Titel

Journalismus und Trauma im Zentrum

Amerikanische Journalisten haben nach den schrecklichen Ereignissen von Oklahoma und dem 11. September mit einem neuen Phänomen zu tun: Sie zeigen Nerven und brauchen Hilfe gegen Traumatisierungen.
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Reden gegen den Zynismus

Ulrich Manz lebt seit vielen Jahren in einem Dauerkrisengebiet: Israel. Wie viele erfahrene Kollegen, bedient er sich einer durchaus klassischen Methode: Er redet über seine Gefühle und Ängste mit anderen und die anderen mit ihm.
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Unbefangen bleiben

Der freie Journalist Christoph Maria Fröhder hat unter anderem aus Vietnam, Kambodscha, Biafra und Angola berichtet. Während des Golfkrieges sensibilisierte er die Öffentlichkeit und die Medien, als er entschieden die Zensur, sowohl der irakischen als auch der amerikanischen Seite, thematisierte.
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Menschenrechtsberichterstattung im Zeichen des Terrors

"Alles, was (Menschen-) Recht ist?" - unter dieser Fragestellung diskutierten Ende September in Berlin Journalisten, Politiker und Vertreter regierungsunabhängiger Organisationen über die "Menschenrechtsberichterstattung in der deutschen Mediengesellschaft".
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Der ganz normale Wahnsinn

Krisengebiete sind nicht nur Kriegsschauplätze. Mit schrecklichen Bildern und Situationen können alle Journalisten jederzeit in ihrem Berichtsgebiet konfrontiert werden. Schon vor dem 11. September fielen Katastrophen wie die Explosion der Feuerwerkskörperfabrik im niederländischen Enschede oder das tragische ICE-Unglück von Eschede durch die schiere Zahl der Opfer oder das Ausmaß der Zerstörung auf. Die Branche, die sich zunehmend gerne selbst reflektiert, hat ein neues Thema: Wie groß ist die Gefahr für Journalisten, infolge von Kriseneinsätzen ein posttraumatisches Stresssyndrom zu erleiden?
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Extremfall zeigt die Schwächen des Normalfalls

Vier Tage nach den Terroranschlägen in den USA verdrängte der Umgang der Medien mit dem Ereignis das eigentliche Thema der ersten DJV-Sommerakademie in Montepulciano (Toskana): "Affären-Journalismus - Medien und Politik in Deutschland und Italien". Oder doch nicht? Ist die Emotionalisierung in der medialen Darstellung einer angemessenen Antwort auf den Terror die neueste Affäre des Journalismus? ARD-Talkshow-Moderator Michel Friedman legte es in seiner Einführungsrede mit einer Reihe rhetorischer Fragen nahe.
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Klarheit der Gefühle kontra „Gutmenschen-Lyrik“?

Das für den BDZV-Kongress frühzeitig gewählte Arbeitskreis-Motto "Die Macht der Worte - die Macht der Bilder" erhielt nach den Terror-Anschlägen in New York und Washington besondere Brisanz.
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Keine Kriegsrhetorik – und die Meinungsvielfalt nicht beschädigen!

Dies waren die Stunden der Extreme - bei den Handelnden, von denen wir immer noch wenig wissen, wie bei den Zuschauern, bei den Opfern wie bei den Beobachtern und Kommentatoren. Auch Journalismus ist in solchen Momenten vor seine Existenzfrage gestellt, hat sich schnell und spontan zu bewähren, hat dem schnellen Bericht und der möglichst umfassenden Information so bald wie möglich Analyse, Einordnung, Hintergrund, Menschlichkeit und - zumindest in einem gewissen Maß - auch eigene Haltung folgen zu lassen.
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Journalistischer Ausnahmezustand

Die apokalyptischen Reiter sind los. In deutschen Zeitungshäusern und Sendeanstalten haben die barbarischen Terroranschläge auf die USA eine heillose Hybris ausgelöst. An den Schreibtischen hat der Superlativ die Besonnenheit ersetzt. "Machen wir uns nichts vor, es ist der dritte Weltkrieg", dröhnt "Bild". Auf dem Titelblatt, wo sonst die Spindluder herumlungern und Käufer ködern, frömmeln plötzlich die Bengel vom Boulevard: "Großer Gott, steh uns bei". Der Springer-Journaille ist nichts mehr heilig. Vorn im "Bild"-Signet werden von dem Fachblatt für politischen Anstand die Stars-and-stripes gehisst, hinten komponiert Hausdichter Franz-Josef Wagner ein "Requiem für New York":…
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Ruinen überall: Das Projekt Moderne

