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Appgedreht

Der Streit um die Frage, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Internet anbieten darf, wird immer absurder. Um Frieden mit den Verlagen zu schließen, wollen sich die Anstalten selbst beschränken und weitestgehend auf Textinhalte im Netz verzichten. Angesichts des Generationenabrisses sägen sie damit an dem Ast, auf dem sie sitzen.
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Kachelmann, Caroline & Co.

Wenn es um das monegassische Fürstenhaus geht, ist das Medieninteresse riesig., sind die Grenzen zwischen Berichterstattung und auflagensteigerndem Voyeurismus fließend. Seit über 20 Jahren versucht prinzession Caroline möglichst alle ungehemen (Foto-)Veröffentlichungen über sich nebst Familie zu unterbinden - mittlerweile als Caroline von Hannover im Verbund mit Ehemann Ernst August.
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Marktliberale Fehlentscheidung


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Editorial: Zensur und Blindheit

Pressefreiheit hat in vielen Ländern keinen hohen Stellenwert: Die klassischen Medien sind fest im Griff der politisch Mächtigen oder von Wirtschaftsmagnaten. Der Aufbau einer unabhängigen Presse oder eines freien Rundfunks geht nur schleppend voran. Das Internet dagegen bietet Raum für den Austausch von Informationen und Meinungen, bildet häufig die einzige Plattform für einen unabhängigen Journalismus. Viele Regierungen reagieren darauf mit zunehmender Online-Überwachung und Zensur, mit hartem Vorgehen gegen kritische Journalisten. Deshalb hat Reporter ohne Grenzen (ROG) zusätzlich zum Tag der Pressefreiheit (alljährlich der 3. Mai) vor vier Jahren den 12. März als „Welttag…
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Kommentiert: Pro Quote – nur Mut!

Ganze sieben Chefredakteurinnen finden sich an der Spitze der 360 deutschen Tages- und Wochenzeitungen, nur drei der insgesamt zwölf Intendanten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind Frauen. Damit lässt sich das weibliche Führungspersonal in unseren Medien an zwei Händen abzählen und liegt sogar noch unter dem Durchschnitt in den anderen Branchen, der mit drei Prozent schon beschämend gering ist.
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Kein Fortschritt bei CineStar in Bamberg

Am 8. März fanden die Verhandlungen für das CineStar Bamberg in Nürnberg statt. Auch hier hatte der Arbeitgeber, ähnlich wie schon in Osnabrück und Dortmund, kein Angebot vorbereitet. Allerdings scheint der bisherige Streikdruck so groß zu sein, dass die Arbeitgeber einem Tarifvertrag nicht mehr ganz so ablehnend gegenüber stehen.
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Nächtlicher Einsatz in München

Ende Februar haben 53 Zeitungszusteller ihren Arbeitsplatz in München verloren, der Betrieb wurde geschlossen. Sie arbeiteten für die ZVZ Zentrum GmbH, die wiederum der SZ Logistik GmbH gehört, einer hundertprozentigen Tochter der Süddeutschen Zeitung.
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Zwischen Talk und Fernsehküche

Ob Held oder Versager, Kommissarin oder Killer, Liebende oder Verlassener – Schauspielerinnen und Schauspieler sind das Aushängeschild von Kino und Fernsehen. Aber manch vielbeschäftigter Leinwandstar blickt am Ende des Arbeitslebens auf seinen Hartz IV-Antrag. Denn das Sozialversicherungsrecht verbannt alle Filmschaffenden buchstäblich auf die billigen Plätze ganz hinten im Lebenskino. Gewerkschaften und Berufsgruppenverbände halten dagegen. So kämpft auch der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) um die soziale Absicherung seiner Mitglieder. M sprach mit Vorstandmitglied Heinrich Schafmeister.
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Schweigeminute für Neonazi-Opfer

