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Alle Artikel von Redaktion

Digital total? Medienpolitische ver.di-Tagung beim MDR in Leipzig

Die Digitalisierung revolutioniert Mediennutzung und Medieninhalte – mit spürbaren Konsequenzen für öffentlich-rechtliche Angebote, für Berufsbilder genauso wie für die Einkommenssituation von Kreativen. Vor diesem Hintergrund diskutierten gewerkschaftliche Gremienvertreter, Medienschaffende und medienpolitisch Interessierte am 15. und 16. Oktober beim MDR in Leipzig auf der Tagung „Digital total? Die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Internetgesellschaft"
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Germanwings-Absturz: „Schwarze Schafe“ in der Medienmeute

„Wie fühlen Sie sich, wenn während der Trauerfeier 50 Kameras auf Sie gerichtet sind?“ – „Die meisten haben einfach nur ihre Arbeit gemacht. Schwarze Schafe gibt es immer!“ – „Wir brauchen gemeinsame ethische Regeln!“ Betroffene, Medienschaffende und Ethiker_innen diskutierten am 15. Oktober auf Einladung von dju in verdi NRW, Presserat und Grimme-Institut bei der Landesmedienanstalt in Düsseldorf über den „Germanwings-Absturz und die Folgen – was lernen wir daraus?“
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Künftige Finanzierung von Journalismus: „Den Pionieren die Arbeit erleichtern“

„Wir sind am Beginn einer Entwicklung, die gerade richtig Fahrt aufnimmt“, resümierte die Sprecherin der „Initiative Qualität im Journalismus, Ulrike Kaiser, das Herbstforum, bei dem sich rund 100 Teilnehmer mit der künftigen Finanzierung von Qualitätsjournalismus durch Stiftungen, Crowdfunding oder staatliche Förderung beschäftigten. Medienforscher Stephan Ruß-Mohl zeigte sich dabei überzeugt, dass Non-Profit-Modelle „keine stabile Basis für die journalistische Infrastruktur“ bieten können.
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Dokfilminitiative diskutiert über dokumentarisches Porträt

„Wesentlich ist der Zuschnitt, der Eingriff, die Konstruktion“ – so das Resumee des Schriftstellers Burkhard Spinnen über sein literarisches Porträt eines schwäbischen Unternehmers, „Der schwarze Grat“. Hatte mit Dokumentarfilm nichts zu tun, war aber eine produktive Anregung auch für Filmemacher, darüber nachzudenken, was das eigentlich ist, ein Porträt. Nämlich immer eine Konstruktion und eine Projektion.
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Kölner Urteil stärkt Status der Freien an Zeitungen

Das Landgericht Köln erklärte in einem aktuellen Urteil die Honorarbedingungen der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft für unwirksam. Es gab damit einer Klage des DJV und der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union in ver.di Recht.
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Kachelmann gewinnt gegen Bild – Urteil mit abschreckender Wirkung?

Das ist fürwahr eine stolze Summe: 635.000 Euro Schmerzensgeld müssen „Bild“ respektive der Springer-Verlag Jörg Kachelmann als Ausgleich für 38 schwerwiegende Persönlichkeitsverletzungen bezahlen. Das Kölner Landgericht hat mit dem Urteil neue Maßstäbe gesetzt. Bisheriger Halter dieses zweifelhaften Rekordes war der Klambt-Verlag, der Madeleine von Schweden, einer Tochter von Königin Silvia, 2009 wegen einer Vielzahl erfundener Geschichten 400.000 Euro zahlen musste.
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Grenzen und Identitäten

Ungefähr 150 der rund 3.000 eingereichten Filme aus 119 Ländern schafften den Sprung ins Festivalprogramm des 58. Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm vom 26. Oktober bis 1. November.
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Tarifabschlüsse im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

In den letzten Wochen kam es in den vier ARD-Anstalten SWR, WDR, BR und MDR sowie beim ZDF zu Tarifeinigungen. Beim WDR und beim MDR gab es im Vorfeld Streikaktionen, die ihre Wirkung nicht verfehlten. In den anderen Anstalten dauern die Verhandlungen an oder werden wie bei RBB und HR erst im Oktober aufgenommen.
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Kampfansage