Gescheiterte Hoffnung nach dem Terror gegen Amerika: Eine Bildbetrachtung aus aktuellem Anlass Was in den Medien ist, ist überall. Bilder verbreiten sich nicht nur rasend schnell, sie stellen sich auch schneller her. Schon kurz nach dem Zusammensturz des World Trade Centers war auch sein schräg aus dem Boden stehender Ruinenstumpf eine weltbekannte Ikone: Mahnmal oder symbolischer Grabstein für die vielen Menschen, denen der einst über 400 Meter hohen, über alle anderen Gebäude der Skyline hinausragende Doppelturm tatsächlich zum Grab geworden war.
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Rückkehr zum Normalmaß

Im Herbst wird - wie schon in den vergangenen Jahren - ein "Reader Medienökonomie" erscheinen. Darin wird die wirtschaftliche Entwicklung in den wichtigsten Mediensparten geschildert und analysiert und außerdem Übersichten und weiterführendes Lesematerial geboten. Der nachfolgende Beitrag ist ein Vorgriff auf den kommenden Reader; dort wird der Text in einer erweiterten und aktualisierten Fassung das Einleitungskapitel bilden.
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Jeder allein in seinem Büro – aber alle im gleichen Boot!

Seit wann gibt es den VFLL und wie kam es zu seiner Gründung? Meyer: Den VFLL gibt es offiziell seit März 2000. Bedingt durch die Umstrukturierungen im Verlags- und Medienbereich wächst die Zahl der freiberuflichen Lektorinnen und Lektoren seit Jahren kontinuierlich. "Freies Lektorat" hat sich längst als ein eigenständiger Berufszweig etabliert.
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Hier wird der Strukturwandel konkret

"Eine neue Fachgruppe in einer neuen Gewerkschaft" - unter diesem Motto beginnt der Aufbau der Fachgruppe Verlage und Agenturen im Fachbereich Medien. Mit Martin Dieckmann, Bundesfachsekretär für Verlage und Agenturen, sprach "M" über ver.di in den Verlagen und über Aufgaben und Aufbau der Fachgruppe.
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Fusionen und Kooperationen

(unvollständige Übersicht) September 2000 Die RTL New Media, Köln, (Bertelsmann) kauft 17,5 % der Scip GmbH, Hamburg. Der Bonnier-Verlag, Stockholm, kauft die arsEdition GmbH, München. Der Süddeutsche Verlag, München, kauft rückwirkend zum 30. 6. den Verlag Carl Ueberreuther, Wien. Die Brainpool TV AG, München, kauft 51% der Grégoire Furrer Productions SA, Montreux. Barnesandnoble.com (Bertelsmann) übernimmt vom Konkurrenten Amazon dessen Kooperationsvertrag mit dem Internetportal Yahoo. Gruner + Jahr (Bertelsmann) übernimmt das Internet-Finanzportal Investorworld der DAB-Bank (60 % G+J, 40 % DAB) Lycos Europe (Bertelsmann u.a.) kauft das…
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„Film- und Videoeditor könnte Fortbildungsberuf werden“

Seit Herbst 1996 bilden öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten und private AV-Produktionsbetriebe in den beiden Berufen Mediengestalter/in Bild und Ton sowie Film- und Videoeditor/in aus. Ein Gespräch mit Wendelin Werner, Mitglied des Geschäftsführenden Bundesfachgruppenvorstandes und dort mit Fragen der Aus- und Fortbildung befasst, über Erfahrungen und Perspektiven.
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Viel Verantwortung, wenig Geld

Journalistin zu werden war mein größter Wunsch. Deshalb ergriff ich meine "Chance": ein Volontariat bei einem Anzeigenblatt in der Provinz. Zu Beginn war ich eine bessere Schreibkraft, zuständig für das Abtippen eingegangener Pressemeldungen. Außentermine - das hieß: Die Kaninchenzüchtervereine der Region besser kennen lernen. Inzwischen kenne ich alle preisgekrönten Oberrammler beim Namen und habe sie in Artikeln ausführlich beschrieben. So hatte ich mir meine Ausbildung nicht vorgestellt. Was war schief gelaufen? Den Traum vom Journalismus träumen viele jungen Leute. Dies musste ich schmerzhaft feststellen, als ich mich quer durch die Bundesrepublik um ein Volontariat…
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