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Alle Artikel von Redaktion

Keine Angst vor Blähungen

"Telebörse. Noch nie war es so leicht, reich zu werden." Das sagt Roland Tichy vor laufender Kamera. Der Mann ist Chefredakteur der besagten "Telebörse", einem Anlegermagazin, das die Verlagsgruppe Handelsblatt ("Wirtschaftswoche", "DM", "Handelsblatt") im Januar auf den Markt gebracht hat. Mit der "Telebörse" verwirklicht der Wirtschaftsverlag ein multimediales Konzept. Das Printmagazin erfreut sich der TV-Unterstützung durch das gleichnamige Magazin auf dem Wirtschaftssender n-tv, das die zur Verlagsgruppe Handelsblatt zählende GWP Media-Marketing vermarktet. Neben redaktionellen Kooperationen hat das den verkäuferischen Nebeneffekt, im Fernsehen für die Zeitschrift kräftig (und…
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Fusionsfieber

AOL schluckt Time Warner. Der größte Unternehmenszusammenschluss der Wirtschaftsgeschichte rüttelt die Medienwirtschaft kräftig durcheinander. Bedeutet der Deal tatsächlich den Triumph der neuen Medien über die alten, wie vielfach behauptet - oder ist die Verbindung doch nur alter Wein in neuen Schläuchen? Versuche, Inhalte und Verbreitungswege gewinnbringend zu verbinden, gab es auch schon früher. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Ziemlich unstrittig ist, dass das Internet die Marktmechanismen der Medienbranche umgestalten wird. Aber der Beweis, dass eins und eins vier ergibt, wie die Betreiber von Megafusionen immer wieder vorrechnen, steht noch aus.
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Eine Nachrichten-Ente

Erinnert sich noch jemand an das gefälschte Fax, das Ende Januar für kurze Zeit die Schlagzeilen beherrschte? Unter dem Absender "Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl" erhielten verschiedene Nachrichtenagenturen ein Schreiben, in dem es unter anderem hieß: "Um Schaden von der Christlichen Demokratischen Union abzuwehren, habe ich mich entschlossen, die Namen der Persönlichkeiten, die meine Arbeit in der CDU finanziell unterstützt haben, vor einem hochrangigen Ausschuss zu nennen."
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Allianzen statt Fusionen

Während in den USA Megafusionen die Medienbranche umpflügen, dreht sich auf dem alten Kontinent das Karussell der Kooperationen und Allianzen weiter. Bei der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone Airtouch waren sowohl Bertelsmann als auch der französische Vivendi-Konzern als potenzielle Partner fürs Internet-Geschäft im Gespräch. Nachdem sich Bertelsmann aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen durch die AOL-Time-Warner-Fusion nun doch aus AOL Europe zurückzieht, dürfte das Ringelreihen der strategischen Partnerschaften in der nächsten Zeit munter weitergehen.
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Journalismus in Höchstform?

Etliche Heldengeschichten erzählen in diesen skandalträchtigen Zeiten davon, dass sich der deutsche Journalismus angeblich in Höchstform befindet. Niemals sei mehr und härter recherchiert worden in dieser Republik, behauptet der Münsteraner Medienwissenschaftler Siegfried Weischenberg. Selbst in kleineren Tageszeitungen, so will er ausgemacht haben, werde der investigative Journalismus groß geschrieben. Manche Medienmacher sind geradezu besoffen, über die vielen Aufklärer in ihrer Branche, die gegenwärtig vor allem von forschen Staatsanwälten und plaudernden Zeugen profitiert.
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Bestandsaufnahme Neue Medien

Die Gründe, weshalb Journalisten zu Multimedia aufgebrochen sind, mögen vielfältig gewesen sein. Viele waren von der Technik begeistert. Andere nutzten die neue Möglichkeit, weil man vom Zeilenhonorar allein nicht leben kann. In den Redaktionen wurden die, die sich am Computer am geschicktesten anstellten, in den Online-Bereich "abkommandiert". Und mancher glaubte auch an die euphorische Botschaft, das World Wide Web mache die Welt demokratischer. Sehr schnell hatten sich die Freien daran gewöhnt, noch eben schnell am letzten Tage kurz vor Redaktionsschluss ihren Artikel zu mailen. Das Recherchieren im Internet gehört inzwischen zum journalistischen Handwerk. Und wenn man mal…
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Einweihung des ZDF-Hauptstadtstudios „Zollernhof“