Die Lübecker Nachrichten wollen ein Drittel der Stellen in der Redaktion abbauen. ver.di Nord sieht in dem geplanten Stellenabbau einen weiteren massiven Eingriff in die Eigenständigkeit der Zeitungsverlage an der Ostsee. Die gemeinsame Mantelredaktion von Lübecker Nachrichten und Ostsee-Zeitung in Rostock soll durch Dienstleistungen der konzerninternen Zentralredaktion in Hannover ersetzt werden. Beide Zeitungen gehören zum Madsack-Konzern (u.a. Hannoversche Allgemeine, Leipziger Volkszeitung). Gesellschafterin im Madsack-Konzern ist die ddvg, eine Medienbeteiligungsgesellschaft der SPD. Für Martin Dieckmann, ver.di-Fachbereichsleiter, sind die jüngsten Madsack-Pläne eine…
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Journalismus nur noch auf Nachfrage

Print war gestern – die Zukunft heißt Digital? Wenn es nach den Plänen von DuMont Schauberg geht, könnte diese Frage mit einem Ja beantwortet werden. Mit drastischen Folgen für die Redaktionen.
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Schon entdeckt? Neues aus Neanderland

Wenn bei Tageszeitungen Redakteurinnen und Redakteure freigesetzt werden, was seit ein paar Jahren landauf landab leider häufig passiert, dann entsteht vor Ort nicht selten ein neues publizistisches Online-Angebot. So auch in Mettmann, Haan und Wülfrath, dem sogenannten Neanderland, dem Kreis Mettmann.
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Redakteure frei gesprochen

Nach ihrem Chefredakteur sind am 24. September auch zwei Redakteure des Hamburger Abendblatts in erster Instanz freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte ihnen vorgeworfen, illegal aus einem Whatsapp-Chat der Mutter von Yagmur M. zitiert zu haben. Das türkische, dreijährige Mädchen war an seinen Misshandlungen gestorben.
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ver.di FilmUnion bereitet Tarifverhandlungen vor

Mit einer Umfrage unter Film- und Fernsehschaffenden (FFS) hat die ver.di FilmUnion die noch in diesem Jahr beginnende Tarifverhandlungsrunde vorbereitet. Der Tarifvertrag für Filmschaffende (TV FFS) wurde fristgemäß zum Ende des Jahres gekündigt.
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LiMA 2015: Union-Busting

Union-Busting ist in Deutschland salonfähig geworden – nicht nur in der Medienbranche. Darüber diskutierten auf dem Herbstkongress der Linken Medienakademie Renate Gensch, stellvertretende Bundesvorsitzende der dju in ver.di und Betriebsratsvorsitzende des Berliner Verlags, Tilo Hejhal, Fachanwalt für Medienrecht, und Elmar Wiegand vom Verein Aktion Arbeitsunrecht, Autor und Publizist sowie Mitherausgeber der Union Busting Studie der Otto-Brenner-Stiftung.
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Storytelling für Journalisten

Marie Lampert, die 2011 zusammen mit Rolf Wespe den Ratgeber „Storytelling für Journalisten” verfasst hat, antwortet auf die Frage, ob Storytelling besserer Boulevardjournalismus sei: „Im Emotionalisieren und Dramatisieren sind Boulevardjournalisten spitze. Trotzdem ist der Nährwert ihrer Geschichten oft unbefriedigend, weil sie sich mit Aufregern zufrieden geben und sie nicht nutzen, um die Geschichte dahinter zu erzählen.
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Rettungsanker Storytelling

Informationsflut – Medien buhlen um die Aufmerksamkeit des Publikums. Als Rettungsanker erscheint da „Storytelling”: das anschauliche Geschichten erzählen, möglichst multimedial. Doch was bedeutet der aktuelle Storytelling-Boom für die journalistische Qualität, den „öffentlichen Auftrag der Presse”? Wie verändert er die Arbeitswelt von Medienschaffenden? Annäherungsversuche an den schillernden Begriff.
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