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Inhalt M 8-9/2000

Titelthema 50 Jahre ARD - Nicht ohne meine Gewerkschaft Vor 50 Jahren: Gründung der Gruppe Funk Dokumentation Detlef Hensche: Glück&Wünsche Zwischen Kooperation und Konfrontation 50 Jahre ARD und die Gewerkschaften Kultur im Programm der ARD Kulturauftrag und Integrationsfunktion ernst nehmen 50 Jahre ARD und der Finanzausgleich Ein gewerkschaftlicher Rückblick auf die ARD-interne Solidarität Stärker vom Solidaritätsgedanken leiten lassen Tarifpolitik für die Angestellten Sonniges Bild mit einigen Flecken Die Geschichte der Tarifverträge für "Freie" am Beispiel des NDR Die ARD und die Honorare Die letzten 11 Jahre ARD - die Freien und die IG…
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Hexenjagd und Kriegsberichterstattung

Die Verteidiger des Borderline-Journalismus markieren Demarkationslinien: Spießige Nachrichten-Journalisten versus durchgeknallte Edelfedern Die Diskussion über den Borderline-Journalismus treibt seltsame Blüten. Eine "an Hexenjagd grenzende" Verfolgung von Autoren, die sich "um einen anderen, ästhetischeren Journalismus bemühen", will Markus Peichl, ehemaliger "Tempo"-Chefredakteur, in bundesdeutschen Redaktionen ausgemacht haben. Peichl scheint kein Wort groß genug, um den Skandal der als Fälschung aufgeflogenen Interviews des Borderline-Autors Tom Kummer im Magazin der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) klein zu reden. "Kriegsberichterstattung" schäumt Peichl über jene ungemein…
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Glück&Wünsche

50 Jahre ARD - wir gratulieren. Gäbe es ihn nicht, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wir müssten ihn erfinden. Er "bietet..... keine Dienstleistungen, die im Wettbewerb erbracht werden, sondern ein öffentliches Gut, das der Gesellschaft dient und nicht vom Markt generiert wird." Die vom Rundfunk hergestellte Öffentlichkeit wäre einförmiger, flacher und langweiliger, gäbe es allein RTL und Kirch, und nicht die öffentlich-rechtlichen Sender, auch in ihrer föderalen Vielgestaltigkeit. Die Tagebücher Viktor Klemperers, Strittmatters "Laden" oder, ein Beispiel dieser Tage: "Familiengeschichten" und manches andere mehr finden wir typischerweise im öffentlich-rechtlichen…
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Der Bürger reibt sich verwundert die Augen

Heute morgen ist er mir wieder im Radio begegnet: Der Bürger als solcher. Wahrscheinlich war er gerade aufgestanden, rieb sich die Augen und wurde bei dieser Tätigkeit sofort von einem Journalisten aufgespürt. So ist das eben in der Mediengesellschaft, selbst beim Augenreiben haben sie einen beim Wickel. Steht also da, der Bürger, nichts Böses ahnend und schon verkündet ein Hörfunkkommentator ihm beim Frühstücksei: "Der Bürger reibt sich verwundert die Augen."*
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Der Lack ist ab

Wenn die Dame ARD jetzt 50 wird, habe ich sie zum ersten Mal kennengelernt, als sie noch ein Mädchen war. Jungfrau war sie allerdings nicht mehr. Es gab durchaus den ein oder anderen Rundfunkpionier jener Tage, der von den Nazis so gut wie nichts mitbekommen hatte und deshalb unter dem Röckchen von Fräulein ARD wieder einen Platz an der Sonne finden konnte. Es war wie mit der Bundeswehr. Werden die Generale Hitlers die Generale der Nato sein, wurde Konrad Adenauer gefragt, und seine Antwort war, dass er 17jährige der Nato nicht anbieten könne. Das konnte er in der Tat nicht, und so war das auch mit der ARD.
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Ein Schritt zur Reform

"Mehr Selbstbestimmung für die Kontinente und mehr Demokratie bei der Arbeit" - so definierte Wolfgang Mayer für die IG Medien beim Jahrestreffen vom 26. bis 28. Mai in Nürnberg das Ziel der Reformbestrebungen in der Europäischen Journalisten-Föderation (EJF) innerhalb der International Federation of Journalists (IFJ). Um diesem Ziel näher zu kommen, hat die IG Medien den Reformprozess der Organisation maßgeblich mit angeschoben. In Nürnberg hat die EFJ nun durch eine Satzungsänderung die erste Hürde dazu genommen.
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Verkummerung des Journalismus

Fälschung ist offenbar nicht gleich Fälschung. Während "Lügen wie gedruckt" bestraft wird, scheinen für das Fernsehen andere Regeln zu gelten. Als die RTL-Sendung "stern tv" vor einigen Jahren zugeben musste, dass die Beiträge des Mitarbeiters Michael Born erstunken und erlogen waren, passierte nichts. Günther Jauch, als Moderator keineswegs bloß ein Ansager, kam mit der Ausrede davon, die Filme nie am Schneidetisch überprüft zu haben; nicht einmal sein Image nahm Schaden.
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Alles inszeniert?

