicht wie genial: Irgendwann kam ein großes Hollywood-Studio auf die Idee, Zeichentrickfiguren bekannten Schauspielern nachzuempfinden, und natürlich haben die Stars den animierten alter egos anschließend auch ihre Stimme geliehen. Konsequenterweise wurden die Filme bei der deutschen Synchronisation von den üblichen Sprechern gesprochen. Damit verpuffte aber natürlich der Promi-Faktor. Also hatten die deutschen Verleihfirmen eine andere Idee: Sie verpflichteten deutsche Stars.
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Rege Szene mit schwerem Stand

Was denn nun?! Wie so immer bei der Frage womit alles begann, sind sich die Quellen auch darüber nicht einig welcher Film nun der erste deutsche Animationsfilm ist. Einigkeit herrscht zumindest schon mal über den Urheber: Guido Seeber. Aber ist es „Die geheimnisvolle Streichholzdose“ oder „Prosit Neujahr 1910!“? Die Frage ist heimtückischer, als man glaubt, obwohl beide Filme im Abstand von zwei Monaten uraufgeführt wurden. Die Antwort entscheidet nämlich darüber, ob das Trickfilmfestival Stuttgart – neben jenem in Annecy, das bedeutendste Festival der Welt für Animation – den 100sten Geburtstag der deutschen Animation in diesem Jahr zu Recht feiert.
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Links für freie Journalisten

Die Internationale Journalistenorganisation (IJF) intensiviert ihre Freienarbeit. Sie hat begonnen, in ihrem Webauftritt eine Linksammlung zu Tarifverträgen, Honorarempfehlungen und Serviceleistungen der jeweiligen Mitgliedsorganisationen für freie Journalistinnen und Journalisten in Agenturen, im Print-, Rundfunk- und Online-Bereich anzulegen. Dort finden Interessenten gebündelt alle wichtigen Informationen, die für die journalistische Arbeit im jeweiligen Land gelten. Die dju in ver.di hat eine umfangreiche Liste für diese von der europäischen Journalistenförderation (EFJ) in der IFJ initiierte Linksammlung zugeliefert. Sie wurde von Rüdiger Lühr zusammengestellt und ist auch…
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Mediengezwitscher

Spätestens seit dem Amoklauf in Winnenden ist der Microblogging-Dienst Twitter im Bewusstsein der medialen Öffentlichkeit angelangt – doch bereits zuvor hatte sich gezeigt, dass sich der Dienst nicht nur für die Übermittlung von Nachrichtenlinks, sondern auch für die Mikroberichterstattung zu Notfällen und Katastrophen eignet, die einen mobilen Einsatz und schnell getakteten, hohen Nachrichtendurchsatz verlangen. Doch wie sinnvoll ist Twitter als Recherche-Werkzeug?
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Die VJ-Queen

„Videojournalisten sind die Egon Erwin Kischs des digitalen Zeitalters“, sagt die 38jährige Filmemacherin, Kamerafrau und Videojournalistin Sabine Streich. Seit zehn Jahren trainiert sie Redakteure bei der ARD, dem ZDF und der BBC zu Allroundtalenten. Aufgrund ihres außergewöhnliches Könnens, ihrer Leidenschaft für den Film und ihres enormen Engagements, kürten sie Kollegen zur „ VJ-Queen“. Am 11. Februar initiierte Streich gemeinsam mit dem ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender in Mainz ihren 4. International VJ Award. Ein Meilenstein. „Sabine ist der Inbegriff der internationalen VJ-Szene“, sagt David Dunkley Gyimah, der eigens für den VJ Award aus London einflog, um…
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Fair Radio

Wer das Radio einschaltet, glaubt Authentisches zu hören. Mitunter klafft jedoch eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Oft wird etwas vorgegaukelt! Die Fair Radio Initiative sammelt Beispiele:
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Rundzeitung

Am 9. Januar 2009 ist erstmalig die Neue Westfälische Allgemeine Rundzeitung für das WAZ-Land erschienen. Herausgeber sind der DJV NRW und die dju in ver.di. Die Journalistengewerkschaften wollen mit dieser Publikation eindringlich vor der drohenden Gefahr einer Verödung der Presselandschaft in NRW warnen.
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Kopierwerk – wie lange noch?

Die Kinotechnik wird sich in den kommenden Jahren stark verändern. Getrieben wird diese Entwicklung von den großen US-amerikanischen Major-Studios, die sich in der Digital Cinema Initiative zusammen geschlossen haben. Um Kosten beim Vertrieb ihrer Filme an die Kinos zu sparen, arbeiten sie daran die physische, analoge Filmkopie durch eine Digitale zu ersetzen. In Folge werden zumindest in entwickelten Kinomärkten ein Trägermedium und die zu seiner Herstellung und Bearbeitung notwendigen Berufe aussterben. Arbeitsplätze verschwinden ersatzlos. Denn wo einst eine schwere Kopie aus Polyester pro Leinwand vonnöten war, wird in Zukunft die Kopie eines auf einem Zentralserver abgelegten…
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Pixel contra Filmstreifen

Technische Revolution im Kino: Die seit 1889 gebräuchlichen 35-Millimeter-Filmstreifen mit doppelseitiger Perforation sollen durch digitale Bilder aus Speichermedien ersetzt werden. Damit wird aber auch ein erheblicher Teil der Arbeitsplätze in Kopierwerken und Filmvorführungen wegfallen. Die Pläne der von der Digitalisierung profitierenden Hersteller und Verleiher sind ambitioniert, es bleibt abzuwarten, ob der Zuschauer sie in gewünschtem Umfang annimmt. Unklar ist bisher auch noch, wer die beträchtlichen Investitionen in einer kriselnden Kinobranche stemmen soll.
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Formen nach eigenem Bilde

Die personalisierte Startseite für Leser im Internet kennt jeder. Doch wie sieht es mit der persönlichen Informationsseite für den Reporter, den Redakteur, den Chef vom Dienst aus? Im Internet gibt es inzwischen zahlreiche Werkzeuge, mit denen jeder Informationsflüsse formen und kanalisieren kann. RSS heißt die dahinter stehende Technik.
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Leiharbeit – legal missbraucht

Ein Jahr ist es jetzt her, dass der komplette Austausch der Lokal- und Sport­redaktion der Münsterschen Zeitung die Öffentlichkeit empörte. Zwar hat Verlegertaktik in dieser Brutalität bislang keine Nachahmer gefunden. Durch trickreiche Umgehung der Tarifbindung Personalkosten zu sparen, ist dagegen vielerorts usus. Beispiele für Outsourcing, Leiharbeit und andere Formen von Tarifflucht von Zeitungsverlegern füllen immer länger werdende Listen. Die Mittel und Wege variieren. Das Ergebnis gleicht sich: Redaktionen und Belegschaften werden gespalten, Randgruppen zu wesentlich schlechteren Bedingungen etabliert, Betriebsräte verlieren Zuständig­keiten. Qualität scheint ein…
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