Karin Wenk

Karin Wenk

verantwortliche Redakteurin Erreichbar per Mail unter karin.wenk@verdi.de

Alle Artikel von Karin Wenk

Editorial: Der bunte Blick Backstage

Als vor 50 Jahren die Fernsehschirme bunt wurden, war das eine Revolution. Die Erinnerung an die schwarz-weißen Bilder ist längst verblasst, Jüngere haben sie nie gesehen. Auch, dass dieses neue TV-Zeitalter mit einer Panne begann, wissen heute viele allein aus den Medienberichten der letzten Tage. Als der damalige Vizekanzler Willy Brandt am 5. August 1967 um 10.57 Uhr auf der 25. Funkausstellung in Berlin den Startknopf drückte, war das Bild schon vorher in Farbe getaucht.
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Streikerfolg beim MDR Tarifeinigung erreicht

Vier Streiktage beim MDR mit einer hohen Beteiligung der Beschäftigten an allen Standorten verfehlten ihre Wirkung nicht. Anstelle einer von Arbeitgeberseite ursprünglich geplanten langen Pause bis Ende September wurde am heutigen Mittwoch im Beisein von Intendantin Karola Wille zügig weiterverhandelt und eine Einigung erzielt. Unter anderem wurde eine Erhöhung der Gehälter der Festangestellten und der Honorare für freie Mitarbeiter_innen beschlossen.
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Streit in Straßburg: Arte verklagt ver.di

Mit einer Klage vor dem Straßburger Amtsgericht will die Verwaltungsspitze von Arte erreichen, dass ver.di untersagt wird, zwei gewerkschaftliche Vertreter für die betrieblichen Gremien des deutsch-französischen Fernsehsenders zu benennen. Dieses Vorgehen steht im krassen Gegensatz zur jahrzehntelang geübten Praxis auf Basis eines grenzüberschreitenden Tarifvertrags von 1994.
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Doku über Judenhass 24 Stunden zu sehen

Eigentlich ist der Film „Verschlusssache“. Doch die 93minütige Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – der Hass auf Juden in Europa“ ist seit heute 0 Uhr für 24 Stunden auf Bild.de zu sehen. Seit Wochen weigern sich Arte und WDR, die ihn produzieren ließen, mit zweifelhaften formalen Begründungen, den Film auszustrahlen. Ein Husarenstück?
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Editorial: Minimalistische Bilanz

„Versprochen ist versprochen …“ – so ein geflügeltes Wort. Wir erleben immer wieder, dass das für Versprechungen der Politik nur begrenzt gilt. Auch im Jahr der Bundestagswahl 2017 sollte man genau hinschauen, was konkret in den Programmen steht. Als Blaupause können die Wahlversprechen von 2013 dienen. M hat mit Fokus auf die Medienpolitik geprüft, inwieweit sie eingehalten wurden (S. 6–11).
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Für Solidarität und Medienfreiheit

„Wir haben in Deutschland an allen Stationen der Reise Kollegen kennengelernt, die mit uns leiden und sich mit uns freuen, die uns unterstützen. Dank ihres Einsatzes werden sich die Journalisten in der Türkei stärker fühlen. Ich habe gespürt, dass es eine internationale Solidarität gibt. Journalisten sind weltweit wie eine Nation“, sagte Mustafa Kuleli, TGS-Generalsekretär, gegenüber M in Berlin.
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ARD-Freie: Plädoyer für Ehrlichkeit

„Wir sind so frei“, sagten sich die freien Medienschaffenden der ARD und gründeten auf ihrem Kongress beim SWR in Stuttgart am 21./22. April einen gemeinsamen Freienrat. Er soll künftig die Freien der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bundesweit vernetzen und so ihre Interessen „schlagkräftiger vertreten“.
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Editorial: In Zeiten wie diesen

„Wir lieben Journalismus!” Mit diesem Slogan wirbt die dju in ver.di für ihren Berufsstand, für das was ihn ausmacht: kritisch, ausgewogen, wahrheitsgemäß zu berichten. Kein leichtes Unterfangen in einer Zeit, in der Medien und Journalist_innen weltweit als Lügner oder gar Terrorverbündete beschimpft, eingeschüchtert und eingesperrt werden (Ko S. 5). Es scheint: Sie dienen als Sündenbock für miese Politik; sind Blitzableiter für angestaute Wut und das eigene Unvermögen, mit demokratischen Mitteln Veränderungen herbeizuführen.
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Schamlose Verleger

Heute, am 1. März, tritt ein novelliertes Urhebervertragsrecht in Kraft  – ein ursprünglich mit großen Hoffnungen der Urheber_innen und ausübenden Künstler_innen gestartetes Vorhaben, bei dem am Ende ein weichgespültes Gesetz herauskam. Aber damit nicht genug. Die Zeitungsverleger kündigten aus diesem Anlass die Gemeinsamen Vergütungsregeln (GVR) für freie hauptberufliche Journalist_innen an Tageszeitungen. Die Begründung darf man getrost als verlogen bezeichnen.
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Ströer: Sozialplan für T-Online-Journalisten