Die kommerziellen Medien sind zu einer entscheidenden antidemokratischen Macht in den USA geworden. Mit dieser These warf der Medienökonom Robert McChesney von der Universität Illinois einen für hiesige Verhältnisse ungewohnt scharfen Blick aufs Gewerbe. McChesney ist Autor eines in den USA viel diskutierten Buches "Rich media, poor democracy" und sprach auf der Cologne Conference im Rahmen des Kölner Medienforums.
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„Journalisten sind keine Künstler“

Interview-Fälschungen sind nicht kreativ sondern kriminell - Wie der Borderline-Journalismus mit intellektuellen Klimmzügen verbrämt wird
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Kostenlos, tatenlos, ratlos?

Die regionalen Tageszeitungen wird es trotz Internet und kostenlosen lokalen Blättern weiterhin geben. Dies meint einer, der es wissen muss: Professor Hans Bohrmann, Leiter des Dortmunder Instituts für Zeitungsforschung. Denn die Zeitung sei nicht nur ein technisches Verbreitungsmittel, sondern eine soziale Institution, so Bohrmanns Auffassung. Um allerdings mit derselben hohen Auflage weiter zu bestehen, müsse die Zeitung sich wandeln, "ihre Stärken stärken". Und die lägen vor allem in der dichten lokalen und regionalen Berichterstattung.
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Inhalt M 7/2000

Titelthema Krisen, Krieg & Kameras Journalismus im Konfliktfall Medien im Konflikt - Mittäter oder Mediatoren? Eine Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin versammelte internationale Experten für Friedensjournalismus "Ich will es schwer machen wegzusehen" Sonia Mikich: Über die Diskussion post festum "Krieg mit Bildern" Mainzer Tage der Fernsehkritik: Zwischen Militärstrategie und journalistischer Ethik Krisen- und Kriegsjournalisten leben gefährlich Mehr Kenntnisse und mehr Sicherheit durch die "Under fire"-Tagung des Johanniter Forums Berlin "So zeigt sich die Macht der Bilder" Journalisten und Geiselnehmer - ein ungeklärtes Verhältnis Für einen…
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Medienschlacht um den Kosovo-Krieg: Krieg mit Bildern

Die linken Reformer dürften eine Eigentümlichkeit der gesellschaftlichen Entwicklung nicht vergessen. Verbesserungen kommen nicht von selbst, sie müssten den Herrschenden immer abgetrotzt werden, gibt Johannes Agnoli in seinem Werk "Die Transformation der Demokratie" zu bedenken. Dies könne nur erreicht werden, wenn mit der Möglichkeit "des Schlimmeren" gewunken werde: dem "linksradikalen Gespenst als Stachel möglichen Fortschritts".
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VG Wort hofft auf Gesetzgeber

Nach dem Rekordergebnis des Vorjahres ist bei der Verwertungsgesellschaft Wort 1999 der Ertrag aus der Wahrnehmung von Urheberrechten um eine Million auf rund 113 Million Mark gesunken. Hauptgrund ist der Rückgang der Scannervergütungen. Hier - und auch auf anderen Feldern - hofft die VG Wort auf den Gesetzgeber.
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Krisen- und Kriegsjournalisten leben gefährlich

Im vergangenen Jahr verloren weltweit 36 Journalisten bei der Ausübung ihres Berufs ihr Leben. Damit hat sich die Zahl getöteter Reporter im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Einige Opfer fielen gezielten Mordanschlägen zum Opfer. Andere mussten ihre riskante Annäherung an unübersichtliche Kriegsschauplätze mit dem Leben bezahlen. "Under Fire - Der Einsatz von Journalisten in Krisengebieten" - unter diesem Titel führten die Johanniter-Unfallhilfe und Reporter ohne Grenzen Anfang Juni (6. 6.) in Berlin eine Veranstaltung für Journalisten durch. Ziel der Tagung: einen Beitrag zu leisten, die Sicherheit von Journalisten in Krisen- und Kriegsgebieten zu erhöhen.
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Trari trara – die WAZ ist da

Der WAZ-Konzern will demnächst neben den Abo-Zeitungen auch Briefe ins Haus bringen. Wie Geschäftsführer Bernd Nacke jetzt auf der ZVW-Betriebsversammlung ("Westfälische Rundschau") den RedakteurInnen sagte, habe man die A-, B-, C- und D-Lizenz für den Postvertrieb beantragt. Ein Pilotprojekt solle es demnächst geben. Erfahrungen im Vertrieb habe man ja: "Wir wissen, wie wir in die Häuser reinkommen", so Nacke. Aber diese Aufgabe sollten nicht die Zeitungszusteller übernehmen.
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M 5-6/2000: In eigener Sache

Dies ist eine außergewöhnlich umfangreiche Ausgabe von "M" - unter anderem, um die Preisträger des Fotowettbewerbs "Award 1999 - Digitale Fotografie" vorzustellen, den die IG Medien Baden-Württemberg bundesweit ausgeschrieben hatte. Sie muss dafür aber auch eine Weile "reichen": Aus finanziellen Gründen muss auch "M Menschen Machen Medien" in diesem Jahr nach den Beschlüssen des IG-Medien-Hauptvorstands eine weitere Ausgabe einsparen - M 5-6/2000 ist deshalb eine Doppelausgabe, das nächste Heft erscheint im Juli, Redaktionsschluss für die Planung ist der 9. Juni 2000. Nach der üblichen sommerlichen Doppelnummer 8-9/ 2000 geht es dann regulär mit den Einzelheften 10, 11 und…
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