Nach der ARD hat jetzt auch das ZDF sein Hauptstadtstudio eingeweiht. Es befindet sich im ehemaligen "Zollernhof" Unter den Linden 36-38. Nach der Zentrale in Mainz ist das Studio in Berlin-Mitte mit rund 300 Mitarbeitern der zweitgrößte Standort des Senders in Deutschland.
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Schwächung der Lokalredaktion

In die Redaktionsstuben der WAZ-Blätter kehrt keine Ruhe ein. Der jüngste Giftpfeil der Geschäftsführung traf die Dortmunder WAZ-Lokalsportredaktion. Sie soll geschlossen werden.
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Tarifinfo Lokalfunk NRW

Am 20. Dezember fand in Düsseldorf die dritte Tarifverhandlung für die Beschäftigten der nordrhein-westfälischen Lokalradios statt. Der Gehaltstarifvertrag war zum 30. September 1999 gekündigt worden. Die DAG, der DJV und die IG Medien hatten eine Gehaltserhöhung von 6,0%, eine Verbesserung der Berufsjahresstaffel, die Einführung einer zusätzlichen Altersversorgung und die Vereinbarung von Mindestbedingungen zur Aus- und Weiterbildung gefordert. Nachdem die Arbeitgeber in der ersten Verhandlung eine Gehaltserhöhung von 2,1% angeboten hatten und in der zweiten Verhandlung auf 2,4% nachbesserten, wurde schließlich eine Erhöhung der Gehälter um 2,6% vereinbart. Diese Erhöhung…
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Besserer Schutz für Urheber

Freie Journalistinnen und Fotografen, Autoren und Übersetzerinnen, Filmemacher und Künstlerinnen sehen sich heute mit Verträgen konfrontiert, nach denen sie alle Verwertungsmöglichkeiten für wenig Honorar oder gar umsonst übertragen sollen. Zum Schutz ist eine Reform des Urhebervertragsrechts dringend notwendig. Die IG Medien hat dem Gesetzgeber ihre Vorschläge übermittelt.
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„Zeit“ will elektronische Rechte: Nicht unterschreiben!

Die Wochenzeitung "Die Zeit" hat ihre freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgefordert, ihr umgehend sämtliche Rechte für die elektronische Nutzung aller Texte einzuräumen. Gegenleistung gibt es erst mal keine, erst später will die "Zeit" das "Entgegenkommen bei den anstehenden Gesprächen über Ihre Honorierung gebührend berücksichtigen".
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VG Wort: Fachzeitschriften werden Publikumszeitungen

Wer für Zeitschriften schreibt, erhält - An- und Beitragsmeldung vorausgesetzt - im Juni jeden Jahres einen Scheck der Verwertungsgesellschaft Wort. Wie hoch die Summe darauf ist, hängt nicht nur von Zahl und Umfang der Veröffentlichungen ab, sondern wesentlich auch davon, wie Zeitschriften von der VG Wort eingestuft werden.
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Die Zahl der Toten hat sich beinahe verdoppelt

1999 wurden nach Ermittlungen von Reporter ohne Grenzen weltweit beinahe doppelt so viele Journalistinnen und Journalisten bei der Ausübung ihres Berufes oder wegen ihrer Veröffentlichungen ermordet wie 1998. Die Zahl der Angriffe und Drohungen betrug 653, und 446 Journalisten wurden verhaftet bzw. zu Gefängnisstrafen verurteilt.
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Verstöße gegen das Trennungsgebot

Deutsche Presserat verteilt Rügen, aber es ändert sich nichts, im Gegenteil: Die Vermischung von Werbung und Redaktion nimmt weiter zu - nicht zuletzt durch neue Werbeformen. "Ist das Trennungsgebot in Gefahr?" fragte deshalb der Presserat Ende November auf einem Hearing Beteiligte der verschiedenen Interessengruppen.
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Datenschutz auf Schwedisch

In Schweden wird die Datenschutzrichtlinie der EU streng ausgelegt. Homepages, die Firmen kritisieren, sollen verboten werden. "Auch Namen von Firmen sind personbezogen", behauptet die Datenschutzbehörde. "Eine Katastrophe für die Meinungsfreiheit", meinen Kritiker.
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Tarifabschluss Privater Rundfunk (TPR): 3,2 Prozent

Erstmals Vergütungen für Auszubildende Die Beschäftigten im Bereich des Tarifverbands Privater Rundfunk (TPR) erhalten rückwirkend zum 1. Januar 3,2 Prozent mehr Gehalt. Die Gewerkschaften IG Medien, DJV und DAG einigten sich am 11. Januar in Frankfurt am Main in der zweiten Verhandlungsrunde auf einen neuen Entgelttarifvertrag für die Branche. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 12 Monaten.
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