Der Werbevermarkter Ströer hat sich mit dem Betriebsrat und mit ver.di auf einen Interessenausgleich und Sozialplan sowie auf eine Transfergesellschaft für die 108 Redakteur_innen von T-Online in Darmstadt geeinigt. Im September vergangenen Jahres hatte das Kölner Unternehmen die Schließung des Redaktionsstandortes bekanntgegeben.
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Wie das Digitale die Profession beeinflusst

Digitaler Wandel, Arbeit 4.0 – auf Schritt und Tritt begegnen einem die Schlagworte, nerven mitunter, angesichts ständiger Betonung. Dabei wissen wir es genau, wir sind mittendrin in der rasanten Entwicklung, ohne Digitales läuft fast nichts mehr. Es gilt mitzuhalten und mitzugestalten – in der Ausbildung und später im Job durch unaufhörliches Dazulernen, durch Weiterbildung. Und die Lehreinrichtungen, ob Berufsschule, Akademie oder Universität, stehen vor dem großen Anspruch, möglichst immer auf dem neusten (digitalen) Stand zu sein. Kein leichtes Unterfangen, wie M im letzten Themenheft dieses Jahres an Hand der Medienbranche aufzeigt.
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Wachsam und kritisch

Wer wie die Presse eine öffentliche Aufgabe wahrnehme, der müsse seine Aussagen auch öffentlich rechtfertigen können und überprüfen lassen. „Dass das ohne staatliche Einflussnahme geschehen konnte und geschieht, ist nicht zuletzt das Verdienst Ihres Berufsstandes“, würdigte Bundespräsident Joachim Gauck den Deutschen Presserat, der seit 60 Jahren für presseethische Standards eintritt. Mit einem Festakt feierte die Freiwillige Selbstkontrolle in Berlin am 1. Dezember ihr Jubiläum.
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Tarifliche Standards im Fokus der Filmförderung

Ab 2017 müssen Filmhersteller in einem Antrag auf Fördermittel nach dem Filmförderungsgesetz (FFG) angeben, ob für die Beschäftigten des konkreten Projekts ein Branchentarifvertrag gilt oder auf anderem Weg die Einhaltung sozialer Standards vereinbart wurde. Dieses Kriterium für eine Filmförderung hat der Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages nunmehr im Regierungsentwurf zur Novellierung des FFG fixiert. ver.di bewertet das als Fortschritt für die Filmschaffenden.
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Digitalisierung: Neue Freiheit oder moderne Knechtschaft?

Die Zukunft ist digital und wir sind schon mittendrin. Aber wie genau sieht dieses gesellschaftliche Gebilde 4.0 aus, welche Erfahrungen gibt es bereits in digitalisierten alten und ganz neuen Arbeitsfeldern? Wie können sich Gewerkschaften und Arbeitnehmer_innen einbringen, die Veränderungen mitgestalten und ihre Arbeitsbedingungen mitbestimmen? Welche Chancen und welche Risiken bringt die Digitalisierung mit sich, für den Einzelnen und für die Allgemeinheit? „Algorithmus oder Mensch? Wer bestimmt?“ wie sich „Gute Arbeit“ in der digitalen Welt definiert, fragten ver.di und die Hans-Böckler-Stiftung auf einem Kongress am 17. und 18. Oktober in Berlin.
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Editorial: Plädoyer für einen „Langestreckenläufer“

„Es kann nicht sein, dass der große Dokumentarfilm in der ARD nur im Sommer während der Talkshowpause läuft. Damit entwertet man ein Genre und missachtet es. Dokumentarfilme sind keine Lückenbüßer”, sagt die Journalistin und Dokumentarfilmerin Sabine Rollberg im M-Interview (S. 12–13). Von den Fernsehsendern eher als Quotenkiller gesehen, ist der Dokumentarfilm nach wie vor ein ungeliebtes Film-Kind. Dokumentationen werden „Unter Wert gehandelt” so der aktuelle M-Titel von Fritz Wolf – durchaus ein gewolltes Plädoyer für den Dokumentarfilm.
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Abstruses Zeug mit ernsten Folgen

Im Entwurf ihres Grundsatzprogramms fordert die CSU die Fusion von ARD und ZDF. Für die Information der Bürger genüge ein Sender: „Wir sind der Auffassung, dass die Grundversorgung auch von einer Fernsehanstalt geleistet werden könnte", erklärte CSU-Chef Horst Seehofer öffentlich. Für die Zusammenlegung von CDU und CSU plädieren daraufhin dju-Kolleg_innen des ZDF. „Wir sind der Auffassung, dass die Grundversorgung auch von einer christlichen Partei geleistet werden kann", kontern sie. Die Gewerkschaft solle die parteienpolitische Maxime beschließen: „Wir streben langfristig die Beseitigung von Doppelstrukturen und die Zusammenlegung von CDU und CSU unter einem Dach an."
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