Filmtipp

Lilya 4-ever

Osteuropa und Thailand sind bekannt für skrupellose Geschäfte mit Menschenhandel und (Kinder)prostitution. Doch nicht nur dort, sondern auch beispielsweise in Schweden nutzen Zuhälter die prekäre wirtschaftliche und soziale Situation Minderjähriger aus, die schutzlos völlig auf sich gestellt sind und in Armut leben: Wie die 16-jährige Lilya (Oksana Akinshina) in Lukas Moodyssons beklemmendem Sozialdrama "Lilya 4-ever".
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Filmrezension: Wilbur wants to kill himself

Depressionen, familiäre Konflikte und Kindheitstraumen sind vielfach Thema im skandinavischen Kino, denkt man nur an die beklemmenden Ehe- und Psychodramen eines Ingmar Bergman oder Bille August.
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Eigenwillige Wal-Reiterin

Paikera heißt der Urahn der Einwohner von Whangara, einem Maori-Stamm an der Ostküste Neuseelands. Auf dem Rücken eines Wales soll er einst nach Neuseeland geritten sein, nachdem ihn das Tier nach dem Kentern seines Kanus gerettet hatte. Seit Tausenden von Jahren trägt nun ein männlicher Nachfahre aus jeder Generation diesen Herrschertitel.
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Sweet Sixteen

Man muss schon in armen Verhältnissen und ohne Perspektiven aufgewachsen sein wie der 15-jährige Liam (Martin Crompston), um sich nichts Schöneres vorstellen zu können, als in einem Wohnwagen zu leben. Umso bitterer, wenn sich selbst ein derart bescheidenes Glück nicht auf legale Weise verwirklichen lässt.
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Göttliche Intervention

Ein Beitrag zur unaufhörlichen Gewaltspirale im Nahen Osten war längst überfällig. Fast täglich sprengen sich palästinensische Selbstmordattentäter in die Luft, startet die israelische Armee militärische Offensiven in den Autonomiegebieten. Angesichts des harten Vorgehens des israelischen Regierungschefs Ariel Scharon herrscht in den besetzten Gebieten Ohnmacht und Angst. Wie gut, dass sich dieses Stoffes ein Regisseur angenommen hat, der weder im Verdacht des Antisemitismus steht, noch die Opfer des palästinensischen Volks heroisiert.
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Eine Dorfschule im Wechsel der Jahreszeiten

Ein paar Kühe werden durch den winterlichen Schneesturm nach Hause getrieben. In der kleinen französischen Dorfschule im Herzen der Auvergne ist es noch still. Auf dem Fußboden stakst eine Schildkröte zwischen Globus und Kissen umher. Und schon kommt die nächste um die Ecke. Beide geben ein schönes Bild für das Leben und Lernen an diesem Ort. Geschützt und in einem beschaulichen Tempo verbringen die Kinder der Umgebung hier ihre Grundschulzeit.
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Gefangenschaft hinter Klostermauern

Auf die Existenz der irischen sogenannten "Magdalenen"-Heime wurde hierzulande kaum jemand aufmerksam. Eigentlich hätten Menschenrechtsorganisationen, Psychologen und Feministinnen gegen diese katholischen Anstalten für angeblich sündhafte Frauen protestieren müssen. Das ist seltsamerweise nicht passiert.
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Einsame Herzen mit leeren Taschen

Steht der Mann (Markku Peltola) vom Toten- oder vom Krankenbett auf? Mit seinem grotesken Kopfverband erinnert er erschreckend an einen Frankenstein-Versuch. Er rückt sich die dick verbundene Nase gerade, um dem Krankenhaus, in dem man ihn bereits fürs Kühlhaus vorgemerkt hat, zu entfliehen. Doch so wie man ihn zugerichtet hat, wird er in dieser Welt keine große Chance mehr haben. Dass er bei dem nächtlichen Raubüberfall, neben seiner Brieftasche, auch sein Gedächtnis verloren hat, macht ihn gänzlich zu einem Nichts.
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Eisenbahner als Drehbuchautor

Der neueste Film des britischen Regisseurs Ken Loach „The Navigators“ spielt nicht nur im Milieu der britischen Eisenbahner, einige der Schauspieler sind ehemalige Eisenbahner. Doch noch wichtiger: Auch das Drehbuch stammt von einem Eisenbahner.
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Gefangen im Leben

Familientraditionen sind bekanntermaßen unterschiedlich. Bei der Familie Grotowski tritt mit Sonny (Heath Ledger) bereits die dritte Generation von Männern in den Beruf des Henkers.
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Das Leben als Abenteuer

„Wie verschieden die Menschen sind“, überlegt Elling, während er sich mit panisch angespanntem Gesicht von der Restauranttoilette zurück an seinen Tisch quält. „Die einen laufen mit Skiern zum Nordpol und ich erleide Höllenqualen wenn ich ein Restaurant durchqueren soll.“ Von Menschen letzterer Sorte erzählt „Elling“.
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