Mit einer Schweigeminute wurde am 23. Februar um 12 Uhr bundesweit der Opfer der Neonazi-Mordserie gedacht. Viele Institutionen und Beschäftigte folgten dem Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände und ließen die Arbeit kurz ruhen. In der Deutschen Welle in Bonn (unser Foto) ist Integration, Respekt und Toleranz gelebte Realität. Journalisten vieler Nationen arbeiten im deutschen Auslandsfunk, der seine Programme in verschiedenen Sprachen ausstrahlt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versammelten sich zum stillen Gedenken. Auch im Atrium des ver.di-Hauses in Berlin trafen sich Kolleginnen und Kollegen zu einer Schweigeminute,…
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„Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“

80 Mal hat der Journalist Thomas Kuban, der nicht Thomas Kuban heisst, in den vergangenen neun Jahren undercover auf 50 Rock-Konzerten der rechtsextremen Szene gedreht – in acht Ländern Europas, fast ausschließlich auf eigene Kosten und denen seiner Familie. Denn die Bilder der von Tausenden Jugendlichen besuchten Konzerte wollte bis auf ganz wenige Ausnahmen das öffentlich-rechtliche oder private Fernsehen nicht zeigen. Erst der Filmemacher Peter Ohlendorf produzierte mit dem Material viereinhalb lange Jahre gegen jede ökonomische Vernunft ohne finanzielle Unterstützung den Film „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“. Jetzt wurde er auf der Berlinale gezeigt. Und…
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Sender muss Auskunft geben

Seit sechs Jahren liegt Marvin Oppong im Clinch mit dem Westdeutschen Rundfunk (WDR). Der freie Journalist aus Bonn will von der größten öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt wissen, an wen und in welchem Umfang sie Aufträge vergibt. Der WDR aber weigert sich bislang beharrlich, auf die Fragen zu antworten. Oppong bleibt hartnäckig. Im Februar 2012 geht er aus dem ungleichen Duell (siehe auch M 1–2/2010) als Sieger hervor – zumindest vor Gericht. An die gewünschten Informationen ist er aber noch nicht gekommen.
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Ein überlebtes Modell?

Lokale Tageszeitungen hätten keine Zukunft mehr, meint Helena Tölcke. Am 29. Februar hat die Verlagsleiterin und Chefredakteurin ihr Blatt, die Deister-Leine-Zeitung (DLZ), eingestellt. „Die DLZ hat sich einfach nicht mehr gerechnet.“ Stetig sinkende Auflagen, zurückgehende Anzeigenerlöse und schlechte Zukunftsprognosen hätten diese Schließung notwendig gemacht.
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Wir trauern um Hans Kleinsteuber

Die Mitglieder der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatten bei dem Paradigmenwechsel von der analogen zur digitalen Technik einen Begleiter und Lotsen, der ihnen den Weg wies: Professor Hans Kleinsteuber in Hamburg, der am 18. Februar gestorben ist.
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Sondierung in Regensburg

Am 26. Januar fand das erste Sondierungsgespräch bei der Mittelbayerischen Zeitung in Regensburg zu einem Haustarifvertrag für die Angestellten im Verlagsbereich und die Redakteurinnen und Redakteure statt.
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Vernetzt Euch!

Eine Beschäftigte im öffentlichen Dienst, ein schichtarbeitender Krankenpfleger und ein Auszubildender in einem Energiekonzern – was haben sie gemeinsam? Sie sind ver.di-Mitglieder und aktiv im ver.di-Mitgliedernetz. Diese Kolleginnen und Kollegen kommen beispielhaft mit ihren Erfahrungen im Film zum Mitgliedernetz zu Wort: http://bit.ly/x97YtB Dieses Netzwerk kann auch für ver.di-Mitglieder aus dem Medienbereich ein Anlaufpunkt sein. Sie können sich hier treffen und austauschen. Gremien oder andere Gruppen haben die Möglichkeit, ihre ganz spezifischen Debatten zu führen, Pläne umzusetzen. Nichtmitglieder haben keinen Zutritt. Das ver.di-Mitgliedernetz ist prall gefüllt mit…
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Nutzlos und rechtswidrig

Vorratsdatenspeicherung erhöht nicht die Sicherheit der Bevölkerung. Eine aktuelle wissenschaftliche Studie des Max-Planck-Instituts konnte keinerlei Anhaltspunkte dafür finden, dass sie zu höheren Aufklärungsquoten bei schweren Verbrechen führt.
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